Jürgen Klopp soll auch als Bundestrainer mit Red Bull verbandelt bleiben
Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) will Jürgen Klopp und Jürgen Klopp will Nationaltrainer Deutschlands werden. Die beiden Parteien hätten sich am Wochenende grundsätzlich über eine Zusammenarbeit geeinigt. Gemäss Berichten solle Klopps künftiges Gehalt knapp über den sieben Millionen Euro liegen, die der bisherige deutsche Nationaltrainer Julian Nagelsmann pro Jahr verdiente.
Doch bevor Klopp den Job als Bundestrainer antreten kann, muss sich der DFB noch mit dessen jetzigem Arbeitgeber einigen. Denn der 59-Jährige steht bei Red Bull noch bis 2029 als Head of Global Soccer unter Vertrag. Berichte, dass keine Ablösesumme fällig werde, weil Klopp dem österreichischen Getränkekonzern auch als Deutschland-Trainer noch als Markenbotschafter erhalten bleibe, seien laut Sky falsch. Dies sei zu keinem Zeitpunkt geplant gewesen.
Dennoch solle Klopp mit Red Bull verbandelt bleiben. So wünsche sich Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer bei dem Unternehmen, dass der ehemalige Liverpool- und BVB-Trainer dem Konzern weiterhin mit seiner Expertise beratend zur Seite stehe. Die letzten Details sollen in den nächsten Tagen geklärt werden.
Sollte Klopp aber tatsächlich auch als Bundestrainer gelegentlich für Red Bull arbeiten, dürfte das nicht überall gut ankommen. Schliesslich hat der Brausehersteller mit Leipzig einen Klub in der Bundesliga, bei dem auch einige Nationalspieler unter Vertrag stehen. In David Raum und Assan Ouédraogo reisten auch zwei Leipziger mit an die WM, bei der Deutschland im Sechzehntelfinal an Paraguay gescheitert war.
«11 Freunde»-Chefredaktor Philipp Köster kritisierte in seinem Podcast, dass es aus diesem Grund zu Gewissenskonflikten kommen könnte. Ausserdem könnte Leipzig dadurch auch grösseren Einfluss beim DFB bekommen. Noch ist aber unklar, ob und in welcher Funktion Klopp in Verbindung mit Red Bull bleibt. (nih)
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