Infantinos Friedensplan: Israel–Palästina soll U15-Turnier eröffnen – Russland willkommen
Im September soll in den USA ein neues U15-Turnier stattfinden – das Eröffnungsspiel könnte dabei für sehr viel Brisanz sorgen: Israel gegen Palästina. Es würden zwei Teams aufeinandertreffen, deren Länder sich aktiv in einem Konflikt befinden. Während im Gazastreifen Krieg herrscht, sollen nun ihre 15-Jährigen das Turnier eröffnen und ein Zeichen für den Frieden setzen.
Neues Festival-Format
Es soll sich bei diesem Turnier nicht um eine offizielle U15-Weltmeisterschaft handeln, sondern um ein neues Turnier im Festival-Format. Zusätzlich sind anders als bei den Weltmeisterschaften alle 211 FIFA-Mitglieder eingeladen – inklusive Russland, dessen Nationalmannschaft seit dem Angriff auf die Ukraine weiterhin gesperrt ist.
Zum Start soll es ein reines Jungs-Turnier sein, wobei das Jahr darauf eine Mädchen-Ausgabe geplant wird. Ab 2028 soll es dann zwei separate Festivals pro Jahr geben. Ein Austragungsort steht noch nicht fest – als wahrscheinlichste Variante gilt Miami.
Fussball als Friedensplan
Gianni Infantino verfolgt das Ziel, den Fussball als Mittel für den Frieden zu nutzen. Im April beim FIFA-Kongress in Vancouver versuchte er kläglich, zwischen palästinensischen und israelischen Delegierten einen Handschlag hinzukriegen. Ein sehr unangenehmer Moment.
Der FIFA-Präsident blieb dennoch zuversichtlich: «Ich möchte den beiden Vertretern aus Israel und Palästina danken, die über dieselben Rechte, Pflichten und Verpflichtungen verfügen und Mitglieder der FIFA sind», sagte Infantino. «Wir werden zusammenarbeiten – lasst uns gemeinsam den Kindern Hoffnung geben, lasst uns gemeinsam darauf hinarbeiten», forderte er und möchte mit dem neuen Format erneut einen Friedensversuch starten und die Zusammenarbeit fördern.
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