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«Miet-Goalie» Sandro Zurkirchen – heute Olten und morgen Biel?

Torhueter Sandro Zurkirchen (SCB) nach dem 2-0 im Rueckspiel der zweiten Play-In-Serie der National League zwischen den Rapperswil-Jona Lakers (SCRJ) und dem SC Bern (SCB), am Mittwoch, 18. Maerz 2026 ...
Sandro Zurkirchen wird zum EHC Olten ausgeliehen.Bild: keystone
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«Miet-Goalie» Sandro Zurkirchen – heute Olten und morgen Biel?

Sandro Zurkirchen ist zwar schon 36. Aber er hat als «Hockey-Rentner» womöglich noch aufregende Wochen vor sich. Der Anfang macht Olten.
03.10.2026, 17:3103.10.2026, 17:31

Der SCB hat den Vertrag mit Sandro Zurkirchen bereits am 21. April um ein weiteres Jahr verlängert. Als Torhüter Nummer 3 hinter Connor Hughes und Christof von Burg. Der Tausch von Romain Loeffel gegen Connor Hughes war zu diesem Zeitpunkt zwar offiziell noch nicht vollzogen. Aber allen war klar, dass er nach Bern wechseln wird.

Sandro Zurkirchen durfte sich bei seiner Vertragsunterzeichnung auf einen geruhsamen Karriere-Herbst freuen: Ein wenig trainieren und während der Spiele auf der Tribüne sitzen und allenfalls für den Goalie-Coach ein paar statistische Notizen machen. Er konnte davon ausgehen, dass er in der Sänfte eines schönen SCB-Vertrages behutsam dem Karriereende entgegengeschaukelt wird.

Mit der Ruhe in der Sänfte ist es bereits vorbei. Per sofort hilft er dem EHC Olten aus. Dort hat Trainer Christian Wohlwend die Geduld mit seinen Goalies David Brodecky (21) und Phileas Lachat (20) schon nach vier Spielen, drei Niederlagen und 18 Gegentoren verloren. Die Wahrheit über die Freude an der Aus- und Weiterbildung von jungen Spielern steht oben auf der Resultatanzeige.

Olten ist nach Zug, Ambri, Lugano, Lausanne, Kloten, dem SCB, Thurgau und den Ticino Rockets bereits der 9. Klub. Und womöglich nicht einmal der letzte. Denn: Der freundliche Goalie-Veteran ist dank einer stoischen Ruhe, gutem Winkelspiel und einer immensen Erfahrung dazu in der Lage, sich sofort überall anzupassen und sein bestes Hockey abzurufen. Er ist eigentlich der perfekte «Miet-Goalie», der theoretisch von jedem Klub in den beiden höchsten Ligen «gemietet» werden kann.

EHC Kloten Torhueter Sandro Zurkirchen wird von den Fans gefeiert nach dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den Teams EHC Kloten und EHC Biel-Bienne am Samstag, 18. Januar 20 ...
Zurkirchen stand schon bei vielen verschiedenen Klubs im Tor.Bild: keystone

Da er durch das Training beim SCB in Form bleibt, ist er der perfekte Torhüter, um in einer Notlage auszuhelfen. Und wo könnte sich bald einmal nach Olten eine weitere Notlage entwickeln? Richtig: In Biel. Harri Säteri beansprucht eine Ausländerlizenz, die Biel eigentlich dringend für einen sechsten Feldspieler benötigt und hält nicht mehr viel besser als ein helvetischer Durchschnitts-Goalie. Beim 4:7 in Lausanne stoppte er gerade noch 83,33 Prozent. Eine Lotter-Goalie-Statistik. Kein Schelm, wer an eine kurzfristige Schweizer Lösung denkt. Zumal Viktor Östlund (32) in Biel eine gute Nummer 2 ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Würde der SCB Sandro Zurkirchen auch einem direkten Liga-Konkurrenten – beispielsweise Biel – leihweise überlassen? Auf diese Frage hat SCB-Untersportchef Martin Plüss eine diplomatische Antwort: «Da uns Biels Sportchef bisher nicht angefragt hat, haben wir uns mit dieser Frage noch nicht beschäftigt.» Und was wäre, wenn Martin Steinegger anrufen würde? «Da er bisher nicht angerufen hat, kann ich auf diese Frage keine Antwort geben …» Grundsätzlich sei das Partnerteam die erste Adresse. Die Frage, ob auch eine Ausleihe in die MyHockey League (die höchste Amateurliga) denkbar sei, stuft Martin Plüss als eher polemisch ein.

Davon können wir ausgehen: Oltens Sportchef Michael Tobler ist nicht der letzte Sportchef aus der höchsten und zweithöchsten Liga, der im Laufe dieser Saison in Bern zwecks «Miete» von Sandro Zurkirchen anrufen wird.

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HC Davos: 31 Titel, 6 seit 1986; zuletzt Meister: 2015.
quelle: keystone / ennio leanza
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