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Hyrox-Star Joanna Wietrzyk entschuldigt sich nach Durchfall-Eklat

Hyrox-Star entschuldigt sich nach Durchfall-Eklat – doch nicht alle sind damit zufrieden

Die australische Hyrox-Athletin Joanna Wietrzyk gewann am letzten Wochenende einen Wettkampf, obwohl sie währenddessen von Durchfall geplagt wurde. Nun reagierte sie auf die Kritik daran.
18.09.2026, 07:4818.09.2026, 07:48

Joanna Wietrzyk hat sich in einem Statement für den Vorfall bei einem Hyrox-Rennen in Peking vom letzten Wochenende entschuldigt. «Ich möchte mich aufrichtig beim chinesischen Volk, meinen Konkurrenten, den Zuschauerinnen und den Organisatoren entschuldigen», schrieb die 24-jährige Australierin auf Instagram.

Wietrzyk litt während des Wettbewerbs offensichtlich an Durchfall, wie Bilder und Videos zeigten. Die Australierin beendete das Hyrox-Rennen, obwohl ihr Fäkalien an den Beinen herunterliefen, und holte sich gar den Sieg. Ihre Konkurrentinnen und Konkurrenten mussten Bereiche nutzen, die wohl mit Kot beschmiert waren. Deshalb sah sich Wietrzyk dem Vorwurf ausgesetzt, die Gesundheit anderer gefährdet zu haben.

«Rückblickend bereue ich die Entscheidung, nicht von der Bahn gegangen zu sein. Ich erkenne, dass ich anders hätte handeln sollen», schreibt sie nun. «Ich übernehme die Verantwortung für meinen Entscheid und das Unbehagen und die Beeinträchtigungen, die ich damit verursacht habe, tun mir sehr leid.»

Zu Beginn des Rennens habe sie sich komplett gesund und fit gefühlt, weshalb mit einem solchen Vorfall nicht zu rechnen gewesen sei. Aufgrund der Anstrengungen bei dem Wettkampf, der Kraft- und Ausdauersport verbindet, ist ein Auftreten von Durchfall nicht ungewöhnlich. Unter anderem, weil die Muskulatur mehr Blut benötigt und der Darm deshalb schlechter durchblutet ist.

Surprise
Wietrzyk während des Wettbewerbs.Bild: Visual China Group

Sie wisse, dass ihre Handlungen auch andere betroffen hätten, und dafür wolle sie sich entschuldigen, erklärte Wietrzyk nun. «Ich lerne aus dieser Erfahrung und ziehe Lehren daraus: unter anderem, dass es im Leben mehr gibt als nur Wettkämpfe zu bestreiten und zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, sich zurückzuziehen.» Die 24-Jährige erklärte zudem, sich nachträglich aus dem Rennen zurückzuziehen und damit die Punkte, die sie für ihren Sieg erhalten hat, abzugeben.

Nun werde sich Wietrzyk Zeit nehmen, um sich zu erholen, das Geschehene zu reflektieren und sich um sich selbst sowie ihre Familie zu kümmern. «Abseits des ganzen Lärms.»

Die Entschuldigung kommt aber nicht bei allen gut an. Einige sehen den Post als Versuch, ihren Ruf zu retten. In den letzten Tagen prasselte viel Kritik auf Wietrzyk ein. Besonders, dass die Entschuldigung erst fünf Tage nach dem Wettbewerb komme und der Hyrox-Star nach dem Sieg, noch erklärt hatte «ein Sieg ist ein Sieg» lässt manche an der Aufrichtigkeit zweifeln. So kommentiert beispielsweise die Crossfit-Athletin Ashley Bélanger: «Das ist eine erzwungene Entschuldigung, um ihre Karriere zu retten.»

Doch nicht nur Wietrzyk sah sich grosser Kritik ausgesetzt. Auch die Hyrox-Organisatoren kamen nicht gut weg, weil sie die Australierin nicht aus dem Wettbewerb genommen haben. Mitgründer Moritz Fürste entschuldigte sich bei allen Betroffenen und kündigte Regeländerungen an, die solche Situationen in Zukunft verhindern sollen. Nun wurde bekannt, dass Wietrzyks Konkurrentinnen die Antrittsgelder zurückerstattet wurden.

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81 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Das Klavier singt Schlagzeug
18.09.2026 08:26registriert Juni 2024
Mal abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, sie und auch die Jury hätten sie sofort stoppen müssen, finde ich es irgendwie bedenklich, dass man es nie richtig machen kann. Sich nicht zu entschuldigen wird als falsch angesehen, und wenn sie sich entschuldigt, ist es nicht ehrlich genug, oder was auch immer.
Und die Medien tragen dabei einen grossen Teil bei, indem sie einzelne Posts von irgendwelchen Athleten, wie in diesem Fall von einer Crossfiterin so darstellen, als wäre dies einen Mehrheitsmeinung und so die Polarisierung weiter anheizen....

Lassen wir es doch einfach mal gut sein...
20014
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Philomaniac
18.09.2026 08:08registriert Januar 2018
Dass sie selbst nicht in der Lage war, während des Wettkampfs die richtige Entscheidung zu treffen, mag noch nachvollziehbar sein.
Unverständlich ist hingegen, dass die Verantwortlichen des Verbandes nicht eingeschritten sind. Für die nachfolgenden Athletinnen und Athleten herrschten dadurch nicht mehr die gleichen Wettkampfbedingungen, wodurch die Chancengleichheit beeinträchtigt wurde.
1392
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goalfisch
18.09.2026 07:56registriert März 2020
Hört doch jetzt auf mit diesem Scheissthema. Mir stinkt es, dass ihr dauernd über Fäkalien berichtet. Dann lieber mal etwas über die neuen Anforderungen an Kläranlagen und was uns das alles kostet. DAS wäre Journalismus.
11510
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