Absturz von Bordeaux geht weiter – doch ein neuer Investor bringt Hoffnung
Der hoch verschuldete sechsmalige französische Meister Girondins Bordeaux wird für einen symbolischen Euro an Park Bench verkauft. Der amerikanische Sportinvestor übernimmt damit die Schulden des Vereins vom bisherigen Girondins-Eigentümer Gerard Lopez, teilte der Verein in Bordeaux mit. Im Rahmen des gesetzlichen Übernahmeverfahrens würden die Käufer in den kommenden Tagen von der regionalen Kontrollkommission der Fussball-Liga angehört.
Die Übernahme markiere einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft von Girondins Bordeaux. Wegen millionenschwerer Zahlungslücken war der Ex-Klub von Zinédine Zidane im Sommer von der 4. bis mindestens in die 6. Liga zwangsrelegiert worden. Konkret wurde Girondins erst einmal aus allen nationalen Ligen ausgeschlossen. Ein sportlicher Neuanfang kann deshalb maximal in der sechstklassigen R1 gestartet werden. Wegen der Finanzprobleme stand sogar die Liquidation des Vereins im Raum.
Mit der Übernahme ist eine Abwicklung nun aber wohl abgewendet. Aktuell ging es um einen Finanzierungsbedarf von etwa zehn Millionen Euro, der unter anderem aus ausstehenden Transferzahlungen und Ausbildungsentschädigungen an andere Vereine resultiert. Wie die Zeitung «Sud Ouest» berichtet hatte, sollen die Schulden neu strukturiert und der Rückzahlungszeitraum verlängert werden. Der Traditionsklub wurde bereits 2024 von der zweit- in die vierthöchste Liga strafversetzt. (sda/apa/dpa)
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