Rücktritt oder Entlassung: Das Aus von Nagelsmann ist so gut wie besiegelt
Nach fast drei Jahren als deutscher Bundestrainer ist die Zeit von Julian Nagelsmann wohl abgelaufen. Wie die Bild berichtet, fand am Donnerstagmorgen in der DFB-Zentrale in Frankfurt ein Geheimtreffen mit Nagelsmann und den DFB-Bossen statt. Vor DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Rudi Völler und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig musste Nagelsmann zunächst seine Sicht der Dinge erklären. Auch Fragen zu der angeblichen Family-and-Friends-Atmosphäre im Nationalmannschaftsquartier musste der 38-Jährige beantworten.
Nagelsmann hat zwar noch einen Vertrag bis zur Europameisterschaft 2028, aber seine Vorgesetzten legten ihm einen freiwilligen Rücktritt nahe. Noch nach dem krachenden Aus gegen Paraguay stellte der Trainer klar: «Ich möchte weitermachen. Ich stehe zur Verfügung. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen.»
Im Jahr verdient der Trainer bis zu sieben Millionen Euro, und sollte er selbst zurücktreten, würde er keine Abfindung erhalten. Deshalb wurde ihm nun angeboten, dass er bei einem freiwilligen Rückzug sieben Millionen Euro erhält. Gemäss der deutschen Zeitung hat Nagelsmann nun eine Bedenkzeit erhalten. Die Verantwortlichen des DFB möchten dafür sorgen, dass Nagelsmann mit erhobenem Kopf das Nationalteam verlassen kann. Das Aus von Nagelsmann sei eigentlich schon beschlossen, und mit einer definitiven Entscheidung werde zu Beginn der nächsten Woche gerechnet.
Als möglicher Nachfolger wird Jürgen Klopp gehandelt. Aktuell steht der langjährige Liverpool-Coach noch bei Red Bull als Head of Global Soccer unter Vertrag, er liess sich aber bei seiner Unterschrift vor fast zwei Jahren eine Ausstiegsklausel einschreiben. (riz)
