Die Schweizer Nati trifft im EM-Achtelfinal am Samstag (18 Uhr) auf Italien. Ein kurzer Blick auf Google Trends zeigt, was unsere Nachbarn hinsichtlich des Duells gegen die Schweiz denken.
28.06.2024, 14:4128.06.2024, 17:07

Was interessiert die italienischen Fans am meisten? Wir haben die Google-Trends aus Italien ausgewertet.Bild: keystone
Was die Menschen in einem Land googeln, ist immer auch ein wenig ein Abbild der vorherrschenden Meinung und der grundsätzlichen Stimmung einer Nation.
Da lohnt es sich also, einen Blick auf die italienischen Google-Trends vor dem EM-Achtelfinalkracher gegen die Schweiz zu werfen.
Was googeln die Leute in Italien am meisten?

Die Google-Trends in Italien am Donnerstag.Bild: Google Trends
An erster Stelle kommt wenig überraschend die Frage nach Tickets für das kapitale Spiel. Da gibt's wohl noch einige Italiener, die eine Spontanreise nach Deutschland planen.
So kommst du als Schweizer Fan an Tickets:
An zweiter Stelle kommt dann auch schon die erste konkrete Anfrage zur Schweizer Nati. Viele Italiener googeln momentan, wer von der Schweizer Equipe «disqualifiziert» ist, wer also für die Achtelfinals gelb gesperrt ist. Damit du nicht selber googeln musst, verraten wir es dir gleich hier: Silvan Widmer muss die Partie von der Tribüne aus verfolgen.

Leider gelb gesperrt: Silvan Widmer.Bild: keystone
Selbstbewusste italienische Fans
Dann kommt an dritter Stelle bereits eine Anfrage, die das Selbstbewusstsein der Italiener zeigt: Etliche Personen googeln nämlich, was passieren würde, wenn Italien gegen die Schweiz gewinnt.
Die Fans schielen also bereits mit einem Auge auf ein mögliches EM–Viertelfinale. Es wäre gegen England oder die Slowakei. Solche Google-Anfragen findet man immer wieder, wenn man die Trends durchschaut, wie zum Beispiel diese Suche:

Auch «Italien Viertelfinal» wird häufig gegoogelt. Bild: Google Trends
Wo in Italien googeln die Leute am meisten zur EM?
In allen italienischen Regionen sind die Suchanfragen zur Partie enorm gross. Angeführt wird die Liste von der Region Apulien, gefolgt von den Regionen Molise und Marken. Die Plätze vier und fünf komplementieren die Regionen Abruzzen und Basilikata. Am wenigsten zur Schweiz gegoogelt wird übrigens im Südtirol und in Kampanien.
Weitere auffällige Suchanfragen

Auch die Quali für die WM 2022 interessiert die Italienerinnen und Italiener.Bild: Google Trends
Das letzte Mal gegen Italien gespielt hat die Schweiz anlässlich der Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Damals trennten sich die beiden Teams übrigens zweimal unentschieden (0:0, 1:1).

Genau so interessiert auch die Partie der Schweiz gegen Deutschland.Bild: Google Trends
Und offenbar ist dem südlichen Nachbarn auch der starke Auftritt der Nati gegen Deutschland nicht entgangen. Da holen sich die Fans wohl noch die letzten Infos, sodass man in den Beizen-Diskussionen auch sicher mithalten kann.

Den Elfmeter von Jorginho haben die Italienerinnen und Italiener offenbar noch nicht vergessen.Bild: Google Trends
In der Schweiz wohl nicht mehr jedem Fan bewusst, aber in Italien offenbar immer noch sehr präsent: In der WM-Quali im Jahr 2021 schiesst Jorginho in der 90. Minute im Stile von Roberto Baggio einen Penalty kläglich übers Tor, es bleibt beim 1:1. Ob der Italiener bei einem allfälligen Penaltyschiessen am Samstag auch antreten würde? Die Schweizer Fans hätten wohl nichts dagegen.
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Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.
Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»