Sport
Fussball

WM 2026: Kongos Superfan Lumumba Vea ist in Mexiko angekommen

Congo supporter Michel Nkuka Mboladinga poses as a statue of the country's assassinated independence hero Patrice Lumumba ahead of the World Cup Group K soccer match between Colombia and Congo in ...
Superfan Lumumba Vea erinnert an den Unabhängigkeitshelden Patrice Lumumba.Bild: keystone

Die lebende Statue an der WM – Kongos «Lumumba Vea» überrascht mit neuer Geste

Beim Auftakt der DR Kongo fehlte er noch – jetzt ist er da: Superfan «Lumumba Vea». Als lebende Statue erinnert er an den Unabhängigkeitshelden Patrice Lumumba. 90 Minuten steht er regungslos da.
24.06.2026, 11:0024.06.2026, 11:00

Es gehört zu den speziellsten Bildern dieser WM: Michel Kuka Mboladinga verwandelt sich an den Spielen der DR Kongo in eine lebende Statue von Patrice Lumumba. Sein Oberkörper kerzengerade, der rechte Arm erhoben, steht und steht und steht er die vollen 90 Minuten lang bewegungslos da. Schon am Afrika-Cup und in der WM-Qualifikation sorgte er damit weltweit für Aufsehen.

Beim WM-Auftakt gegen Portugal (1:1) fehlte der Superfan noch. Der Grund: Für Reisende aus der DR Kongo bestehen Einreisebeschränkungen, die wegen des Ebola-Ausbruchs im Land verhängt worden sind – deshalb konnte Mboladinga erst verspätet einreisen. Nun aber ist er in Mexiko angekommen und stand beim zweiten Gruppenspiel gegen Kolumbien (0:1) in Guadalajara auf der Tribüne.

Sein Auftreten ist eine Hommage: Patrice Lumumba führte den Kongo 1960 in die Unabhängigkeit und wurde der erste Premierminister des Landes, ehe er 1961 ermordet wurde. Bis heute gilt er als Symbolfigur des antiimperialistischen Kampfes in Afrika.

Während der Nationalhymne zeigte der Superfan eine neue Geste: Während er sich mit der einen Hand den Mund verdeckte, zeigte er mit zwei Fingern an den Kopf. Die Geste kann als eine Pistolengeste interpretiert werden und sorgt auch in den sozialen Medien für Aufsehen. Angeblich hat Lumumba dies aus Protest gegen die anhaltende Gewalt im Kongo gemacht, wo militante Gruppen den östlichen Teil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben sollen.

epa13059922 Congolese fan Michel Kuka Mboladinga, known as Lumumba Vea, poses during a FIFA World Cup 2026 Group K soccer match between Colombia and DR Congo in Guadalajara, Mexico, 23 June 2026. EPA/ ...
Superfan Lumumba Vea zeigt während dem Spiel zwischen der DR Kongo und Kolumbien Pistolengeste.Bild: keystone

Trotz der Niederlage gegen Kolumbien muss die WM für die DR Kongo nicht frühzeitig enden. Mit einem Sieg im abschliessenden Gruppenspiel gegen Usbekistan kämen die Afrikaner auf vier Punkte, was zum Weiterkommen reichen und Lumumbas Aufenthalt in Nordamerika verlängern könnte.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 77
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Luis Diaz wurden gegen Usbekistan so viele Tore aberkannt, dass er schon den Kopf in den Rasen stecken wollte.

quelle: keystone / fernando llano
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schotten nehmen nächste US-Stadt in Beschlag
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
TV-Kommentator beleidigt FIFA und Infantino – und erhält nun WM-Verbot
Da sind ihm mal kurz die Sicherungen durchgebrannt: Nachdem Paraguays Miguel Almiron gegen die Türkei die Rote Karte gezeigt bekommen hatte, setzte der paraguayische Kommentator Jorge Vera zu einer regelrechten Wutrede gegen Schiedsrichter Ivan Barton, die FIFA und deren Präsidenten Gianni Infantino an. Almiron flog vom Platz, weil er sich beim Sprechen mit einem Gegenspieler die Hand vor den Mund gehalten hatte – die neue Regel kam an der WM erstmals zum Einsatz.
Zur Story