Wegen fehlendem Extrazug für FCZ-Fans: Wallis und Sion ziehen Spiel vor
Das Spiel zwischen dem FC Sion und dem FC Zürich wird vorgezogen. Statt um 20.30 Uhr wird die Partie bereits um 18 Uhr angepfiffen. Dies teilte der FC Sion mit am Freitagmittag mit. Der Entscheid wurde vom Kanton Wallis und der Stadt Sitten beschlossen, wie der Klub erklärte. Grund sei «das Fehlen eines für die Zürcher Fans organisierten Extrazugs sowie die damit verbundenen Sicherheitsrisiken».
Durch die Vorverschiebung der Partie können die FCZ-Fans nach Abpfiff mittels einem Regelzug doch noch zurück nach Zürich reisen. Die Walliser Behörden fürchteten wohl, dass diese die Nacht andernfalls in der Sittener Innenstadt oder am Bahnhof verbracht hätten. Schon am letzten Wochenende wurde die Samstagabendpartie früher angepfiffen als üblich. Das Spiel zwischen dem FC Lugano gegen den FC St.Gallen begann bereits um 19 Uhr – auch da war der Grund ein fehlender Extrazug für die Gästefans.
Die Problematik ist neu und hängt mit dem Entscheid der SBB zusammen, ab dieser Saison nicht mehr in jedem Fall Extrazüge bereitzustellen. So sollen nur noch Fanzüge fahren, wenn auch der Regelfahrplan zu dem Zeitpunkt Fahrten auf der entsprechenden Route vorsieht. Die SBB begründeten den Entscheid mit dem erhöhten Spardruck, dem sie sich ausgesetzt sähen. Zudem seien die Einnahmen für die Extrazüge zurückgegangen, was unter anderem daran liege, dass immer mehr Menschen ohne Tickets in den Zügen mitfahren würden.
Die Änderung der Anspielzeit betrifft auch die übertragenden TV-Sender SRF und Blue. Das Schweizer Fernsehen muss nun schon den zweiten Samstag infolge sein Programm anpassen.
Auf Anfrage von watson antwortet SRF zur kurzfristigen Verschiebung: «Wir nehmen den Entscheid zur Kenntnis. Die kurzfristige Vorverschiebung ist sowohl für uns als auch für unser Publikum eine Herausforderung. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer orientieren sich bei ihrer Planung an der kommunizierten und grundsätzlich fixen Anspielzeit um 20.30 Uhr, weshalb kurzfristige Änderungen zu einer geringeren Reichweite führen können.»
Für den Pay-TV-Sender Blue ist dies ebenfalls ein Nachteil, da das im Free-TV übertragene Spiel nun gleichzeitig mit den anderen beiden Super-League-Partien vom Samstag angepfiffen wird. Es ist davon auszugehen, dass beide Sender nicht einverstanden wären, sollten sich solche kurzfristigen Änderungen der Anspielzeiten in Zukunft häufen. (nih)
