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GC feiert ersten Saisonsieg, Luzern trifft in letzter Minute gegen Vaduz

Der Torschuetze Amir Abrashi (GC), 2. von rechts, jubelt nach dem Tor zum 1:0 bei dem Spiel der Fussball Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich (GC) und dem FC St. Gallen (FCSG) am Mittwoc ...
Captain Amir Abrashi (Zweiter von rechs) brachte GC gegen den FCSG in Front.Bild: keystone

GC feiert den ersten Saisonsieg – Luzern trifft in letzter Minute gegen Vaduz

02.09.2026, 19:1902.09.2026, 22:54

GC – FCSG 2:0

Die Grasshoppers haben sich zum 140-jährigen Vereinsjubiläum selbst das schönste Geschenk gemacht. Die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler feierte im heimischen Letzigrund einen 2:0-Erfolg gegen den FC St.Gallen und sicherte sich den ersehnten ersten Saisonsieg. «Nach dem 2:5 in Vaduz brauchte es eine Reaktion und die kam heute, jeder kämpfte leidenschaftlich», freute sich GC-Captain Amir Abrashi bei «Blue». Er sei «überglücklich, aber es war erst ein erster Schritt».

Für die Ostschweizer setzt sich die Negativspirale hingegen fort: Das Team kassierte wettbewerbsübergreifend bereits die vierte Niederlage in Serie. «Die vielen Spiele zehren an der Kraft, aber das kann man nicht als Ausrede nehmen», sagte Christian Witzig. Momentan fehle etwas das Wettkampfglück, meinte das St.Galler Eigengewächs im SRF. «Es gibt nur eins: Dranbleiben, weiter Vollgas geben.»

Vor den Augen der emotional gefeierten GC-Legende Richard Nuñez zeigten die Zürcher von Beginn an viel Engagement. In der 36. Minute belohnten sich die Hoppers: Nach einem Corner landete der Ball bei Captain Amir Abrashi, der im Stile eines Torjägers zum 1:0 einschoss. Für den Routinier, der kürzlich seine elfjährige Torflaute in der Super League beendet hatte, war es der zweite Saisontreffer. «Es lag mir schon auf dem Magen, dass ich nie treffen konnte», sagte Abrashi, «aber glücklicher als über das Tor bin ich über die drei Punkte».

St.Gallen zeigte sich bemüht, sündigte aber im Abschluss. Kurz vor der Pause verpasste Christian Witzig den Ausgleich, als er den Ball an den Pfosten setzte (43.). Auch der wirblige Aliou Baldé scheiterte mehrfach an der GC-Defensive oder am stark aufspielenden Liga-Debütanten Marvin Hübel im Zürcher Tor. «Es waren keine schönen Wochen», sagte dieser. «Ich bin deshalb extrem froh, dass es mit den drei Punkten geklappt hat.»

In der zweiten Halbzeit machten die Gastgeber den Deckel drauf. Der erst kurz zuvor eingewechselte Südkoreaner Young-jun Lee traf in der 69. Minute aus spitzem Winkel zum 2:0-Endstand.

Grasshoppers – St.Gallen 2:0 (1:0)
5925 Zuschauer. - SR Qovanaj.
Tore: 36. Abrashi 1:0. 69. Lee Young-Jun 2:0.
Grasshoppers: Hübel; Stroscio, Bettkober, Pllana (83. Mikulic), Rissi; Clemente (75. Morandi), Guibelalde, Abrashi (75. Hassane); Bengondo (65. Plange), Muci (65. Lee Young-Jun), Krasniqi.
St.Gallen: Zigi; Okoroji, Kleine-Bekel, Stanic; Daschner (67. Boukhalfa); Vandermersch (61. Stevanovic), Görtler, Frokaj (61. Scherrer), Owusu (62. Ruiz); Witzig, Balde (82. Besio).
Bemerkungen: Verwarnungen: 25. Kleine-Bekel, 54. Stroscio, 58. Stanic.

Luzern – Vaduz 2:1

In Luzern lief alles auf eine Punkteteilung hinaus – bis der eingewechselte Nando Toggenburger aus dem Gewühl heraus den Ball über die Linie drückte. Es war der Schlusspunkt einer Partie, bei der zahlreiche Chancen auf beiden Seiten ausgelassen wurden.

Wie schon am Sonntag, als Vaduz den ersten Sieg in der laufenden Meisterschaft einfuhr, hatte auch am Mittwochabend Lufti Dalipi seine Füsse bei den gefährlichen Aktionen der Liechtensteiner im Spiel. Nach einer eher dürftigen ersten Halbzeit leitete die 20-jährige Leihgabe der Young Boys mit einer schönen Einzelaktion die zu diesem Zeitpunk schmeichelhafte Führung für die Gäste ein. Julian Stark musste in der Mitte 26 Sekunden nach Wiederanpfiff nur noch den Fuss hinhalten.

Die Luzerner belohnten sich noch vor Ablauf der Spielstunde für den betriebenen Aufwand. Rechtsverteidiger Ruben Dantas Fernandes traf mit einem Schlenzer sehenswert. Schliesslich jubelten die Luzerner nur fünf Minuten nach dem Ausgleich über das vermeintliche 2:1. Weil dem Treffer von Toggenburger jedoch ein Foulspiel vorausgegangen war, zählte der Treffer nicht. Jubeln konnte der Luzerner Joker am Ende trotzdem. Wie Ruben Dantas Fernandes traf er zum ersten Mal in der Super League.

Die luzerner mit Nando Toggenburger, links, feiern das Tor zum 2:1 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Vaduz vom Mittwoch, 2. September 2026 in Luzern. (KEYSTONE/Ur ...
Luzerns Siegtorschütze: Nando Toggenburger (links).Bild: keystone

Luzern – Vaduz 2:1 (0:0)
8605 Zuschauer. - SR Kanagasingam.
Tore: 46. Stark (Dalipi) 0:1. 59. Fernandes 1:1. 91. Toggenburger 2:1.
Luzern: Letica; Fernandes (82. Lüthi), Bung Hua Freimann, Bung Meng Freimann, Ciganiks; Owusu (57. Wyss), Zimmermann (72. Lucas Ferreira), Bertone, Di Giusto; Mikolajewski (82. Meyer), Bongeli (57. Toggenburger).
Vaduz: Schaffran; Hasler, Simani, Berisha, Schwizer (73. Sawadogo); Mack (90. Walker); Stark, Cocic (62. Kasper), Cabrera; Monsberger (73. Djokic), Dalipi.
Bemerkungen: Verwarnungen: 3. Bung Hua Freimann, 38. Simani, 38. Ciganiks, 48. Monsberger, 49. Fernandes, 83. Bung Meng Freimann, 88. Djokic, 94. Berisha, 94. Toggenburger.

Thun – Lausanne 0:0

In einer intensiven Partie fehlten am Ende die gültigen Treffer. Die Gäste erwischten den besseren Start und jubelten früh zweimal. Doch sowohl der vermeintliche Treffer von Enzo Molebe (5.) als auch ein Eigentor von Thuns Simon Lengen (7.) wurden vom Schiedsrichter korrekterweise annulliert. Lausanne prüfte Keeper Steffen danach nochmals gefährlich, bevor die Berner das Zepter zunehmend übernahmen.

Schiedsrichter Marijan Drmic prueft ein vermeintliches Tor von Lausanne auf dem VAR-Bildschirm, im Super League Spiel zwischen dem FC Thun und dem FC Lausanne-Sport, am Mittwoch, 2. September 2026 im  ...
Häufig im Fokus: Schiedsrichter Marijan Drmic.Bild: keystone

Nach dem Seitenwechsel drückte Thun auf die Führung. In der 63. Minute liess Brighton Labeau die Heimfans jubeln, doch der Video-Schiedsrichter griff ein: Der Stürmer hatte den Ball mit der Hand mitgenommen. In der Schlussphase verteidigte Lausanne leidenschaftlich gegen die anrennenden Thuner. Da die Oberländer den Abwehrriegel trotz der frischen Kräfte von Fabio Saiz und Nils Reichmuth nicht mehr knacken konnten, blieb es beim leistungsgerechten 0:0. Damit verpassen beide Teams den erhofften Sprung in die obere Tabellenhälfte.

Thun – Lausanne-Sport 0:0
5014 Zuschauer. - SR Drmic.
Thun: Steffen; Dähler, Bürgy, Bamert, Strannegård (62. Fehr); Maier, Roth (81. Käit), Zoukit, Reichmuth (75. Saiz); Lengen (62. Dursun), Labeau (82. Christoffersson).
Lausanne-Sport: Mastil; Soppy, Sow, Poaty, Bergvall; Koné (71. NDiaye), Custodio (86. Koindredi); Butler-Oyedeji (71. Cozza), Mollet, Molebe (61. Traore); Janneh.
Bemerkungen: Verwarnungen: 63. Dursun, 88. Zoukit, 90. Sow, 93. Fehr.

Die Tabelle

(ram/sda)

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