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WM in Katar: Keine Entschädigung für getötete oder verletzte Bauarbeiter

Workers walk to the Lusail Stadium, one of the 2022 World Cup stadiums, in Lusail, Qatar, Dec. 20, 2019. A former CIA officer who spied on Qatar
Bei den Bauarbeiten für die Fussball-WM in Katar sollen tausende Menschen gestorben sein.Bild: keystone

WM in Katar: Keine Entschädigung für getötete oder verletzte Gastarbeiter

02.11.2022, 14:5502.11.2022, 15:32

Katar weist Forderungen nach einem Entschädigungsfonds für auf den Baustellen für die Fussball-WM getötete oder verletzte Arbeiter zurück.

Der Ruf nach einem gemeinsamen Fonds Katars und der FIFA sei ein reiner «Werbe-Gag», sagte Arbeitsminister Ali bin Samich Al Marri der Nachrichtenagentur AFP.

Menschenrechtsorganisationen hatten die FIFA und Katar aufgefordert, einen Fonds in Höhe von 440 Millionen Dollar für die Arbeitnehmer einzurichten, die während eines Einsatzes auf WM-Baustellen getötet oder verletzt wurden. Die Summe entspricht den Preisgeldern für die an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Mannschaften.

Menschenrechtsgruppen werfen Katar vor, die Gesamtzahl der Todesopfer auf den WM-Baustellen zu niedrig anzugeben. Dagegen bestreitet die Regierung nachdrücklich Berichte, wonach Tausende Arbeitsmigranten bei Unfällen auf den WM-Baustellen oder durch hitzebedingte Krankheiten gestorben sind.

Die FIFA hatte bislang angegeben, es gebe einen «laufenden Dialog» über Massnahmen zugunsten der Bauarbeiter. Al Marri sagte dazu, der Plan lasse sich nicht umsetzen. «Jeder Tod ist eine Tragödie», sagte der Minister, fügte aber zugleich hinzu, es fehlten Kriterien zur Einrichtung des Fonds. «Wo sind die Opfer? Haben Sie die Namen der Opfer? Wie kommen Sie an diese Zahlen?» Gleichzeitig versicherte der Arbeitsminister, die Tür sei «offen». Katar habe bereits «viele Fälle bearbeitet und gelöst». (sda/dpa)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Die Geschichte wiederholt sich...
02.11.2022 17:18registriert Februar 2022
Also ich boykottiere diese Spiele, auch wenn ich sonst ein Fussballfanatiker bin. Ich werde kein Spiel schauen und kein Produkt kaufen, dass mit den Spielen in irgend einer Form beworben wird.

Wenn alle, die sich jetzt darüber enervieren, mitmachen, wird das ein Verlustgeschäft für Katar, FIFA und alle die sich daran bereichern wollen. Wer macht mit?
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