Diese beiden Schweizer Fussballer dürfen vom Ballon d'Or* träumen
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Gibt es in London einen «Heimsieg»? Wenn in der englischen Hauptstadt der Ballon d'Or verliehen wird, gilt Harry Kane als Favorit. Der 33-jährige Londoner gewann mit Bayern München das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal, mit 36 Toren wurde er zum dritten Mal in Folge Torschützenkönig der Bundesliga. An der WM verlor Kane mit England im Halbfinal gegen Argentinien.
«Er hat sich den Ballon d'Or mehr als verdient», sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl. «Wer den Fussball liebt, liebt Charaktere wie Harry Kane. Er trifft wie ein Neuner, denkt wie ein Zehner und arbeitet wie ein Sechser.»
Hoch im Kurs ist bei den Buchmachern auch Lamine Yamal. Der 19-jährige Wunderknabe war zwei Jahre nach dem Gewinn des EM-Titels auch bei Spaniens WM-Triumph ein Schlüsselspieler. Mit dem FC Barcelona wurde Lamine Yamal vergangene Saison Meister. Der WM-Titel ist auch das grösste Argument von Rodri. Der Mittelfeldspieler, in diesem Sommer von Manchester City zu Barça gewechselt, wurde beim Turnier in Nordamerika zum besten Spieler gekürt.
Den Champions-League-Triumph wirft Chwitscha Kwarazchelia in den Ring. Zum zweiten Mal in Folge gewannen der georgische Angreifer und seine Kollegen den wichtigsten Klubwettbewerb. Kwarazchelia erhielt zudem die Auszeichnung zum Champions-League-Spieler der Saison.
Die meisten Tore in der Königsklasse, nämlich 15, erzielte Kylian Mbappé. Mit zehn Treffern wurde der Franzose auch WM-Torschützenkönig, bis zum Scheitern gegen Spanien im Halbfinal zeigte Mbappé ein starkes Turnier. Er würde sich selber wählen, sagte der Superstar von Real Madrid: «Wir schauen darauf, was ein Spieler individuell geleistet hat. Wenn ich mir alle Argumente anschaue, wäre es kein Diebstahl.»
Das sind die 30 Nominierten:
Die Verleihung des 70. Ballon d'Or findet am 26. Oktober in London statt. Im Vorjahr gewann erstmals der Franzose Ousmane Dembélé von Paris Saint-Germain die Auszeichnung, bei den Frauen ging sie zum dritten Mal in Folge an die Spanierin Aitana Bonmati vom FC Barcelona.
Manzambi und Kobel nominiert
Gewinnt ein Schweizer eine Kategorie beim Ballon d'Or? Johan Manzambi ist als «Young Talent of the Year» nominiert. Der 20-Jährige brillierte an der WM mit drei Toren und zwei Vorlagen, ehe das Turnier für ihn wegen einer Verletzung frühzeitig endete. Manzambi wartet deshalb auch noch auf sein Debüt bei Aston Villa, das ihn für bis zu 70 Millionen Euro vom SC Freiburg verpflichtete.
Manzambis Konkurrenz ist hochkarätig. Neben Lamine Yamal gehört etwa dessen Landsmann Pau Cubarsi, mit 19 Jahren Stammverteidiger bei Weltmeister Spanien, dazu. Auch Yan Diamondé, Ayyoub Bouaddi und Ibrahim Maza sind nominiert.
In der Kategorie «Bester Torhüter» darf ebenfalls ein Schweizer auf die Auszeichnung hoffen: Nati-Goalie Gregor Kobel. Der 28-Jährige von Borussia Dortmund ist einer von zehn Nominierten.
Als «Bester Trainer Frauenfussball» darf sich Nils Nielsen Hoffnungen machen. Der frühere Schweizer Nationaltrainer gewann mit Japan die Asien-Meisterschaft, wurde kurz darauf aber entlassen – mit der Begründung, er pflege einen zu lockeren Trainingsstil. (ram)
