Die lebende Statue an der WM – Kongos «Lumumba Vea» überrascht mit neuer Geste
Es gehört zu den speziellsten Bildern dieser WM: Michel Kuka Mboladinga verwandelt sich an den Spielen der DR Kongo in eine lebende Statue von Patrice Lumumba. Sein Oberkörper kerzengerade, der rechte Arm erhoben, steht und steht und steht er die vollen 90 Minuten lang bewegungslos da. Schon am Afrika-Cup und in der WM-Qualifikation sorgte er damit weltweit für Aufsehen.
🚨 HE'S FINALLY HERE.
— Sports on Predict (@predictdotsport) June 24, 2026
After missing DR Congo's opener because of visa issues, Lumumba has taken his place for Colombia vs DR Congo. 🔥 pic.twitter.com/8tG7d77onn
Beim WM-Auftakt gegen Portugal (1:1) fehlte der Superfan noch. Der Grund: Für Reisende aus der DR Kongo bestehen Einreisebeschränkungen, die wegen des Ebola-Ausbruchs im Land verhängt worden sind – deshalb konnte Mboladinga erst verspätet einreisen. Nun aber ist er in Mexiko angekommen und stand beim zweiten Gruppenspiel gegen Kolumbien (0:1) in Guadalajara auf der Tribüne.
Sein Auftreten ist eine Hommage: Patrice Lumumba führte den Kongo 1960 in die Unabhängigkeit und wurde der erste Premierminister des Landes, ehe er 1961 ermordet wurde. Bis heute gilt er als Symbolfigur des antiimperialistischen Kampfes in Afrika.
Während der Nationalhymne zeigte der Superfan eine neue Geste: Während er sich mit der einen Hand den Mund verdeckte, zeigte er mit zwei Fingern an den Kopf. Die Geste kann als eine Pistolengeste interpretiert werden und sorgt auch in den sozialen Medien für Aufsehen. Angeblich hat Lumumba dies aus Protest gegen die anhaltende Gewalt im Kongo gemacht, wo militante Gruppen den östlichen Teil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben sollen.
Trotz der Niederlage gegen Kolumbien muss die WM für die DR Kongo nicht frühzeitig enden. Mit einem Sieg im abschliessenden Gruppenspiel gegen Usbekistan kämen die Afrikaner auf vier Punkte, was zum Weiterkommen reichen und Lumumbas Aufenthalt in Nordamerika verlängern könnte.
- Kolumbien schlägt die DR Kongo knapp und erobert Tabellenführung von Portugal zurück
- Diese Teams sind bereits fix für die K.-o.-Phase qualifiziert – und wer noch hoffen kann
- TV-Kommentator beleidigt FIFA und Infantino – und erhält nun WM-Verbot
- Auf die Fragen nach Lionel Messi hat Cristiano Ronaldo keinen Bock
