30 statt 15 Minuten? FIFA wird mit Halbzeitshow im Final wohl überziehen
Marc Cucurella kennt sich mit längeren Halbzeitpausen in den USA schon aus. Der spanische Aussenverteidiger stand mit Chelsea im Final der Klub-WM im letzten Sommer, den die Londoner gegen Paris Saint-Germain 3:0 gewannen. Damals dauerte die Halbzeitpause wegen einer Show 24 Minuten.
Auch im WM-Final am Sonntag (21 Uhr) werden sich Cucurella und die anderen Spieler gedulden müssen, bis es nach der Pause weitergeht. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass die FIFA überziehen werde. Gemäss Reglement darf der Unterbruch zwar nicht länger als 15 Minuten dauern. Laut BBC könnte er allerdings zwischen 20 und 25 Minuten lang sein.
Gemäss «The Athletic» strebt die FIFA an, dass die Halbzeitshow nicht länger als 20 Minuten dauert. Der «Telegraph» hingegen warnt, die Show könne sich gar bis zu 30 Minuten hinziehen. Von der FIFA gab es auf Anfrage dieser Medien keine Stellungnahme.
Feier vor und während des Finals
Offiziell ist geplant, dass die Darbietung elf Minuten dauern wird. «Inklusive Auf- und Abbau der Bühne wird die Halbzeitshow nicht länger als 15 Minuten dauern», versprach Chefproduzent Hugh Evans der ARD. Dem widersprachen nun mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Geplant ist im MetLife Stadium in New Jersey vor den Toren New Yorks eine Halbzeitshow im Stil des Super Bowl. Dabei werden Madonna, Justin Bieber, Shakira, BTS, Burna Boy, Gustavo Dudamel und PS22 Chorus, ein Schülerchor, auftreten. «Es wird ein Fest des Fussballs, der Einheit und der gemeinsamen Menschlichkeit sein, dessen Nachhall weit über den Schlusspfiff hinausreichen wird», kündigte FIFA-Präsident Gianni Infantino an.
Gefeiert wird bereits vor dem Anpfiff ein erstes Mal. 90 Minuten, bevor es los geht, steigt eine Abschlusszeremonie. An dieser Show werden Robbie Williams, Laura Pausini oder Nicole Scherzinger singen – aber auch Schauspieler wie Tom Cruise oder Influencer wie IShowSpeed werden eingebunden. Zudem singt, obwohl das US-Team in den Achtelfinals ausgeschieden ist, Jennifer Hudson die amerikanische Nationalhymne «The Star-Spangled Banner». (ram)
