Servette verpasst es, zum zweiten Mal in Folge in die Europa League einzuziehen. Die Genfer verlieren das Rückspiel gegen Braga vor heimischem Publikum 1:2 und treffen nun auf Chelsea.
Mit dem 0:0 im Hinspiel hatten sich die Servettien eine gute Ausgangsposition geschaffen, um gegen den portugiesischen Vertreter für eine Überraschung zu sorgen. Der Gegner, bei dem erst wenige Tage zuvor der Trainer freigestellt worden war, wirkte anfangs verunsichert. Zudem musste der 146-fache Nationalspieler João Moutinho bereits nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden. Die im Angriff oft fahrig wirkenden Hausherren konnten daraus jedoch keinen Vorteil ziehen.
Stattdessen wurden die Genfer kurz vor dem Pausenpfiff mit einer schnellen Passfolge ausgespielt und mussten mit einem Rückstand in die Kabine gehen. Enzo Crivelli hatte in der 52. Minute die goldene Chance zum Ausgleich, doch er konnte das schöne Zuspiel von Timothé Cognat nicht verwerten. Eine Viertelstunde später spielte sich Braga erneut mit einer schnellen Kombination durch die Genfer Abwehr und erzielte relativ problemlos den zweiten Treffer. Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Dereck Kutesa in der 91. Minute kam zu spät.
Für Servette geht es nun in den Playoffs der Conference League weiter, wo mit Chelsea ein happiger Gegner wartet. Die Genfer spielen nächste Woche zuerst auswärts in London und am 29. August daheim.
Servette – Braga 1:2
SR Pajac (CRO). - Tore: 45. El Ouazzani 0:1. 69. Fernandes 0:2. 91. Kutesa 1:2.
Servette: Frick; Tsunemoto, Rouiller, Severin, Mazikou; Ondoua (85. Guillemenot), Douline; Magnin (63. Kutesa), Antunes (73. Sawadogo), Cognat; Crivelli (85. Von Moos).
Lugano darf sich auf einen europäischen Herbst freuen. Die Tessiner beanspruchen im Rückspiel gegen Partizan Belgrad jedoch das nötige Glück und kommen in der Verlängerung in Unterzahl zum 2:2.
In der 111. Minute flankte Renato Steffen punktgenau auf den am zweiten Pfosten lauernden Hadj Mahmoud. Dieser spitzelte den Ball über die Linie und feierte danach ausgiebig mit den Fans, die zum «Heimspiel» wieder ins Thuner Exil gereist waren. Lugano, das nach einer Gelb-Roten Karte gegen Albian Hajdari ab der 88. Minute in Unterzahl spielte, rettete das Unentschieden über die Zeit.
Zweimal waren die Tessiner, die einen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel mitgenommen hatten, in Rückstand geraten. Unmittelbar nach der Pause gelang Steffen der Ausgleich, doch in der 67. Minute gingen die Serben nach einem Eckball erneut in Führung. Mahmoud kam bei einer Doppelchance in der 82. Minute dem Ausgleich bereits nahe, doch dieser sollte erst in der Verlängerung fallen.
Ein Umstand, der Lugano nicht stören dürfte. Die Tessiner werden im Herbst wie in der vergangenen Saison europäisch spielen. Die Frage ist nur, ob wieder in der Conference League oder gar in der Europa League. Dafür brauchen die Tessiner, die in der Qualifikation zur Champions League an Fenerbahce gescheitert waren, einen Exploit in den Playoffs gegen Besiktas.
Lugano – Partizan Belgrad 2:2 (1:2, 0:1) n.V.
SR De Burgos (ESP). - Tore: 44. Zahid 0:1. 48. Steffen 1:1. 67. Markovic 1:2. 111. Mahmoud 2:2.
Lugano: Saipi; Zanotti, Papadopoulos, Hajdari, Valenzuela; Doumbia, Grgic (63. Mahmoud); Steffen (117. Brault-Guillard), Bislimi (88. Mai), Dos Santos (54. Vladi); Aliseda (63. Mahou/117. Marques).
Bemerkungen: 88. Gelb-Rote Karte Hajdari.
Unspektakulär zu Ende ging die Europacup-Kampagne für den FC Zürich. Nach dem 0:3 im Hinspiel unterlagen die Zürcher auch auswärts bei Vitoria Guimarães 0:2. Hoffnung kam in Portugal zu keinem Zeitpunkt auf. Dem FCZ fehlten schlicht die Chancen und so blieben die Gäste auch im Rückspiel ohne Tor.
Vitoria Guimarães – Zürich 2:0 (0:0)
SR Derevinskyi (UKR).
Tore: 58. Silva 1:0. 70. Arcanjo 2:0.
Zürich: Brecher; Gomez, Kamberi (78. Kryeziu), Katic, Wallner (60. Hodza); Oko-Flex (60. Saboko), Conde, Mathew, Chouiar (78. Di Giusto); Marchesano (69. Gouré), Perea.
(rbu/nih/sda)