Federer offiziell in die Hall of Fame aufgenommen
Roger Federer wird am Samstagabend als zweiter Schweizer Tennisspieler nach Martina Hingis in die Hall of Fame aufgenommen. Die Zeremonie findet in Newport. Rhode Island, statt.
Die ganze Woche stand im Nordosten der USA bereits ganz im Zeichen von Roger Federer. Nach diversen Exhibitions und Auftritten war es fünf Jahre nach seinem letzten Ernstkampf so weit. Die emotionale Laudatio hielt seine Ehefrau Mirka.
Federers Aufnahme in die Ruhmeshalle des Tennis erfolgte – natürlich – zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Im Beisein vieler ehemaliger Grössen von Martina Navratilova über John McEnroe bis Andy Roddick fand die Zeremonie auf dem historischen «Hufeisen-Court» des alten Casinos im Nobel-Ferienort an der Atlantikküste statt, wo die Hall of Fame ihr Heim gefunden hat. Mirka Federer strich in ihrer Rede die menschlichen Qualitäten ihres Ehemanns, den sie an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney kennenlernte, heraus.
«Die Familie kommt bei ihm immer zuerst», betonte die ehemalige Spitzenspielerin. «Er ist der Sohn, der Freund, der Ehemann und Vater. Am stolzesten bin ich, wie er ist, wenn niemand schaut:» Als dann Federer selber auf die Bühne trat, hatte er Mühe, seine Emotionen zu kontrollieren. «Ein Teil dieser Geschichte zu sein, einen Platz hier zu haben, bedeutet mir enorm viel», sagte er. «Fame bedeutet Ruhm, aber das war nie mein Ziel. Ich wollte einfach Spass haben.» Und wenn er seine Augen schliesse und an Tennis denke, dann «sehe ich in Basel, an den Swiss Indoors, als Balljunge».
Als er dann anfing, sich bei all den Menschen zu bedanken, die seinen Weg geprägt haben, konnte Federer seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Speziell, als er seiner Familie dankte. «Ui, und jetzt kommt noch der Mirka-Teil», meinte er. Am Ende hielt er aber durch, und neben seiner Frau, den Eltern, seinen vier Kindern und vielen mehr, drückte er auch seine Liebe für seinen Sport aus. «Ich habe mich nie als Athleten, sondern als Tennisspieler gesehen», betonte Federer. «Das entscheidende Wort ist trotz der ganzen Arbeit spielen.»
Gemeinsam mit Federer wurde in der so genannten «Klasse von 2026» auch die amerikanische TV-Journalist Mary Carillo in die Hall of Fame aufgenommen. (sda)
