Xhaka schlägt Alarm: «Wenn wir so auftreten, reisen wir nach drei Spielen nach Hause»
Die Schweizer Fussball-Nati muss sich gegen Australien mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Das Team von Trainer Murat Yakin startete zwar stark und ging nach einem Tor von Dan Ndoye früh in Führung. In der zweiten Halbzeit liessen die Schweizer aber stark nach und kassierten noch den Ausgleichstreffer.
Mit dem letzten Testspiel vor der kommenden WM ist Nati-Kapitän Granit Xhaka überhaupt nicht zufrieden. Im SRF-Interview nach der Partie hielt sich Xhaka zunächst zurück und sagte: «Es war das typische Spiel vor einem grossen Wettkampf. In der ersten Halbzeit müssen wir mehr Tore machen - und werden dann für die Ineffizienz bestraft. Aber wir sind in der Vorbereitungsphase und werden das Spiel nun genau analysieren.»
Im weiteren Verlauf des Interviews machte sich der Frust des 33-Jährigen aber bemerkbar. «Es gab Dinge, die diese Woche nicht so gut waren. Ich lernte, dass ich nicht zu viel sagen darf. Ich behalte es für mich», sagte Xhaka zunächst, führte auf Nachfrage aber doch noch deutlich aus: «Wenn wir so auftreten, reisen wir nach drei Spielen wieder nach Hause. Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen, es gibt keine schlechten Teams an der WM. Das war sicher ein Weckruf.» Xhaka ist sich bewusst, dass nun eine Woche hart gearbeitet werden muss.
Als Nati-Trainer Murat Yakin darauf angesprochen wurde, sagte dieser: «Das muss ich nachher vielleicht mit ihm unter vier Augen besprechen.» Yakin zog insgesamt positive Eindrücke aus dem Testspiel und ist zufrieden. «Wir hatten eine gute Startphase und keine Verletzten Alles positiv.»
So richtig ernst gilt es für die Schweizer am kommenden Samstag. Dann steht gegen Katar das erste Spiel der diesjährigen Weltmeisterschaft an. Die weiteren Gruppengegner sind Bosnien-Herzegowina und Kanada. (riz)
