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Japan

WM 2026: Japan Fans erhalten für Aufräumaktion von Frauen Kritik

Japan fans clean up trash in the stadium following the World Cup Group F soccer match between the Netherlands and Japan in Arlington, Texas, near Dallas, Sunday, June 14, 2026. (AP Photo/Jessica Tobia ...
Japaner putzen nach dem Gruppenspiel das Stadion – nun kriegen sie Ärger mit ihren Frauen.Bild: keystone

«Bitte macht es auch zuhause»: Japanische Aufräumaktion kommt nicht überall gut an

Seit Jahren werden Japans Fans dafür gefeiert, dass sie nach Nationalmannschafts-Spielen die Tribüne sauber hinterlassen. Diesmal aber bekommen sie ausgerechnet aus der eigenen Heimat Kritik – weil viele Männer im Stadion aufräumen, während sie zu Hause keine Hausarbeiten erledigen und diese den Frauen überlassen.
20.06.2026, 16:0920.06.2026, 16:09

Langsam ein gewohntes Bild an den Weltmeisterschaften: Die japanischen Fussballfans zücken nach dem Schlusspfiff ihre Müllsäcke und sammeln den Abfall im Stadion ein. Die Geste, welche in der Welt gefeiert wird, sorgt vor allem in der Heimat für Diskussionen.

Auf X geht ein Beitrag viral, welcher im Stadion Männer zeigt, die im Stadion Müll aufsammeln – im gleichen Bild sieht man denselben Mann, welcher daheim auf dem Sofa am Handy sitzt, während die Wäsche wartet und die Frau den Abwasch macht. Mit diesem Beitrag fordert man, dass japanische Männer zu Hause mehr machen sollen.

Die Zahlen stützen die Kritik, denn laut OECD-Daten von 2021 leisten japanische Frauen mehr als drei Stunden unbezahlte Arbeit pro Tag – über fünfmal so viel wie Männer.

Die Meinungen sind gespalten: «Was ist daran peinlich?», zitierte die BBC einen Nutzer – das sei sicherlich besser als Schlagzeilen über Japaner, die im Ausland ihren Müll liegenliessen. Das Vorbild wirkt auf jeden Fall: Zuletzt sammelten auch portugiesische Fans ihren Abfall ein – womöglich inspiriert von den Japanern.

Portugiesische Fans nehmen nach dem Unentschieden gegen DR Congo den Abfall auf.

Im Auftaktspiel luchsten die Japaner den Niederländern einen Punkt ab – nun geht es am Sonntag um 06:00 Uhr (Schweizer Zeit) gegen Tunesien um den Einzug in die K.o.-Phase.

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quelle: keystone / eakin howard
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