Auf die Fragen nach Lionel Messi hat Cristiano Ronaldo keinen Bock
Mit seinem Doppelpack beim 5:0-Sieg gegen Usbekistan zeigte Cristiano Ronaldo eindrücklich, dass man ihn auch mit 41 Jahren nicht abschreiben sollte. Eine knappe Woche nach dem schwachen Auftritt gegen die Demokratische Republik Kongo strafte er seine zahlreichen Kritiker Lügen – wenn auch gegen einen äusserst bescheidenen Gegner.
Nach dem Abpfiff brüllte er in die Kamera: «Ich bin zurück! Ich bin zurück!» Im Interview danach sprach er nach der vielen Kritik, die auf das Team und vor allem ihn einprasselte, von einer «dunklen Woche» und untermauerte seine Botschaft an die Fussballwelt: «Ich habe das gesagt, damit sie nicht vergessen: Ich zeige schon seit 23 Jahren solche Leistungen.» Er sei glücklich, doch das Wichtigste sei die Arbeit des Teams und das Selbstbewusstsein, das der klare Sieg den Portugiesen gebe.
Über etwas anderes als das Spiel gegen Usbekistan und seine Leistung wollte Ronaldo am gestrigen Dienstag nicht nachdenken oder sprechen. Als ein Journalist ihn danach fragte, wie er auf ein mögliches Aufeinandertreffen mit Lionel Messi und Argentinien in der K.o.-Phase blicke, sagte Ronaldo: «Ihre Frage macht nicht viel Sinn, aber okay. Es wäre top.» Dann wiederholte er erneut, dass der Sieg im Vordergrund gestanden habe. «Das haben wir geschafft. Ich habe gut gespielt, getroffen, dem Team geholfen. Das Team war sehr stark», so Ronaldo.
Als das Thema wenig später wieder auf Messi und die weiteren Topstürmer Kylian Mbappé und Erling Haaland gelenkt wurde, unterbrach Ronaldo den Fragensteller und wandte sich einem anderen Journalisten zu: «Schiess los!»
— تغطيات كاس العالم (@wlv_k189) June 23, 2026
Darauf, dass nach seinen beiden Toren sofort wieder der ewige Vergleich mit Messi aufkommt, hatte Ronaldo offensichtlich keine Lust. Der Argentinier hatte am Vortag ebenfalls einen Doppelpack erzielt, steht nach seinem Hattrick im Auftaktspiel gar schon bei fünf Treffern. Ronaldo stand damit gewissermassen unter Druck, nachzuziehen – gerade nach seinem schwachen Auftritt im Auftaktspiel. Und dieses Mal hat er geliefert.
Dank des Erfolgs gegen Usbekistan ist Portugal weiterhin im Kampf um den Gruppensieg. Zum Abschluss der Vorrunde trifft die Seleçao auf Kolumbien. (nih)
