Der schottische «Meatball» will heute die Schweizer Nati ärgern
Wenn die Schweiz am Dienstag im Hampden Park in Glasgow auf Schottland trifft, muss sie auf einen Mann ganz besonders Acht geben: John McGinn. Mit bald 32 Jahren ist der offensive Mittelfeldspieler Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Bravehearts und so gut wie nie.
Historische vergangene Saison
Als Captain führte er Aston Villa in der vergangenen Saison zum Sieg in der Europa League. Es war erst der zweite europäische Titel des Klubs aus Birmingham und der erste nach dem Gewinn des Europacups der Landesmeister 1982. An der WM in Übersee schoss McGinn das einzige Tor der Schotten und sorgte so für den 1:0-Sieg über Haiti. Es war der erste Erfolg der Briten an einer WM seit 36 Jahren.
Kein Wunder, wird McGinn von den Fans im Klub und im Nationalteam gleichermassen verehrt. Die Tartan Army nennt ihn in Anlehnung an seinen für einen Fussballer ungemein kräftigen Körperbau humorvoll «Meatball» – Fleischklops. Der Mann aus Glasgow vereint auf 178 Zentimetern Körperlänge nicht nur Kraft und Power. Mit seinem feinen linken Fuss schlägt McGinn butterweiche Flanken, zudem ist er ein begnadeter Distanzschütze. Gepaart mit seiner Laufbereitschaft, seinem Einsatzwillen, der Aggressivität und der Zweikampfstärke ist er die Allzweckwaffe in Schottlands Offensive.
Am Dienstag kommt es für McGinn zu einem speziellen Aufeinandertreffen. Seit dieser Saison spielt der 31-Jährige bei Aston Villa zusammen mit dem Schweizer Juwel Johan Manzambi. Wie im diesjährigen Europa-League-Final, als Manzambi noch bei Freiburg unter Vertrag stand, sind die beiden Teamkollegen für einmal wieder Gegenspieler.
Torgefährlicher Mittelfeldspieler
Am Dienstag bestreitet McGinn sein 91. Länderspiel. Nur Kenny Dalglish (102 Länderspiele) und Andrew Robertson (98) stehen in dieser Statistik noch vor ihm. Seit seinem Debüt im März 2016 hat er 21 Tore für Schottland erzielt. Lawrie Reilly (22 Tore) und Hughie Gallacher (23) könnte er bald schon hinter sich lassen und in die Top 3 der ewigen Torschützenliste vorstossen. Gregor Kobel, Manuel Akanji, Nico Elvedi & Co. werden alles dafür tun, dass es nicht schon am Dienstagabend im Hampden Park so weit ist.
Am Samstag gegen Slowenien blieben McGinn und seine Teamkollegen torlos. Die Partie gegen Slowenien endete mit einem 0:0. (riz/sda)
