Treffen in New York – DFB mit Klopp über «Eckpunkte eines Vertrages» einig
Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) und sein Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann sind sich nach ihrer ersten Verhandlungsrunde in New York offenbar grundsätzlich über eine Zusammenarbeit einig. Darüber informierte der DFB am Samstagnachmittag deutscher Zeit in einer ansonsten wenig aufschlussreichen Mitteilung, die Details zum Gespräch vermissen liess.
«DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke haben gestern in New York ein erstes intensives Gespräch mit Jürgen Klopp zur möglichen Übernahme des Amtes des Bundestrainers geführt», hiess es darin. «Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt.» Die Gespräche werden «in der kommenden Woche fortgesetzt».
Jürgen Klopp is on the verge of becoming Germany's new head coach after reaching an agreement in principle with the German Football Association, according to Sky Germany 🇩🇪 pic.twitter.com/DsMgnJ0CZK
— Sky Sports Football (@SkyFootball) July 11, 2026
Beide Seiten seien «zuversichtlich, dass die Verhandlungen – vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull – letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können». Ein möglicher Vertrag müsse «final in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden».
Gespräch dauerte über vier Stunden
Neuendorf und Watzke waren am Freitag eigens für die Gespräche mit dem 59-Jährigen in die USA geflogen. Am New Yorker Flughafen John F. Kennedy sassen sie der «Bild»-Zeitung zufolge mehr als vier Stunden lang mit Klopp und dessen Berater Marc Kosicke im «TWA Hotel» zusammen.
Der Plan demnach: Klopp soll einen Vertrag über einen WM-Zyklus bis 2030 unterschreiben. Zum DFB mitbringen soll er seine langjährigen Vertrauten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders, die als Co-Trainer eingeplant sind. Krawietz war schon bei Klopps Stationen bei Borussia Dortmund (2008 bis 2015) und dem FC Liverpool (2015 bis 2024) dabei. Lijnders war mit einer Unterbrechung auch während Klopps Zeit bei den «Reds».
Klopps Gehalt als Bundestrainer soll knapp über den sieben Millionen Euro liegen, die der inzwischen zurückgetretene Julian Nagelsmann pro Jahr kassierte. Offen ist jedoch noch, wie Klopps Vertrag als Fussball-Chef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) aufgelöst wird. Seit Januar 2025 ist er «Head of Global Football» beim Konzern, damit unter anderem auch für den Bundesligisten RB Leipzig zuständig.
Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff soll im Laufe der Woche für Gespräche ebenfalls nach New York fliegen, wo Klopp als WM-Experte für MagentaTV arbeitet. Medienberichten zufolge kann der DFB sich eine millionenschwere Ablöse sparen, denn Klopp soll auch als Bundestrainer Markenbotschafter des Energydrink-Giganten aus Österreich bleiben. Daran allerdings gibt es Kritik. Ist der Red-Bull-Vertrag aufgelöst, wäre der Weg frei für Klopps zügige Vertragsunterschrift beim DFB. (abu/t-online.de)
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