Sport
Fussball

John McGinn: Der schottische Kämpfer in der Offensive

Scotland's John McGinn (7) celebrates a win following the World Cup Group C soccer match between Haiti and Scotland in Foxborough, Mass., near Boston, Saturday, June 13, 2026. (AP Photo/Charlie K ...
John McGinn möchte am Dienstag die Schweizer ärgern.Bild: keystone

Der schottische «Meatball» will heute die Schweizer Nati ärgern

Er ist kein filigraner Techniker, sondern besticht durch Kraft, Kampf und Köpfchen. John McGinn ist der Leader in Schottlands Offensive.
29.09.2026, 13:1829.09.2026, 13:18

Wenn die Schweiz am Dienstag im Hampden Park in Glasgow auf Schottland trifft, muss sie auf einen Mann ganz besonders Acht geben: John McGinn. Mit bald 32 Jahren ist der offensive Mittelfeldspieler Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Bravehearts und so gut wie nie.

Historische vergangene Saison

Als Captain führte er Aston Villa in der vergangenen Saison zum Sieg in der Europa League. Es war erst der zweite europäische Titel des Klubs aus Birmingham und der erste nach dem Gewinn des Europacups der Landesmeister 1982. An der WM in Übersee schoss McGinn das einzige Tor der Schotten und sorgte so für den 1:0-Sieg über Haiti. Es war der erste Erfolg der Briten an einer WM seit 36 Jahren.

FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026: Haiti v Scotland BOSTON, USA - 13th June 2026: John McGinn of Scotland celebrates scoring his side s first goal during the FIFA World Cup 2026 Gro ...
McGinn jubelt nach dem Tor gegen Haiti.Bild: IMAGO/Craig Mercer

Kein Wunder, wird McGinn von den Fans im Klub und im Nationalteam gleichermassen verehrt. Die Tartan Army nennt ihn in Anlehnung an seinen für einen Fussballer ungemein kräftigen Körperbau humorvoll «Meatball» – Fleischklops. Der Mann aus Glasgow vereint auf 178 Zentimetern Körperlänge nicht nur Kraft und Power. Mit seinem feinen linken Fuss schlägt McGinn butterweiche Flanken, zudem ist er ein begnadeter Distanzschütze. Gepaart mit seiner Laufbereitschaft, seinem Einsatzwillen, der Aggressivität und der Zweikampfstärke ist er die Allzweckwaffe in Schottlands Offensive.

Am Dienstag kommt es für McGinn zu einem speziellen Aufeinandertreffen. Seit dieser Saison spielt der 31-Jährige bei Aston Villa zusammen mit dem Schweizer Juwel Johan Manzambi. Wie im diesjährigen Europa-League-Final, als Manzambi noch bei Freiburg unter Vertrag stand, sind die beiden Teamkollegen für einmal wieder Gegenspieler.

Torgefährlicher Mittelfeldspieler

Am Dienstag bestreitet McGinn sein 91. Länderspiel. Nur Kenny Dalglish (102 Länderspiele) und Andrew Robertson (98) stehen in dieser Statistik noch vor ihm. Seit seinem Debüt im März 2016 hat er 21 Tore für Schottland erzielt. Lawrie Reilly (22 Tore) und Hughie Gallacher (23) könnte er bald schon hinter sich lassen und in die Top 3 der ewigen Torschützenliste vorstossen. Gregor Kobel, Manuel Akanji, Nico Elvedi & Co. werden alles dafür tun, dass es nicht schon am Dienstagabend im Hampden Park so weit ist.

Am Samstag gegen Slowenien blieben McGinn und seine Teamkollegen torlos. Die Partie gegen Slowenien endete mit einem 0:0. (riz/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 145
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Spanien um Captain Rodri ist am Ende der grössten WM der Geschichte der verdiente Sieger.

quelle: keystone / ashley landis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Fankurve des VfL Osnabrück präsentiert die «vielleicht grossartigste Choreo aller Zeiten»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
SFV-Präsident Knäbel will nach Fall Xhaka klare Leitplanken für Nati-Stars
Das 3:0 in Nordmazedonien zeigt: Sportlich hat die Schweiz die turbulenten Tage erstaunlich gut weggesteckt. Doch während auf dem Rasen vieles stimmt, kündigt SFV-Präsident Peter Knäbel eine Aufarbeitung an. Und es stellt sich die Frage, weshalb der Verband erst jetzt seine Leitplanken definieren will.
Die Szenerie stimmt nachdenklich: Das erste Länderspiel im Herbst steht bevor. Eine neue Kampagne. Viel Hoffnung. Und hat das Land nicht erst vor zweieinhalb Monaten den ersten WM-Viertelfinal der Neuzeit erlebt und nach dem bitteren Aus gegen Argentinien gemeinsam Tränen der Enttäuschung vergossen? Aber statt Aufbruch und Glücksgefühle ist da: Krise. So sehr, dass sich Peter Knäbel, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands, genötigt fühlt, zu Beginn der Übertragung Nordmazedonien-Schweiz auf SRF eine Rede zur «Lage der Nation» zu halten.
Zur Story