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Wende im Fall Balogun: Belgien kann rekurrieren, muss sich aber sputen

United States' Folarin Balogun (20) reacts to a red card during the World Cup round of 32 soccer match between the United States and Bosnia in Santa Clara, Calif., near San Francisco, Wednesday,  ...
Folarin Balogun schleicht nach dem Platzverweis gegen Bosnien-Herzegowina vom Rasen.Bild: keystone

Belgien darf im Fall Balogun Rekurs einlegen, muss sich aber sputen

Können die USA im WM-Achtelfinal gegen Belgien auf Folarin Balogun zählen? Die FIFA hat den Stürmer nach seiner Roten Karte begnadigt, doch eine kleine Hoffnung bleibt den verdutzten Belgiern.
06.07.2026, 10:5606.07.2026, 10:56

Um zwei Uhr Schweizer Zeit wird in Seattle in der Nacht auf morgen der WM-Achtelfinal zwischen den USA und Belgien angepfiffen. Doch das Spiel hat schon längst begonnen.

In einem Aufsehen erregenden Urteil hat der Weltverband FIFA die Rot-Sperre gegen den amerikanischen Stürmer Folarin Balogun aufgehoben. Der dreifache Torschütze an dieser WM darf mitspielen.

Keine Begründung veröffentlicht

Oder darf er am Ende doch nicht? Wie «The Athletic» berichtet, ist dem belgischen Verband nach dem überraschenden Vorgehen der FIFA die Möglichkeit gegeben worden, einen Rekurs gegen das Urteil einzureichen.

Dem Verband RBFA (Royal Belgian Football Association) wurde dies nach einer entsprechenden Anfrage an die FIFA erlaubt. Die Belgier sehen sich nun mit zwei Problemen konfrontiert. Erstens müssen sie ein Urteil anfechten, von dem sie nur den Spruch kennen, aber nicht die Begründung – weil die FIFA sie nicht veröffentlicht hat, weshalb sie pro USA entschieden hat.

Belgischer Verband «erstaunt»

Zweitens müssen die belgischen Funktionäre und ihre juristischen Helfer schnell arbeiten. Die Eingabe muss bis 5 Uhr morgens Lokalzeit in Seattle (14 Uhr in der Schweiz) erfolgen.

epa13089802 Belgium head coach Rudi Garcia speaks during a press conference ahead of the FIFA World Cup 2026 Round of 16 match between USA and Belgium, in Seattle, Washington State, USA, 05 July 2026. ...
Belgien-Trainer Rudi Garcia sagte, er habe zuerst an einen Aprilscherz geglaubt.Bild: keystone

Auch der US-Verband wurde zu einer Stellungnahme aufgefordert. Mit der Verhandlung des Falls wurde demnach ein Mitglied des FIFA-Rekurskomitees beauftragt, das weder den europäischen Verband (UEFA) noch denjenigen von Nord- und Mittelamerika (CONMEBOL) vertritt.

In einer ersten Stellungnahme hatte sich die RBFA «erstaunt» über die Entscheidung der FIFA gezeigt. Die Belgier sehen sich im Recht und stützen sich dabei auf das Reglement, wonach ein Platzverweis automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt. Das sei sowohl im FIFA-Disziplinarreglement festgehalten wie auch im Wettbewerbsreglement zur WM 2026. (ram)

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