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Gianni Infantino: Belgien entzieht FIFA-Präsident das Vertrauen

epa13215592 FIFA President Gianni Infantino gestures as attends the FIFA U-20 Women's World Cup group A soccer match between Poland and Argentina in Katowice, Poland, 05 September 2026. EPA/Jarek ...
Zumindest in Europa verliert Gianni Infantino immer mehr an Rückhhalt.Bild: keystone

Belgien entzieht Gianni Infantino Vertrauen und plant Konfrontation

In Europa geniesst der FIFA-Präsident kein Vertrauen mehr. Dahinter steckt ein ungelöster Eklat – und eine Forderung, die Infantino besonders unangenehm werden könnte.
08.09.2026, 01:0608.09.2026, 06:29
Ein Artikel von
t-online

Der belgische Fussballverband RBFA hat FIFA-Präsident Gianni Infantino die Unterstützung bei der Wiederwahl im März 2027 entzogen, das teilte der Verband am Montag mit. RBFA-Präsidentin Pascale Van Damme sitzt im FIFA-Council und will den «Fall Balogun» auf die Agenda der Council-Sitzung am 15. Oktober zu setzen.

Bei WM-Endrunde wurde eine Rote Karte an US-Stürmer Folarin Balogun vor dem K.o.-Spiel gegen Belgien zurückgenommen. Van Damme erklärte. «Zwei Monate nach den Vorfällen stellen wir fest, dass unsere Fragen bis heute unbeantwortet geblieben sind. Infolgedessen habe ich die FIFA gebeten, den ‹Fall Balogun› auf die Agenda der nächsten Sitzung setzen zu lassen.»

Im Kern geht es um die mögliche Einmischung von US-Präsident Donald Trump bei der Aufhebung von Baloguns Sperre. Ein bestätigtes Telefonat zwischen Trump und Infantino soll die Ethikkommission untersuchen. Schon Ende Juli hatte Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness eine formelle Beschwerde gegen die FIFA in diesem Fall angekündigt.

Belgien beklagt «Mangel an Transparenz» von Infantino

Dem belgischen Schritt kommt besonderes Gewicht zu, weil Van Damme als Council-Mitglied direkt Einfluss auf die Tagesordnung nehmen kann. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf sitzt für die UEFA im FIFA-Council.

Die Belgier beklagen «den Mangel an Transparenz» sowie Defizite in der «Governance» an der FIFA-Spitze. Infantino plant im März 2027 dennoch zur Wahl anzutreten. Das liess der 56-jährige Schweizer am Sonntag durch einen Fifa-Sprecher verkünden.

Die UEFA fordert seinen Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Hintergrund ist seine Rolle beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an FIFA-Turnieren an private Investoren – teils aus dem Umfeld Trumps – zu verkaufen. Gelingt es der UEFA nicht, Infantino zum Aufgeben zu bewegen, will sie einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Als möglicher Herausforderer gilt der Kanadier Victor Montagliani. Er ist Chef der Verbände aus Nord-, Mittelamerika und der Karibik. (t-online/sid)

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Gianni Infantino – aus einem Dorf im Wallis an die Spitze der FIFA
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Seit 2016 ist Gianni Infantino Präsident des Weltfussballverbands FIFA. Das waren die wichtigsten Momente und Stationen in der Karriere des Wallisers.

quelle: keystone / tony gutierrez
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