Der 27. August 2026 – der Tag der Krönung von Marc Lüthi
Noch wird das Datum geheim gehalten. Aber der Entscheid ist gefallen: Der 27. August ist der grosse Tag: Die Vertreter der National League (NL), der Swiss League (SL) und der Amateurligen wählen an diesem Tag im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung (der Verband ist als AG konstituiert) den neuen Verbandspräsidenten. Marc Lüthi wird Nachfolger von Urs Kessler, der sein Amt mit Stil und Anstand freiwillig abgegeben und sich als Krisenmanager in seiner nur einjährigen Amtszeit bestens bewährt hat: Er orchestrierte den geordneten Übergang von Patrick Fischer zu Jan Cadieux und hat einen ganz grossen Anteil an der grandiosen Eishockey-WM in Zürich und Fribourg.
Wird Marc Lüthi gewählt? Ja, wenn nicht noch der Münsterturm in den Bärengraben fällt. Er braucht für die Wahl die Stimmen der NL-Klubs, der SL-Klubs plus eine einzige Stimme der Amateure. Noch sträuben sich die Vorsitzenden von Sierre und La Chaux-de-Fonds aus der SL, Marc Lüthi zu unterstützen. Beide Klubs möchten aber die Aufstiegsbewilligung in die NL. Noch Fragen?
Die erforderliche Stimme (oder Stimmen, wenn Sierre und La Chaux-de-Fonds uneinsichtig sind) aus dem Amateurlager wird Marc Lüthi bekommen. Mehrere Amateurklubs sind – unter anderem über die Nachwuchsabteilungen – mit NL-Klubs eng verbunden. Noch Fragen?
Für den Wahlkampf bleibt noch etwas mehr als einen Monat Zeit. Wenn es Marc Lüthi nicht schafft, die erforderliche einfache Stimmenmehrheit zu bekommen, dann fehlt ihm auch die Überzeugungskraft, um den Verband zu führen.
Was wäre, wenn Marc Lüthi die einfache Mehrheit der Stimmen nicht erreicht? Dann bleibt bis auf weiteres Interims-Präsident Marc-Anthony Anner Obmann des Verbandes.
Gibt es denn keinen Gegenkandidaten zu Marc Lüthi? Nein. Die Statuten schreiben vor, dass die National League das alleinige Recht hat, einen Kandidaten zu nominieren. Die NL-Vertreter haben sich einstimmig für die Kandidatur von Marc Lüthi ausgesprochen. Im Falle eines Scheiterns am 27. August würde die National League wahrscheinlich an der Kandidatur des ehemaligen SCB-Managers festhalten und es käme zu einem neuen Anlauf bei einer neuen Generalversammlung. Sofern Marc Lüthi Lust hätte, noch einmal anzutreten. Wenn nicht, müssen sich die NL-Klubs auf einen neuen Kandidaten verständigen.
Was bedeutet eine Wahl von Marc Lüthi, bzw. was würde seine Wahl bedeuten? In erster Linie eine Normalisierung und Verbesserung des Verhältnisses der National League zum Verband, wohl das Ende der byzantinischen Verhältnisse, der Lohnexzesse und der ausufernden Bürokratie auf der Verbands-Geschäftsstelle sowie sinnvolle Investitionen zum Wohle des Hockeys aus den mit mehr als 10 Millionen gefüllten Verbands-Geldspeichern. Personelle Konsequenzen sind denkbar.
Der 27. August 2026 als Beginn einer neuen Ära.
