Die USA träumen vom WM-Titel: «Bosnier müssen gar nicht in den Flieger steigen»
Bereits nach den beiden Siegen gegen Paraguay und Australien standen die USA als Sieger ihrer Gruppe fest. Im abschliessenden Vorrundenspiel gegen die Türkei konnten deshalb einige Spieler geschont werden und der Hype im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist riesig.
Während auf Social Media bereits einige Fans damit rechnen, dass die US-Mannschaft ein grosser Favorit auf den WM-Titel ist, halten sich auch Personen in der Öffentlichkeit nicht zurück. Reporterin Abigail Velez machte beim Lokalsender ABC7 eine mehr als deutliche Ansage an die Bosnier: «Eine Sache zu Bosnien: Ich könnte nicht einmal auf einer Karte zeigen, wo es liegt. Ich habe keine Ahnung von Bosnien und will es auch gar nicht wissen. Denn Team USA ist zurück und besser denn je. Macht euch bereit, Bosnien, denn ihr wollt es zwar nicht – aber ihr werdet es kriegen!»
My goodness, the stereotypes write themselves……🤷♂️ #FIFAWorldCup 🇧🇦🇺🇸 pic.twitter.com/UGj3uudcYL
— Bosnian Football (@BosniaNTBall) June 27, 2026
Nachdem ein Shitstorm ausgebrochen war, entschuldigte sich Velez für ihre Aussagen. Sie habe eigentlich nur einen Spass machen wollen, doch sei sie damit zu weit gegangen.
Ähnlich optimistisch wie die Reporterin ist auch der ehemalige Torhüter Tim Howard. «Bosnien sollte besser gar nicht erst in ein Flugzeug steigen und nach San Francisco fliegen, denn die USA werden alles daransetzen, gegen sie vorzugehen», sagte der 121-fache Nationalspieler in Richtung des kommenden Gegners.
Der Gastgeber geht als grosser Favorit in die Partie gegen den Schweizer Gruppengegner Bosnien-Herzegowina. Doch dessen Trainer Sergej Barbarez sagt vor dem ersten WM-K.o.-Spiel der Bosnier: «Wir mögen die Rolle des Davids gegen Goliath. Wir haben es in solchen Situationen immer gut gemacht.» Einen Tag vor der Partie wurde Barbarez auch noch auf die Aussagen von Howard angesprochen. «Wer ist er? Ich weiss nicht wer er ist», stellte der Trainer klar.
Dies bestätigt auch die jüngere Vergangenheit. Im Playoff-Final setzten sich die «Zmajevi» (Drachen) sensationell gegen den vierfachen Weltmeister Italien durch. Auch die Schweizer Nati hatte an dieser WM lange mit den Bosniern zu kämpfen und konnte erst kurz vor Schluss die Partie mit 4:1 zu ihren Gunsten entscheiden. Je länger die USA haben, um den ersten Treffer zu erzielen, desto grösser werden die Hoffnungen und Chancen bei der bosnischen Mannschaft.
Es ist nicht das erste Mal an dieser Weltmeisterschaft, dass Bosnien-Herzegowina auf einen Gastgeber trifft. Im ersten Gruppenspiel knöpfte es den Kanadiern einen Punkt ab und träumte sogar lange Zeit vom Sieg. Mit einem Sieg gegen Katar konnte sich das Land als einer der besten Gruppendritten für die K.-o.-Phase qualifizieren. Die Bosnier um Superstar Edin Dzeko wollen dem US-Team ein Bein stellen und der Druck liegt ganz sicher nicht bei ihnen. (riz)
