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Armon Orlik und der Druck auf einem König: «Ich brauche wohl Hilfe»

KEYPIX - Fabian Staudenmann und Armon Orlik feiern den Festsieg welchen sie zusammen mit Werner Schlegel, undMatthieu Burger gewannen, nach dem gestellten Schlussgang zweischen Armon Orlik und Fabian  ...
Orlik überlegt sich, einen Mentalcoach beizuziehen.Bild: keystone

Armon Orlik und der Druck, der auf einem König lastet: «Brauche wohl Hilfe»

Der Schwingerkönig wird beim Saison-Highlight nicht als Topfavorit antreten. Armon Orlik hat im ersten Jahr seiner Regentschaft gemerkt, dass er womöglich etwas ändern muss.
31.08.2026, 09:1531.08.2026, 09:15

Sieg auf dem Brünig, Sieg am Bündner-Glarner, Sieg am Glarner-Bündner: Das ist die Ausbeute von Armon Orlik in diesem Jahr. Wofür viele andere Schwinger unterschreiben würden, ist für einen König eine anständige Bilanz, aber kein Grund zum überbordenden Jubel.

Der 31-jährige Bündner war deshalb auch schon als schwächster König seit Matthias Glarner bezeichnet worden. Kritik, die ihm nahe ging, wie Orlik nun im «Blick» sagte: «Mit gewissen Dingen und damit, wie sie gesagt werden, bin ich nicht einverstanden. Teilweise ist es überspitzt und zielt an der Realität vorbei. Klar, das macht etwas mit einem.» Er sei sich Kritik aber inzwischen gewohnt und versuche, sie auszublenden.

Armon Orlik, links, gewinnt gegen Mario Schneider im Schlussgang beim Buendner-Glarner Schwingfest, am Samstag, 13. Juni 2026, auf Motta Naluns auf 2151 Meter ueber Meer, in Scuol. (KEYSTONE/Gian Ehre ...
Spezieller Sieg: Orlik gewinnt das Bündner-Glarne auf Motta Naluns auf 2151 m.ü.M.Bild: keystone

«Damit umzugehen, ist nicht einfach»

Bei ihm müsse eben alles perfekt zusammenpassen, sonst werde es schwierig, erklärte Orlik. «Ich bin halt kein Christian Stucki. Er konnte mit seinen 140 Kilo viele Gegner dank seiner gewaltigen Kraft bezwingen. Dafür fehlen mir die körperlichen Voraussetzungen.» Sei er nicht in absoluter Topform, müsse er gegen viele Konkurrenten hart arbeiten und länger im Sägemehl stehen, bis es zur Entscheidung kommt.

Im Interview sprach Armon Orlik auch über den zusätzlichen Druck als Schwingerkönig. Vor dem Eidgenössischen in Mollis im vergangenen Jahr habe er dank seiner Erfahrung gewusst, was auf ihn zukomme und sei sein eigener Mentaltrainer gewesen. Weil das gut funktioniert habe, habe er auch in diesem Jahr auf externe Hilfe verzichtet.

Die besten Bilder des ESAF 2025

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Die besten Bilder des ESAF 2025 in Mollis

Der neue Schwingerkönig: Armon Orlik posiert mit Siegermuni Zibu.

quelle: keystone / gian ehrenzeller
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Nun bezweifle er, ob dies der richtige Entscheid gewesen sei, sagte Orlik offen. «Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es für mich der beste Weg ist, alles allein zu bewältigen. Ich brauche wohl professionelle Hilfe. Als Schwingerkönig bin ich in Situationen geraten, die ich so vorher nicht kannte.» Den meisten Druck mache er sich wohl selbst. «Damit umzugehen, ist nicht einfach.» Ob er künftig mit einem Mentaltrainer arbeite, werde er nach der Saison entscheiden, wenn er Zeit zur Reflektion habe. «Ich muss herausfinden, wo das Problem genau lag.»

Vorher steht am Samstag mit dem Kilchberger Schwinget das Highlight der Saison an. Orlik sagte, sein Formaufbau sei klar auf dieses Fest ausgerichtet. Das Nordostschweizer Team strebe den Sieg an und mit seiner Leistung wolle er dazu beitragen. «Ich fühle mich auf jeden Fall topfit und bin bereit.» Wen es am Zürichsee zu schlagen gibt, ist für Orlik klar: den Berner Fabian Staudenmann. «Er ist der konstanteste und beste Schwinger in diesem Jahr. Für mich ist er definitiv der Top-Favorit.» (ram)

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Alle Schwingerkönige der ESAF-Geschichte
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Alle Schwingerkönige der ESAF-Geschichte

2025 in Mollis: Armon Orlik.

quelle: keystone / gian ehrenzeller
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