Luzerns neuer Goalie kassiert das nächste faule Ei – so reagiert sein Trainer
«Simoni tat mir etwas leid nach dem Fehler. Es ist nicht so cool, wenn du jung bist und den dritten Bock hast.» Das sagte – kein Luzerner, sondern der Captain des Gegners, Lukas Görtler. Beim turbulenten 2:2 gegen den FCSG langte der 22-jährige Torhüter beim Führungstreffer der St.Galler daneben.
Simon Simoni steht neu zwischen den Pfosten des FC Luzern. In St.Gallen leistete er sich im dritten Super-League-Einsatz seinen dritten üblen Patzer. Auch in Sion kassierte er das 0:1, als er einen Distanzschuss zwischen den Beinen hindurch liess. Und gegen Thun sah der albanische Nationalgoalie bei einem der Gegentreffer ebenfalls nicht gut aus.
Trainer stärkt Torhüter den Rücken
Nach zwei Niederlagen zum Auftakt holte Luzern in St.Gallen immerhin den ersten Punkt in dieser Saison. Und trotz seiner Böcke darf Simon Simoni weiterhin ins Tor.
«Ein Goalie-Wechsel ist keine Option», betonte FCL-Trainer Udo Portmann in der «Luzerner Zeitung». Simoni mache vieles gut, spiele aufmerksam mit und sei stark in der Spieleröffnung. «Im Moment hat er einfach diese Dinge, die sofort bestraft werden.»
Nach dem Abgang von Pascal Loretz zu Hannover 96 ist Simoni die neue Nummer 1 in der Zentralschweiz. Er wechselte aus Deutschland, wo er letzte Saison insgesamt drei Spiele in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal bestritt, nach Luzern. Dort bildet er gemeinsam mit Tim Hottiger (21) und Raphael Radkte (24) ein junges Torwart-Trio. (ram)
