Wie eine Forderung von Stammtisch-Fans: Einzigartige Sperre gegen Brasilien-Profi
Ein Foul in der brasilianischen Serie A hat für einen Profi weitreichende Folgen. Victor Gabriel, Abwehrspieler von Internacional Porto Alegre, grätschte im Spiel gegen Cruzeiro Belo Horizonte seinen Gegenspieler Gabriel Pec derart brutal um, dass sich dieser das Schienbein brach. Gabriel flog folgerichtig mit Rot vom Platz.
Die Szene ereignete sich am 22. Juli. Die Frage lautete seitdem: Wie lange wird Gabriel für sein überhartes Einsteigen gesperrt? Nun hat Brasiliens höchstes Sportgericht (STJD) eine im Weltfussball wohl einmalige Strafe verhängt. Der 33-Jährige darf erst wieder spielen, wenn Pec seine Verletzung auskuriert hat und ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist – so wie es nach üblen Fouls mit Verletzungsfolge oft von Stammtisch-Fans gefordert wird. Allerdings mit einer Bedingung: Die Sperre kann höchstens sechs Monate beziehungsweise 180 Tage dauern.
Er brach Gegenspieler das Schienbein: Profi zeigt sich reumütig
Das Sportgericht begründete die Entscheidung damit, dass eine gewöhnliche Sperre der Schwere des Fouls nicht gerecht werde. Gegen das Urteil vom Dienstag (28. Juli) kann Einspruch eingelegt werden.
Während der Verhandlung zeigte sich Gabriel reumütig. Er sagte: «Es war ein absolut unglücklicher Vorfall». Weiter erklärte er: «Ich habe mich bei ihm entschuldigt und meine Hilfe angeboten. Ich bat ihn, mir zu verzeihen, da ich keine böse Absicht hatte, und alles, was ich in diesem Moment tun konnte, war, für ihn zu beten.»
Für Pec ist die Verletzung besonders bitter. Der Angreifer war erst im Juli von LA Galaxy aus der Major League Soccer zu Cruzeiro gewechselt und gab in der Partie sein Debüt für den Klub. Sein Team gewann die Begegnung mit 2:1. (abu/t-online.de)
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