Kanaldeckel-Farce in Las Vegas kostet die Formel 1 nach Vergleich Millionen
Der Inhaber der kommerziellen Rechte der Motorsport-Königsklasse, der das Rennen in Nevada auch selbst veranstaltet, will damit eine von verärgerten Zuschauern angestrengte Sammelklage beilegen, wie US-Medien berichteten.
Von etwa 32'000 Fans ist die Rede, die ihre Ansprüche geltend machen könnten. Der kurz nach dem Rennen aufgerufene Schadenersatz lag noch bei umgerechnet etwa einer Milliarde Euro.
Formula 1 and the Las Vegas Grand Prix have agreed to a $3,047,986 settlement to resolve a class-action lawsuit tied to the inaugural 2023 Las Vegas Grand Prix.
— Real Vegas Locals (@RealVegasLocaIs) July 23, 2026
The lawsuit stemmed from the opening practice session, which was cut short after a loose water valve cover on the Las… pic.twitter.com/9u7wo8QL0q
Liberty Media und der Las Vegas Grand Prix räumten im Rahmen des Vergleichs keine Schuld ein. Eine finale Anhörung ist für den 4. November vor dem US-Bezirksgericht von Nevada angesetzt, wie am Rande des Formel-1-Rennens in Ungarn bekanntgegeben wurde.
Die Formel 1 wollte mit der Rückkehr nach Las Vegas vor der Glitzerkulisse auf dem weltberühmten Strip im November 2023 eine riesige Show abziehen – verpatzte aber die Premiere. Wegen der defekten Abdeckung eines Wasserschachts auf dem Asphalt war das erste Training nach 19 Minuten abgebrochen worden. Anschliessend mussten alle Abdeckungen auf der gesamten Strecke entfernt und mit Sand sowie Asphalt aufgefüllt werden.
🔴 F1 || 🇺🇲 LAS VEGAS GP 2023
— Bloomberg Whistleblower (@bloombergbell) November 17, 2023
The pigiron manhole cover got lose opening up the manhole in the track's concrete during FP1.
Carlos Sainz's Ferrari got into the hole, damaging the suspension; while Ocon's Apline broke its gearbox.
The session had to be terminated 10 min earlier. pic.twitter.com/jDGWN02pYL
Erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung konnten die Piloten die zweite Einheit bestreiten. Da waren die Fanzonen jedoch längst geräumt. Die Formel 1 hatte Fans, die ein mehrere Hundert Dollar teures Ticket nur für den Auftakttag besassen, Warengutscheine angeboten. (abu/sda/dpa)
