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Kritik an Fifa wegen Menschenrechtsverletzungen bei WM

KEYPIX - President Donald Trump, center, speaking to members of the media during his arrival with FIFA President Gianni Infantino, right, at the Kennedy Center for the 2026 FIFA World Cup draw, Friday ...
Wenige Tage vor dem Finale der Fussball-WM haben mehrere Organisationen massive Menschenrechtsverletzungen während des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko angeprangert.Bild: keystone

Kritik an FIFA wegen Menschenrechts-Verletzungen bei WM

Schon vor dem Turnier hatten Menschenrechtsorganisationen vor massiven Problemen gewarnt. Jetzt ziehen sie Bilanz – und machen vor allem der FIFA und der Trump-Regierung schwere Vorwürfe.
17.07.2026, 00:5717.07.2026, 08:59

Wenige Tage vor dem Finale der Fussball-WM haben mehrere Organisationen massive Menschenrechtsverletzungen während des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko angeprangert. Mit Blick auf die Menschenrechte sei dies «keine gute WM» gewesen, sagte Minky Worden von der Organisation Human Rights Watch bei einer Pressekonferenz in New York.

Worden kritisierte vor allem die USA und den Fussball-Weltverband FIFA: «Diese Weltmeisterschaft wurde gespielt vor dem Hintergrund des missbräuchlichen harten Durchgreifens der US-Regierung gegen Einwanderer und des Versagens der FIFA, sich an ihre eigenen Menschenrechtsstandards zu halten», sagte sie.

Nachdem es mehrere Monate lang vergleichsweise ruhig um die US-Migrationsbehörde ICE gewesen war, hatte es in den vergangenen Tagen wieder mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit Einsätzen der umstrittenen Behörde gegeben.

Unter anderem wurde in den US-Bundesstaaten Texas und Maine je ein Einwanderer erschossen. Für diese beiden Männer müsse es zu Beginn des Finales am Sonntag eine Schweigeminute geben, forderte Worden. Die Trump-Regierung habe die WM als Waffe eingesetzt, argumentierten die Menschenrechtsorganisationen.

«WM der wenigen Glücklichen»

Zudem seien viele Fans aus der ganzen Welt an der Teilnahme gehindert worden – unter anderem durch überteuerte Ticketpreise und strenge Visa-Regeln. «Es war eine WM der wenigen Glücklichen. Eine sehr amerikanische WM», sagte Ronan Evain von der Organisation Football Supporters Europe.

Zudem hätten Journalisten und Journalistinnen nicht ausreichende Freiheiten für ihre Berichterstattung gehabt und Menschen aus der LGBTQI+-Gemeinschaft hätten sich häufig nicht unterstützt und sicher fühlen können, hiess es. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transmenschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen. Das Pluszeichen ist ein Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

Schon im Vorfeld des Turniers hatte Human Rights Watch gewarnt, dass die WM «eine potenzielle Menschenrechtskatastrophe» sei. Die FIFA hat Menschenrechtsvorgaben in die Bewerbungsverfahren für Wettbewerbe integriert und nennt Menschenrechte als strategisches Ziel. (ome/sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mondblüemli
17.07.2026 07:27registriert Oktober 2021
So berechtigt die Kritik auch ist, aber Kanada und die andern beiden in einem Satz zu nennen und anzuklagen, finde ich schwierig für die Kanadier.
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Eckhardt
17.07.2026 06:10registriert Juni 2024
Passt doch zu dieser US-Regierung und zu dieser FIFA-Regierung: Versuch so viel Geld wie möglich zu machen (das sich im persönlichen Profit niederschlagen soll) bei gleichzeitiger Inkaufnahme oder Ausübung grosser Menschenrechtsverletzungen.
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