«Sind noch nicht am Leistungsmaximum» – Österreich träumt von der Sensation
Der als Turnierfavorit gestartete Europameister Spanien hat in Nordamerika bisher nicht restlos überzeugt. Die ÖFB-Auswahl rechnet sich deshalb Chancen aus. «Wir haben noch nicht unser Leistungsmaximum erreicht», betonte Österreichs Teamchef Ralf Rangnick.
Rangnick sprach vom «nächsten Endspiel». Das mit dem 3:3 gegen Algerien in letzter Sekunde verhinderte Ausscheiden in der Gruppenphase soll neue Kräfte freigesetzt haben. Der Druck scheint für das ÖFB-Team weg. «In dem Spiel können wir tatsächlich nur gewinnen», meinte Rangnick vor dem Duell mit den Iberern. Das war beim Auftakt gegen Jordanien noch anders gewesen. Auf den mühevollen 3:1-Sieg gegen den WM-Debütanten folgte ein achtbares 0:2 gegen Weltmeister Argentinien.
Hinten anfällig
Sechs erzielten Toren stehen nach drei Partien auch sechs – teilweise einfache – Gegentore gegenüber. «Dass wir im Abwehrverhalten der gesamten Mannschaft Luft nach oben haben, ist logisch», erklärte Rangnick.
«Dass wir ein paar Dinge besser machen müssen, wenn wir eine Chance haben wollen, wissen wir», sagte er weiter. «Wenn man bedenkt, dass wir mit Spanien auf eine Mannschaft treffen, die technisch wahrscheinlich die beste Mannschaft der Welt ist in eigenem Ballbesitz, müssen wir sicher zulegen.»
Spaniens lange Serie
Die Spanier haben, wenn man von einem Penaltyschiessen im Nations-League-Final im Vorjahr gegen Portugal absieht, 34 Pflichtspiele in Folge nicht verloren. Zudem hat Unai Simon seit 429 WM-Minuten kein Gegentor erhalten. Das bisher letzte kassierte der Europameister-Torhüter an der WM 2022 im Gruppenspiel gegen Japan (1:2). An der letzten WM vor vier Jahren in Katar war allerdings bereits in der ersten K.o.-Runde Endstation: Nach einem torlosen Remis gegen Marokko nach 120 Minuten unterlag Spanien im Penaltyschiessen mit 0:3.
In eine Entscheidung vom Punkt war Österreich in einem Pflichtspiel noch nie verwickelt. Für die ÖFB-Auswahl ist es überhaupt die erste K.o.-Partie an einer WM seit dem Spiel um Platz 3 1954 gegen Uruguay (3:1-Sieg). Der Gewinner des Duells trifft auf den Sieger der Partie zwischen Portugal und Kroatien. (ram/sda/apa)
