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FIFA wollte, dass Infantino behandelt wird wie Trump – WM-Stadt lehnt ab

President Donald Trump is greeted by FIFA President Gianni Infantino during the draw for the 2026 soccer World Cup at the Kennedy Center in Washington, Friday, Dec. 5, 2025. (Jia Haocheng/Pool Photo v ...
Gianni Infantino sollte in den Augen der FIFA wie US-Präsident Donald Trump behandelt werden.Bild: keystone

FIFA wollte, dass Infantino wie Trump behandelt wird – doch WM-Stadt lehnte ab

28.04.2026, 16:2529.04.2026, 13:03

Die Fussball-Weltmeisterschaft beginnt in gut sechs Wochen. Die Vorbereitungen bei den Gastgeberländern und auch der FIFA laufen deshalb auf Hochtouren. Ein grosser Punkt sind natürlich die Sicherheitsvorkehrungen. Im Vorfeld des FIFA-Kongress, der am Donnerstag in Vancouver stattfindet, lehnte die kanadische Stadt eine Forderung des Weltfussballverbands ab.

Die FIFA forderte vom WM-Gastgeber im Südwesten Kanadas, dass Infantino spezielle Bewilligungen bekommt. Dies berichtet der Fernsehsender «Global BC». So sollte der 56-jährige Walliser unter anderem das Recht einer Auto-Eskorte auf Sicherheitsstufe 4 erhalten. Diese ist beispielsweise dem US-Präsidenten vorbehalten und erlaubt es, auf abgesperrten Strassen und über rote Ampeln zu fahren. Kanadas Premierminister Mark Carney erhält jeweils die nächsttiefere Stufe.

Update
Die FIFA hat in einer Stellungnahme gegenüber watson klargestellt, dass Präsident Gianni Infantino «in keiner Weise in die Forderungen in Bezug auf seinen Transport oder seine Sicherheit involviert war oder darüber Bescheid wusste». Stattdessen habe das Organisationskomitee FWC26 Canada mit den lokalen Behörden im Austausch gestanden.

«Die FIFA kommtentiert die Transport- und Sicherheitsprotokolle, die den FIFA-Präsidenten involvieren, nicht und bedankt sich bei den Strafverfolgungsbehörden in Vancouver für die Unterstützung in dieser Woche», heisst es weiter.

Die Stadt Vancouver lehnte dies jedoch ab. «Alle getroffenen Verkehrsmassnahmen werden angemessen und verhältnismässig sein und im Einklang damit stehen, wie Vancouver grosse internationale Veranstaltungen sicher ausrichtet», hiess es in einer Medienmitteilung.

Wäre Infantino dieses Privileg genehmigt worden, hätte das bei den Bürgerinnen und Bürgern Vancouvers wohl für grosses Unverständnis gesorgt. In einer Strassenumfrage des Senders konnte die Frage, wer der FIFA-Präsident sei, niemand beantworten. Eine Frau antwortete: «Ich weiss es nicht und es ist mir egal.» Immerhin stellte die FIFA nicht die Forderung nach Sicherheitsstufe 5. Diese ist ausschliesslich für den Papst vorgesehen.

Trotz der abgelehnten Forderung des Weltverbands plagen die gut 750'000 Einwohner Sorgen bezüglich der bevorstehenden WM. So wurden den Steuerzahlerinnen die Sicherheitskosten bisher vorenthalten. Es wird mit dem grössten Polizeiaufgebot in Vancouvers Geschichte gerechnet – und die Vergangenheit lässt nichts Gutes erahnen.

Bei den Olympischen Spielen 2010 wurde mit Kosten in Höhe von 175 Millionen kanadischen Dollar gerechnet, am Ende waren es über 900 Millionen. Damals entsprach ein kanadischer Dollar etwas weniger als einem Franken. Vor zehn Monaten schätzte die Stadt die Sicherheitskosten auf 345 Millionen kanadische Dollar, was knapp 200 Millionen Franken wären. Seither habe es kein Update gegeben, der Sprecher von «Global BC» ist sich aber sicher: «Es hat sich ohne Zweifel geändert.» (nih)

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quelle: keystone / mike stewart
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116 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Arthurius
28.04.2026 16:37registriert Januar 2026
Es ist genau diese Arroganz und Borniertheit, welche Infantino und low-iq-Trump miteinander verbindet und beide für die Menschheit fast unerträglich machen.
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ChriLu14
28.04.2026 16:38registriert Mai 2022
Solche Vorstellungen und Wünsche entstehen, wenn ein Provinzler mit ein bisschen Bauerschläue an eine Position gerät, die eigentlich 3 Nummern zu gross für ihn ist - manche können den Erfolg einfach nicht verkraften ...
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Bikemate
28.04.2026 17:02registriert Mai 2021
Kanada macht gerade sehr viel richtig. Bravo!
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