Statement der LAFC-Verantwortlichen: «Sind offen für Gespräche über Verkauf von GC»
Die Fans der Grasshoppers sind wütend auf die US-Besitzer ihres Vereins. Dazu fanden die Anhänger von GC beim Heimspiel gegen Luzern am Wochenende klare Worte. So hissten Fans in der Kurve ein Bruchband mit den Worten «Fuck off LAFC». Gemeint ist damit der Los Angeles FC, zu dem GC seit mehr als zwei Jahren gehört.
Am Dienstag haben die Besitzer nun auf die Proteste der Fans reagiert. So veröffentlichte der LAFC ein Statement, in welchem er sich an die «Community des Grasshopper Club Zürich» richtet. Darin wolle man ein paar Dinge «offen ansprechen».
Man verstehe den Frust der Fans, erklären die Besitzer. «Der Klub befindet sich nicht dort, wo wir ihn haben möchten.» Dabei geht es nicht nur um die sportlichen Leistungen, sondern auch um die Finanzen. «In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir erhebliche Investitionen getätigt, um den Betrieb der Grasshopper Fussball AG (GFAG) aufrechtzuerhalten», heisst es weiter. Es sei nun aber nach wie vor so, dass die Kosten die aktuellen Einnahmen weiterhin übersteigen würden. Der Verein sei damit auf fortlaufende externe Unterstützung angewiesen, um im Profifussball überleben zu können.
Im Statement geht der LAFC auch auf die Forderung der Fans ein, das Team zu verkaufen. Dabei zeigten sich die Besitzer grundsätzlich nicht abgeneigt. «Wir möchten klar festhalten, dass wir offen für Gespräche über einen Teil- oder Vollverkauf sind», heisst es. Dies aber nur, sofern die langfristige Nachhaltigkeit des Klubs sichergestellt ist.
Gemäss den Besitzern braucht es hierfür einen geeigneten Eigentümer. «Ein bedingungsloser Rückzug unsererseits würde zur Liquidation des Vereins führen und über 150 Mitarbeitende, ihre Familien, Sponsoren, Partner, Gönner und das ganze Klubumfeld direkt betreffen», heisst es im Statement.
Weiter erklärt der LAFC auch, dass man seit mehreren Wochen den Dialog mit Vertretern der Fangruppierungen gesucht habe – allerdings ohne Erfolg. Die Besitzer rufen deswegen erneut zu einem solchen auf: «Es ist uns ein Anliegen, offen und transparent in den Austausch zu gehen und erwarten, dass sich alle Beteiligten von demselben respektvollen Umgang leiten lassen.»
Der LAFC übernahm die Grasshoppers im Januar 2024. Die sportlichen Erfolge blieben aber weitgehend aus: In der vergangenen Saison rettete sich GC erst in der Barrage, in der laufenden Saison droht den Zürchern erneut das Duell mit dem Zweiten der Challenge League. Einzig im Cup gab es mit dem Einzug in den Halbfinal in dieser Saison einen Lichtblick – der allerdings mit dem Out gegen Lausanne-Ouchy und anschliessenden Ausschreitungen jäh erlosch. (dab)
