Shaqiri vermisst beim FCB die Mentalität: «Jeder Einzelne muss sich gewaltig steigern»
Xherdan Shaqiri, war das eine der schlimmsten Niederlagen seit Ihrer Rückkehr nach Basel?
Xherdan Shaqiri: Nein, es ist eine normale Niederlage.
Letzten Samstag haben Sie im Test in Winterthur 3:7 verloren. Eine Reaktion sieht anders aus.
Wir sind nicht schlecht in die Partie gestartet. Danach haben wir aber wieder zu einfache Gegentore kassiert. Die Ideen des neuen Trainers benötigen ein bisschen Zeit, aber im Grossen und Ganzen war das zu wenig heute. Jeder Einzelne muss sich gewaltig steigern und die Spieler, die eine Chance bekommen, müssen diese auch nutzen.
Was gibt Ihnen Hoffnung, dass es besser wird?
Wir wissen, was wir können, und dürfen uns jetzt nicht zu fest den Kopf zerbrechen, sondern weiterhin hart arbeiten, unsere Fehler abstellen und nächste Woche im Cup weiterkommen. Danach steht gegen GC bereits das nächste wichtige Heimspiel bevor.
Wie haben Sie die ersten zwei Wochen mit dem neuen Trainer erlebt?
Ganz gut. Man merkt, dass er viel Erfahrung hat und Ruhe ausstrahlt. Wir versuchen, seine Ideen möglichst schnell umzusetzen und wieder Spiele zu gewinnen. Leider hat man davon heute nicht viel gesehen. Auch, weil die Mentalität nicht gestimmt hat.
Die fehlende Mentalität wurde schon von Mirko Salvi nach der Niederlage gegen St. Gallen angesprochen. Wie könnt ihr das ändern?
Das ist immer schwierig zu beantworten. Aber jeder sollte bei sich selbst beginnen. Wir sollten zumindest unsere Zweikämpfe öfter gewinnen und als Kollektiv verteidigen. Wir lassen dem Gegner aktuell viel zu viele Räume und das wird knallhart bestraft. Die ersten beiden Tore fielen viel zu einfach.
Die Fans im Gästesektor schickten die Mannschaft mit Pfiffen in die Garderobe. Was löst das bei Ihnen aus?
Mehrere Tausend Menschen kommen, um uns hier anzufeuern – es hatte mehr Gäste- als Heimfans. Da ist eine solche Reaktion absolut verständlich. (bzbasel.ch)
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