Die Mega-WM kann den Zuschauerschnitt von 1994 nicht mehr erreichen
Vor den Viertelfinalspielen liegt die durchschnittliche Zuschauerzahl nach Angaben der FIFA bei 65'204 pro Partie. 1994 lag der Schnitt nach dem Finalsieg von Brasilien gegen Italien bei 68'991. Diesen Wert kann das aktuelle Turnier auch nicht mehr erreichen, sollten alle weiteren Partien bis auf den letzten Platz voll besetzt sein.
Wegen der deutlich höheren Anzahl an Spielen und 48 teilnehmenden Mannschaften sprengt die WM den Zuschauerrekord aber deutlich. Schon vor den abschliessenden acht Begegnungen haben nach Angaben der FIFA 6'259'584 Menschen die bisher 96 Partien besucht.
Die meisten davon kamen ins legendäre Aztekenstadion in Mexiko City, das 404'120 Fans besucht haben. Die alte Bestmarke stammte vom Turnier in den USA 1994, als etwas mehr als 3,5 Millionen Zuschauer dabei waren, allerdings auch nur 24 Mannschaften teilnehmen durften. So wurde dieser Wert mit 4'644'549 Zuschauern bereits nach der Gruppenphase deutlich übertroffen.
Trotz zahlreicher leerer Sitzplätze bei vielen Partien vor allem in der Gruppenphase vermeldete die FIFA, dass 99,7 Prozent aller verfügbaren Plätze bei dieser WM belegt waren.
Nati beschert SRF Top-Quote
Der WM-Achtelfinal der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft gegen Kolumbien hat auch dem SRF Top-Einschaltquoten beschert. Bis zu 1,18 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Dienstagabend auf SRF zwei den Einzug der Schweiz in den Viertelfinal. Der Marktanteil lag bei 78,3 Prozent, wie SRF mitteilte. Auf den Onlineplattformen registrierte das Medienhaus rund 930'000 Livestream-Starts.
Bereits die Schweizer Gruppenspiele hatten jeweils mehr als 980'000 Personen erreicht. Top-Werte waren die durchschnittlich 1,07 respektive 1,05 Millionen Zuschauer in den Spielen gegen Kanada und Bosnien-Herzegowina. Die höchsten Einschaltquoten ohne Schweizer Beteiligung generierte der Sechzehntelfinal zwischen Brasilien und Japan (durchschnittlich 507'000 Zuschauer). (abu/sda/dpa)
