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Balogun: Diese Frage drängt sich für Ex-FIFA-Präsident Blatter jetzt auf

Former UEFA president Michel Platini leaves courthouse after the verdict of appeal in Switzerland MUTTENZ, SWITZERLAN - MARCH 25: Former FIFA president Sepp Blatter speaks to press after leaving the c ...
Sepp Blatter im Frühling des vergangenen Jahres.Bild: www.imago-images.de

Diese Frage drängt sich für Ex-FIFA-Präsident Blatter jetzt auf

Die Fussballwelt ist entsetzt über den jüngsten Entscheid der FIFA. Sie begnadigt den US-Stürmer Folarin Balogun und es wirkt, als ob der Weltverband dies auf Geheiss von Donald Trump so entschieden hat. Zu viel auch für Sepp Blatter, den langjährigen Präsidenten der FIFA.
06.07.2026, 10:1506.07.2026, 12:43

Folarin Balogun ist der wichtigste Stürmer der USA an dieser WM, er hat schon drei Tore erzielt. Auch im Sechzehntelfinal gegen Bosnien-Herzegowina trifft er – doch später fliegt er vom Platz. Der Schiedsrichter fällt den Entscheid nach Rücksprache mit dem VAR. Der Entscheid wird als hart taxiert, aber getreu den Regeln kann für Fouls wie jenes von Balogun die Rote Karte gezeigt werden.

Doch dann die Kehrtwende. Offenbar interveniert US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino, woraufhin die Spielsperre, die jede Rote Karte automatisch nach sich zieht, aufgehoben wird. Balogun muss sie nicht im Achtelfinal gegen Belgien (Dienstag, 2 Uhr) absitzen, sondern wird auf Bewährung gesetzt.

Das ist ein Vorgehen, das so nicht gehen dürfe, findet Sepp Blatter. Der 90-Jährige aus Visp war Infantinos Amtsvorgänger und ist seit der Machtübernahme ein scharfer Kritiker des Brigers. «Rote Karten werden nicht durch politische Telefonate aufgehoben», erinnert Blatter in einem Post auf X. «Sie werden durch Regeln, Beweise und unabhängige Gremien aufgehoben.»

Blatter verurteilt die Einmischung eines Politikers: «Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert – und ein Spieler plötzlich vor einem WM-K.o.-Spiel freigesprochen wird –, drängt sich die Frage unweigerlich auf: Quo vadis, FIFA?»

Auf deutsch: Wie soll das noch weitergehen? Der Fussball dürfe niemals zum Spielfeld für politische Macht werden, betont Blatter.

(ram)

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