Sind aller guten Dinge zwölf? Aarau nimmt den nächsten Anlauf auf den Aufstieg
Einmal mehr scheiterte Aarau in der Vorsaison ganz knapp am Aufstieg, zuerst im Duell um Platz 1 mit Vaduz, dann in der Barrage gegen die Grasshoppers. Klappen soll es nun ohne den besten Torschützen der letzten Saison und ohne den besten Challenge-League-Spieler der letzten beiden Jahre. Den 22-fachen Torschützen Elias Filet zog es nach Belgien, den Regisseur und starken Standardschützen Valon Fazliu zum finanziell potenteren Ligakonkurrenten Yverdon. Trainer ist nach wie vor Brunello Iacopetta.
Filets Nachfolger trägt zumindest einen prominenten Namen. Roko Baturina ist der Bruder des kroatischen Internationalen Martin Baturina und Sohn des ehemaligen Grasshoppers Mate Baturina. Das schwere Erbe von Fazliu tritt der aus Lugano zurückkehrende, noch an einer Verletzung am Sprunggelenk laborierende Shkelqim Vladi an.
Ja, Yverdon liess auf dem Transfermarkt die Muskeln spielen. Zwar liessen die Waadtländer Antonio Marchesano nach eineinhalb Saisons nach Winterthur weiterziehen. Mit der Verpflichtung von Fazliu vom direkten Konkurrenten Aarau gelang dem Klub von Trainer Martin Andermatt indes ein Coup. Hinzu kommt der 29-jährige ehemalige französische Nachwuchs-Nationalstürmer Jean-Kévin Augustin, für den Leeds vor sechs Jahren noch mehr als 20 Millionen Euro an Leipzig überwiesen hat, der zuletzt jedoch ein Jahr vereinslos war. Und der von Xamax gekommene Shkelqim Demhasaj, der viel Challenge-League-Erfahrung mitbringt.
Herausgefordert wird Aarau auch vom FC Winterthur, der nach drei berauschenden Jahren und einer ernüchternden Saison in der Super League zurück in seinem früheren Biotop ist und dort wieder vorne mitmischen will. Pajtim Kasami, Mirlind Kryeziu, Loïc Lüthi, Andrin Hunziker und Goalie Stefanos Kapino führen die Liste der namhaften Abgänge an, Marchesano ist der prominenteste Zugang. Rückkehrer Markus Kuster ersetzt Kapino im Tor, Patrick Rahmen bleibt Trainer.
Mit Lausanne-Ouchy, Yverdon, Neuchâtel Xamax, Étoile Carouge und Stade Nyonnais stellt die Romandie nach wie vor die Hälfte der Challenge-League-Klubs. Wieder dabei ist nach vier Jahren Absenz Aufsteiger Kriens, der den Platz von Bellinzona einnimmt. (abu/sda)
