Sport
EV Zug

2:2 in der Serie: Schnyder lässt Zug in der Overtime jubeln

NLA, Playoff-Final, Spiel 4
EV Zug – SC Bern 3:2nV (2:0,0:1,0:1). Stand: 2:2
Die Zuger jubeln zum 1:0 Tor im vierten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem SC Bern, am Donnerstag, 13. April 2017, in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/En ...
Lammer lanciert die Partie mit seinem 1:0.Bild: KEYSTONE

Schnyder lässt Zug in der Overtime jubeln: «Hatte noch frische Beine»

Der EV Zug ist zurück im Meisterrennen. Die Zentralschweizer gewannen gegen Titelverteidiger Bern die zweite Partie in Folge und glichen die Finalserie auf 2:2 aus. Matchwinner war Doppeltorschütze Fabian Schnyder.
13.04.2017, 23:1414.04.2017, 08:34

«Ich habe es gar nicht richtig realisiert», beschreibt Fabian Schnyder die Szene, welche dem EV Zug in der Finalserie den Ausgleich auf 2:2 Siege beschert. Der Routinier entwischt in der dritten Minute der Verlängerung allen Bernern, lässt auch Goalie Leonardo Genoni aussteigen und trifft dann im Fallen spektakulär zum 3:2. «Ich sah, dass der Puck frei war und hatte noch ein bisschen frische Beine», sagt der Matchwinner im SRF-Interview, «ich dachte bloss: jetzt musst du es versuchen.»

Video: streamable

Frische Beine in der Verlängerung am Ende einer schon langen Saison? Schnyders Kommentar zur verwunderten Frage des Reporters, woher er die habe fällt kurz und bündig aus: «Sommertraining!»

Die Highlights der Partie

Nach ausgeglichenem Beginn geht der EVZ in der 11. Minute in Führung. Mit etwas Glück gelangt der Puck via Schlittschuh von Lino Martschini, Zugs Topskorer, Dominic Lammer vor die Kelle. Er drückt ab und schiesst das 1:0.

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Noch im Startdrittel doppeln die Hausherren nach. Nolan Diem eilt allen Bernern davon, passt zu Fabian Schnyder und der lenkt die Scheibe zum 2:0 an Leonardo Genoni ab. Ein wunderbarer Angriff wie aus dem Eishockey-Lehrbuch.

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Ein Eigentor des EVZ bringt den SC Bern zurück ins Spiel. Routinier Martin Plüss kurvt im Zuger Drittel herum, spielt die Scheibe vors Tor – und dort wird sie von Santeri Alatalo ins eigene Tor abgelenkt.

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Kurz vor Ende des zweiten Abschnitts verpasst Andrew Ebbett den Ausgleich, als der Berner an den Pfosten schiesst. 

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Aufgeschoben ist bekanntlich aufgehoben – und so dauert es im dritten Drittel keine vier Minuten, dann ist Berns Ausgleich Tatsache. Simon Moser trifft zum 2:2.

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Weitere Tore fallen in den regulären 60 Minuten Spielzeit nicht mehr, es kommt zur Verlängerung in der Bossard Arena.

Doch lange dauert die Zusatzschicht nicht; keine drei Minuten. Dann verliert Plüss die Scheibe, Blum kann sie nicht kontrollieren und Fabian Schnyder ist auf und davon. Goalie Genoni stürmt aus dem Kasten, doch der Zuger umkurvt ihn und spitzelt den Puck im Fallen ins verwaiste Tor. Eine Klasse-Aktion!

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Nun kommt es am Samstag zum fünften Spiel in Bern und bereits sicher ist, dass es auch zu einer sechsten Partie kommt. Diese findet am Ostermontag erneut in Zug statt. (ram)

Au weia, dann auch noch dies …

Gute Besserung!
Gute Besserung!bild: facebook

Das Telegramm

Zug - Bern 3:2 n.V. (2:0, 0:1, 0:1, 1:0)
7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Wiegand, Castelli/Fluri.
Tore: 12. Lammer (Martschini, McIntyre) 1:0. 16. Schnyder (Diem) 2:0. 22. Plüss 2:1. 44. Moser 2:2. 63. Schnyder 3:2. - Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Erni, Fohrler; Klingberg, Holden, Senteler; Martschini, Järvinen, Suri; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Diem, Schnyder.
Bern: Genoni; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Noreau, Gerber; Andersson; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Hischier, Plüss, Scherwey; Lasch, Ebbett, Bodenmann; Berger, Müller, Randegger; Reichert.
Bemerkungen: Zug ohne Immonen (gesperrt), Lüthi, Markkanen und Haller, Bern ohne Gagnon, Garnett, Kamerzin, Kreis, Thibaudeau, Rochow, Dubois, Meyer (alle überzählig). Pfostenschuss Ebbett (38.). (sda)

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