Zug schiesst auch den HCD ab – ZSC Lions bleiben perfekt – Rappi düpiert Gottéron
ZSC Lions – Servette 3:0
Die ZSC Lions sind in der National League nach drei Spielen unversehrt. Die Mannschaft von Trainer Claude Julien holte am Samstag zuhause mit einem 3:0 gegen Servette den dritten Sieg. Malte Strömwall verwandelte nach einer Viertelstunde einen Penalty. Im Schlussabschnitt erhöhten Christian Marti und Simon Knak. Das Tor hütete zum ersten Mal diese Saison Robin Zumbühl, der sich mit 21 Paraden den Shutout sicherte.
Die ZSC Lions mühten sich bislang zu den ersten Siegen. Gegen Bern (h) und Langnau (a) siegte das Team von Coach Claude Julien jeweils nach Rückständen, und auch der Sieg über Servette musste erknorzt werden.
ZSC Lions - Genève-Servette 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)
10'304 Zuschauer. - SR Kaukokari/Arpagaus, Bachelut/Obwegeser.
Tore: 15. Strömwall (Unterzahltor!) 1:0 (Penalty). 53. Marti (Strömwall, Baechler) 2:0. 55. Knak (Marti) 3:0.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, keine gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Knak; Puljujärvi.
ZSC Lions: Zumbühl; Weber, Berni; Kukan, Marti; Lehtonen, Geering; Schwendeler; Andrighetto, Malgin, Knak; Frödén, Lammikko, Balcers; Strömwall, Grant, Baechler; Riedi, Sigrist, Gruber; Bader.
Genève-Servette: Charlin; Saarijärvi, Le Coultre; Rutta, Henauer; Sutter, Karrer; Meile; Puljujärvi, Manninen, Vesey; Praplan, Verboon, Miranda; Ignatavicius, Jooris, Rod; Lemyre, Kneubuehler, Hischier.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Hrubec (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Chanton und Müller (beide verletzt)
Davos – Zug 2:6
Im Sommer wagten die Zuger ein «House Clearing». Sie wechselten den CEO, den Sportchef, den Trainer und das Klublogo aus. Dass die Zuger die neue Saison mit zwei Auswärtssiegen bei Titelaspiranten begannen, verleiht dem EVZ zusätzlichen Schub.
Dem Slowaken Tomas Tatar gelang in Davos der erste Hattrick eines Akteurs in der National League in dieser Saison. Tatar erzielte am Ende sogar vier Tore. Und Leonardo Genoni begann die Saison mit fast 88 Minuten ohne einen Gegentreffer und 29 Paraden.
Die Frühform des EV Zug muss der Konkurrenz zu denken geben – zumal mit Dominik Kubalik, Gregory Hofmann, Lino Martschini und Mike Künzle durchaus Schlüsselspieler noch fehlen.
Davos - Zug 2:6 (0:2, 1:2, 1:2)
5626 Zuschauer. - SR Wiegand/Lemelin, Humair/Cattaneo.
Tore: 4. Tatar 0:1. 9. Tatar (Bengtsson, Rohrer/Powerplaytor) 0:2. 23. Tatar (Rohrer, Bengtsson/Powerplaytor) 0:3. 28. Allard (Van der Kaaij) 1:3. 38. Chris Egli (Wingerli) 1:4. 46. Ryfors (Tambellini, Dominik Egli/Powerplaytor) 2:4. 59. (58:29) Tatar (Kovar, Wingerli) 2:5 (ins leere Tor). 60. (59:05) Senteler (Rohrer, Moverare) 2:6.
Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Jung) plus Spieldauer (Jung) gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Ryfors; Rohrer.
Davos: Aeschlimann; Andersson, Jung; Allard, Frick; Dominik Egli, Van der Kaaij; Gross; Kessler, Corvi, Asplund; Nussbaumer, Waidacher, Schreiber; Steiner, Jäger, Tambellini; Lemieux, Ryfors, Zadina; Parrée.
Zug: Genoni; Diaz, Sklenicka; Bengtsson, Moverare; Schneller, Geisser; Stadler, Riva; Tatar, Kovar, Wingerli; Rohrer, Senteler, Petrovic; Gredig, Chris Egli, Antenen; Wey, Leuenberger, Lindemann.
Bemerkungen: Davos ohne Frehner und Müller (beide verletzt). Davos von 56:46 bis 58:29 ohne Torhüter.
Ajoie – Kloten 4:3nV
Bei Ajoie - Kloten (4:3 n.V.) liess der Finish niemanden kalt. Kloten ging in der 56. Minute durch das vierte Saisontor von Petteri Puhakka 3:2 in Führung und hoffte bis 72 Sekunden vor Schluss auf den dritten Sieg im dritten Spiel. Dann glich Kristian Tanus für Ajoie aus. Eine Coach's Challenge von Michael Liniger wegen dieses Ausgleichs schlug fehl, was Kloten sogleich in Unterzahl beförderte.
Ajoie traf im Powerplay – allerdings um einen Sekundenbruchteil zu spät. In der Verlängerung fand Ajoie durch Julius Nättinen - unmittelbar nach Ablauf der Klotener Strafe - nach bloss 52 Sekunden aber doch noch den Sieg.
Ajoie - Kloten 4:3 (1:1, 0:0, 2:2, 1:0) n.V.
Pruntrut. - 4359 Zuschauer. - SR Stolc/Hungerbühler, Bichsel/Meusy.
Tore: 4. Christe (Carr, Robin) 1:0. 20. (19:56) Puhakka (Ruotsalainen) 1:1. 44. (43:19) Prassl (Liniger, Meyer/Powerplaytor) 1:2. 45. (44:41) Sopa (Wick, Devos) 2:2. 56. Puhakka (Ramel) 2:3. 59. Tanus (Turkulainen, Carr) 3:3 (ohne Torhüter). 61. (60:52) Nättinen (Tanus, Anttoni Honka) 4:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ajoie, 3mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Carr; Ruotsalainen.
Ajoie: Antoine Keller; Anttoni Honka, Zgraggen; Julius Honka, Fey; Kellenberger, Berthoud; Christe, Pilet; Turkulainen, Tanus, Nättinen; Robin, Smirnovs, Carr; Sopa, Devos, Cormier; Wick, Diem, Cavalleri.
Kloten: Fadani; Profico, Lindroth; Johansson, Delémont; Schlumpf, Hausheer; Rupli; Meyer, Ruotsalainen, Puhakka; Liniger, Prassl, Weibel; Hügli, Henry, Ramel; Körbler, Schäppi, Derungs; Rafael Meier.
Bemerkungen: Ajoie ohne Gerber und Horak (beide verletzt), Kloten ohne Aberg, Gignac, Simon Meier, Sidler und Bernd Wolf (alle verletzt). Ajoie von 57:11 bis 58:48 ohne Torhüter.
Lausanne – Ambri 4:1
Nach zwei Jahren in Kanada und einer Leihsaison bei Kloten (und Thurgau) kehrte Goalie Ewan Huet (21) nach Lausanne zurück - und beim ersten Einsatz in dieser Saison gelang ihm mit 28 Paraden fast der Shutout. Erst in der 46. Minute musste sich Huet, der Sohn des grossen Goalies Cristobal Huet, in Unterzahl noch geschlagen geben.
Lausanne kam mit 4:1 gegen Ambri-Piotta zum ersten Saisonsieg. Lausanne nützte zwei der ersten drei Strafen der Leventiner zu Toren aus. Ambri verlor auf den Tag genau 89 Jahre nach der Klubgründung erstmals diese Saison.
Lausanne - Ambri-Piotta 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)
9329 Zuschauer. - SR Piechaczek/Ströbel, Stalder/Gurtner.
Tore: 14. Brännström 1:0. 18. Simic (Caggiula/Powerplaytor) 2:0. 37. Riat (Loeffel, Fuchs/Powerplaytor) 3:0. 46. Joly (Schnarr, Järventie/Powerplaytor) 3:1. 57. Brännström 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Oksanen; Joly.
Lausanne: Huet; Heldner, Brännström; Loeffel, Baragano; Vouardoux, Sansonnens; Fiedler; Riat, Fuchs, Oksanen; Simic, Czarnik, Caggiula; Rüegsegger, Vidal, Zehnder; Holdener, Bougro, Fust; Douay.
Ambri-Piotta: Senn; Heed, Worge Kreü; Dario Wüthrich, Pezzullo; Isacco Dotti, Zaccheo Dotti; Häfliger; De Luca, Schnarr, Järventie; Joly, Heim, Müller; Muggli, Kodytek, Borradori; Grassi, Manix Landry, Lukas Landry; Bosson.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bachmann und Virtanen (beide verletzt). Ambri-Piotta von 53:56 bis 56:10 ohne Torhüter.
SCRJ Lakers – Fribourg 3:2
Die Rapperswil-Jona Lakers holten sich gegen den Meister Fribourg-Gottéron den ersten Saisonsieg. Die St. Galler gewannen zuhause 3:2. Dabei sah es anfangs nicht gut aus für die St. Galler: Fribourgs Nationalstürmer Sandro Schmid, der schon bei der Auftaktniederlage gegen Ajoie erfolgreich war und am Freitag beim 4:2-Sieg gegen Lausanne zwei Tore vorbereitete, sorgte im Startdrittel mit einer Doublette für einen Zwei-Tore-Rückstand des Heimteams.
Noch vor dem ersten Pausenpfiff lancierte Tyler Moy aber die erfolgreiche Aufholjagd der Lakers. Den Siegtreffer erzielte Gian-Marco Wetter zwölf Minuten vor Schluss.
Rapperswil-Jona Lakers - Fribourg-Gottéron 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)
4530 Zuschauer. - SR Ruprecht/Fritschi, Schlegel/Nater.
Tore: 7. Schmid (Dorthe) 0:1. 14. Schmid (Johnson, Sörensen/Powerplaytor) 0:2. 20. (19:14) Moy (Fritz) 1:2. 21. (20:57) Jensen (Rask, Fritz/Powerplaytor) 2:2. 48. Wetter 3:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 plus 5 Minuten (Rathgeb) gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Rask; Sörensen.
Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Ustinkov, Larsson; Maier, Pilut; Dufner, Capaul; Jelovac; Wetter, Dünner, Lammer; Labanc, Rask, Zangger; Hofer, Moy, Herzog; Fritz, Albrecht, Jensen; Graf.
Fribourg-Gottéron: Galley; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Johnson, Nemeth; Jecker; Bertschy, Schmid, Dorthe; Sörensen, De la Rose, Richard; Hedlund, Taibel, Marchon; Nicolet, Walser, Boppart; Etter.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Borgström, Glauser und Reber (alle verletzt). Fribourg-Gottéron ab 58:01 ohne Torhüter.
Biel – Langnau 3:4nP
Die SCL Tigers feierten ausgerechnet in Biel, wo sie zuletzt fast nie mehr gewannen (1 Sieg in 5 Spielen), den ersten Saisonsieg. Langnau führte 2:0 und 3:1, verspielte aber wie schon am Freitag gegen die ZSC Lions die Führung. Jeff Skinner und Gaëtan Haas (2) trafen für Biel. Skinner schien sich jedoch bei seinem Tor verletzt zu haben und absolvierte danach nur noch einen Shift, ehe er in der Garderobe verschwand.
Im Penaltyschiessen reüssierten Saku Maenalanen, Noah Meier und Jonathan Dahlén für die Tigers. Zum Langnauer Helden avancierte bei seinem ersten Saisoneinsatz aber Goalie Robin Meyer mit vier parierten Penaltys und 38 gehaltenen Schüssen.
Biel - SCL Tigers 3:4 (0:2, 2:1, 1:0, 0:0) n.P.
6062 Zuschauer (ausverkauft). - SR MacFarlane/Tscherrig, Allenspach/Urfer.
Tore: 5. Allenspach (Pettersson, Kinnunen) 0:1. 10. Mäenalanen (Kinnunen, Bachofner) 0:2. 25. Skinner (Stampfli) 1:2. 37. Kinnunen (Pettersson/Powerplaytor) 1:3. 40. (39:31) Haas (Zwerger, Hofer/Powerplaytor) 2:3. 52. Haas (Sablatnig) 3:3. -
Penaltyschiessen: Mäenalanen 0:1, Andersson 1:1; Pettersson -, Söderström -; Dahlen -, Sylvegard -; Meier 1:2, Sever 2:2; Schmutz -, Neuenschwander -; Andersson -, Dahlen 2:3. - Strafen: je 2mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Skinner; Björninen.
Biel: Säteri; Söderström, Zryd; Burren, Iakovenko; Trutmann, Aeschbach; Stampfli; Sylvegard, Andersson, Skinner; Vermin, Neuenschwander, Sever; Hofer, Haas, Zwerger; Sablatnig, Cajka, Bärtschi; Cattin.
SCL Tigers: Meyer; Noah Meier, Riikola; Kinnunen, Nussbaumer; Gian Meier, Baltisberger; Lehmann; Bachofner, Björninen, Mäenalanen; Allenspach, Pettersson, Dahlen; Petrini, Flavio Schmutz, Lapinskis; Julian Schmutz, Salzgeber, Eggenberger; Ramsauer.
Bemerkungen: Biel ohne Rajala (überzähliger Ausländer) und Grossmann (verletzt), SCL Tigers ohne Erni, Wagner (beide verletzt) und Petersson (überzähliger Ausländer). (abu/sda)
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