So sehr freuten sich die Algerien-Fans, dass sie auf die Schweiz treffen
Das verrückte 3:3-Unentschieden zwischen Algerien und Österreich schlägt weiterhin hohe Wellen. Obwohl es offensichtlich nicht zum Nichtangriffspakt kam, vermuten einige dennoch eine Absprache. Ein Interview von Algerien-Star Riyad Mahrez feuerte die Gerüchte noch weiter an. Beinahe entschuldigend sagte der 35-Jährige, der in der 93. Minute zum zwischenzeitlichen 3:2 traf, darin über die Situation vor dem Tor: «Ich musste versuchen, ein Tor zu erzielen. Es war eine heikle Situation, aber ich musste den Fussball respektieren.»
Wie komisch die Situation war, zeigen Videos in den sozialen Medien, die algerische Fans beim Schauen des Spiels zeigen. Als Mahrez Algerien in Führung schoss, reagierten diese nämlich verärgert. Denn: Im Falle eines Siegs wäre das Team von Ex-Nati-Trainer Vladimir Petkovic auf Spanien getroffen. Das wollten die Fans nicht, stattdessen bevorzugten sie ein Aufeinandertreffen mit der Schweiz.
Algeria 🇩🇿 fans were 𝗡𝗢𝗧 𝗛𝗔𝗣𝗣𝗬 after Mahrez’s 3–2 against Austria, as it would’ve meant facing Spain 🇪🇸 in the Round of 32 😬
— 433 (@433) June 28, 2026
After Austria scored the 3–3 against Algeria, many Algeria fans celebrated the goal 😂
Now they will face Switzerland 🇨🇭 in the Round of 32 😅 pic.twitter.com/Qn8gKrhOAS
Und dieses bekommen sie im Sechzehntelfinal auch. Denn Österreich glich in der 96. Minute tatsächlich noch aus. Und darüber jubelte nicht nur das Team von Trainer Ralf Rangnick, das so das Ausscheiden verhinderte, sondern auch viele Menschen in Algerien.
فرحة الجماهير الجزائرية بعد تعديل النمسا النتيجة في الدقيقة 90 + 6 😭😂#الجزائر #ALGAUT pic.twitter.com/YaVs6fMXk3
— ᴀʟɢᴇ́ʀɪᴇɴɴᴇ ²¹³🇩🇿 (@Bonoise23Dz) June 28, 2026
Diese rechnen sich – wohl zu Recht – grössere Chancen gegen die Nati als gegen Europameister Spanien aus. Algerien trifft am Freitagmorgen (5 Uhr, Schweizer Zeit) auf die Schweiz. Im Achtelfinal würde Kolumbien oder Ghana warten. Österreich trifft nun hingegen auf Spanien. Die ÖFB-Elf hatte jedoch keine Wahl, da sie im Falle einer Niederlage ausgeschieden und selbst bei einem Sieg Zweiter geblieben wäre.
Anders fiel die Reaktion hingegen im Iran aus. Dessen Nationalteam musste auf einen Sieger zwischen Algerien und Österreich hoffen, um die K.o.-Phase der WM zu erreichen. Aufgrund des Unentschiedens ist der Iran ausgeschieden. Beim staatlichen Fernsehen fielen sich die Moderatoren nach Algeriens Führungstreffer in die Arme, nach dem Tor zum 3:3-Endstand auf der Gegenseite herrschte im TV-Studio dann blankes Entsetzen.
اینم یه تراپی دیگه
— ParhamKingSPM (@Parhamkingspm) June 28, 2026
مجریهای حکومتی شبکه ۲ صداسیما رو ببینید چطور زجه میزنن و ضایع شدن. 🤣🤣
داشت میگفت بازی بعدیمون شنبه با سوئیسه که یهو توپ رفت تو گل و تیم جا حذف شد. 😂 pic.twitter.com/z3ufOOEcfG
Dass es zu dieser speziellen Situation kommen konnte, lag am neuen Modus der Weltmeisterschaft. Weil neu 48 Teams teilnehmen und 32 davon die K.o.-Phase erreichen, kommen auch acht von zwölf Gruppendritten weiter. Dies ermöglichte erst, dass Österreich UND Algerien ein Unentschieden reichte und auch der Iran von der Partie noch betroffen war. (nih)
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