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FIFA-Präsident Infantino möchte mit U15-Turnier den Frieden fördern

epa12925493 Jibril Rajoub (R), President of the Palestinian Football Association, gestures as FIFA President Gianni Infantino (C), and Moshe 'Shino' Zuares (L), President of the Israel Footb ...
Gianni Infantino versucht vergeblich, die Vertreter Palästinas und Israels zusammenzubringen.Bild: keystone

Infantinos Friedensplan: Israel–Palästina soll U15-Turnier eröffnen – Russland willkommen

Der FIFA-Präsident Gianni Infantino plant ein neues U15-Turnier in den Vereinigten Staaten – im Eröffnungsspiel soll Israel auf Palästina treffen. Alle 211 FIFA-Mitglieder sind eingeladen, teilzunehmen – einschliesslich Russland. Dies gehört alles zu Infantinos Vision, den Fussball zur Förderung des Friedens zu nutzen.
16.06.2026, 14:4916.06.2026, 15:03

Im September soll in den USA ein neues U15-Turnier stattfinden – das Eröffnungsspiel könnte dabei für sehr viel Brisanz sorgen: Israel gegen Palästina. Es würden zwei Teams aufeinandertreffen, deren Länder sich aktiv in einem Konflikt befinden. Während im Gazastreifen Krieg herrscht, sollen nun ihre 15-Jährigen das Turnier eröffnen und ein Zeichen für den Frieden setzen.

Neues Festival-Format

Es soll sich bei diesem Turnier nicht um eine offizielle U15-Weltmeisterschaft handeln, sondern um ein neues Turnier im Festival-Format. Zusätzlich sind anders als bei den Weltmeisterschaften alle 211 FIFA-Mitglieder eingeladen – inklusive Russland, dessen Nationalmannschaft seit dem Angriff auf die Ukraine weiterhin gesperrt ist.

Zum Start soll es ein reines Jungs-Turnier sein, wobei das Jahr darauf eine Mädchen-Ausgabe geplant wird. Ab 2028 soll es dann zwei separate Festivals pro Jahr geben. Ein Austragungsort steht noch nicht fest – als wahrscheinlichste Variante gilt Miami.

Fussball als Friedensplan

Gianni Infantino verfolgt das Ziel, den Fussball als Mittel für den Frieden zu nutzen. Im April beim FIFA-Kongress in Vancouver versuchte er kläglich, zwischen palästinensischen und israelischen Delegierten einen Handschlag hinzukriegen. Ein sehr unangenehmer Moment.

Gianni Infantino versucht vergeblich, die Vertreter Palästinas und Israels zusammenzubringen.Video: watson

Der FIFA-Präsident blieb dennoch zuversichtlich: «Ich möchte den beiden Vertretern aus Israel und Palästina danken, die über dieselben Rechte, Pflichten und Verpflichtungen verfügen und Mitglieder der FIFA sind», sagte Infantino. «Wir werden zusammenarbeiten – lasst uns gemeinsam den Kindern Hoffnung geben, lasst uns gemeinsam darauf hinarbeiten», forderte er und möchte mit dem neuen Format erneut einen Friedensversuch starten und die Zusammenarbeit fördern.

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quelle: keystone / andre penner
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