McGregor kehrt nach fünf Jahren ins Octagon zurück – das musst du zum UFC-Comeback wissen
Wann und wo findet der Kampf statt?
Der Kampf zwischen Conor McGregor und Max Holloway ist der Main Event von UFC 239. Der Event startet in der Nacht auf Sonntag (Schweizer Zeit) um 3 Uhr, also gleichzeitig, wie der WM-Viertelfinal Schweiz gegen Argentinien angepfiffen wird. Der Kampf zwischen McGregor und Holloway startet aber erst ungefähr um 5 Uhr in der T-Mobile Arena in Las Vegas.
Wo wird der Event übertragen?
Kampfsportfans können den Event live auf DAZN mitverfolgen, brauchen dafür aber ein Abonnement. Auf ufc.com gibt es die Übertragung zudem als Pay-Per-View-Event.
Warum ist dieser Kampf so besonders?
Am Tag des Events ist es etwas mehr als fünf Jahre her, seit McGregor seinen letzten UFC-Kampf bestritten hat. In seinem bisher letzten Fight brach sich der Ire gegen Dustin Poirier das Bein und betrat den Ring seither nicht mehr.
Nun ist es gegen den ehemaligen BMF- und Federgewichts-Champion Max Holloway wieder so weit und die beiden werden sich im Weltergewicht (bis 77 kg) messen. Für viele Fans und Experten ist es der UFC-Kampf des Jahres. Es ist auch ein Kampf zweier Generationen. In einer Ecke der legendäre McGregor, der einen grossen Anteil am grossen Durchbruch der UFC hat. In der anderen Ecke Holloway, der mit seiner technisch kompletten Art für die moderne Ära steht.
Wie erfolgreich war McGregor?
McGregor ist wohl nicht der grösste UFC-Akteur aller Zeiten, gilt aber als der berüchtigste. Als erster UFC-Kämpfer der Geschichte hielt McGregor gleichzeitig in zwei verschiedenen Gewichtsklassen den Titel. Im Jahr 2015 gewann er gegen den bis dahin ungeschlagenen Federgewichts-Champion José Aldo nach nur 13 Sekunden. Bis heute gab es bei einem UFC-Titelkampf noch nie einen schnelleren Knockout.
In seiner Karriere gewann McGregor 22 Kämpfe und ging sechsmal als Verlierer aus dem Octagon. Vor seiner langen Wettkampfspause gewann er aber nur einen seiner letzten vier Fights.
Wer ist der Gegner von McGregor?
Der 34-jährige Max Holloway wird alles andere als eine leichte Aufgabe für McGregor. Von seinen bisher 36 Kämpfen entschied Holloway in seiner Karriere 27 für sich. Auch Holloway gilt als lebende UFC-Legende und ist mittlerweile ein erfahrener Elitefighter. Während McGregor versucht, ein erfolgreiches Comeback zu lancieren, befindet sich Holloway noch voll im Saft, auch wenn der frühere Federgewichts-Champion seinen letzten Fight im März 2026 gegen Charles Oliveira verlor.
Das Duell gab es schon mal
Fast dreizehn Jahre ist es her, seit sich McGregor und Holloway zum ersten und bisher einzigen Mal im Octagon begegneten. Bei der «UFC Fight Night 26» konnte sich der Ire einstimmig nach Punkten durchsetzen. Kurios: McGregor zog sich während des Kampfes einen Kreuzbandriss zu.
Wer ist der Favorit?
Bei den Buchhaltern geht Holloway als Favorit in den Kampf. Setzt man bei Sporttip zehn Franken auf den US-Amerikaner erhält man 15.20 Franken zurück – bei McGregor wären es 25 Franken.
Trotzdem ist durchaus mit dem Iren zu rechnen. McGregor hat in seiner Karriere immer wieder bewiesen, dass er einen Kampf innerhalb weniger Sekunden drehen kann. Die Vorteile von McGregor liegen in der Explosivität, für Holloway spricht sein Rhythmus, die Intensität und die Ausdauer.
Deshalb verzichtete McGregor zuletzt auf Sex
Kurz vor seinem Comeback machte McGregor ein erstaunliches Geständnis. Im Vorbereitungscamp hat er komplett auf Sex verzichtet, er soll im Gym seines Trainers John Kavanagh gar in einer Abstellkammer geschlafen haben. Beim offiziellen Media Day sagte McGregor: «Ich habe in diesem Camp Enthaltsamkeit praktiziert. Das ist das erste Mal, dass ich das jemals gemacht habe – von jeder Art körperlicher Berührung, wenn man so will. Das war intensiv. Ich bin gespannt, was es am Samstag bringt. Wir werden Samstagabend eine gute Nacht haben – in jeder Hinsicht.»
Zum kommenden Kampf sagt der 37-Jährige: «Die Herausforderung ist gewaltig. Es ist eine kolossale Herausforderung, der ich mich mit grösstem Selbstvertrauen stelle.»
Kontroversen rund um McGregor
Während seiner Wettkampfspause sorgte der inzwischen 37-Jährige immer wieder für Schlagzeilen. Vor eineinhalb Jahren wurde McGregor wegen Vergewaltigung und Körperverletzung in einem zivilrechtlichen Prozess schuldig gesprochen. 2018 hatte McGregor eine Frau angegriffen und sie vergewaltigt. Der Ire musste Schadenersatz in der Höhe von 250'000 Euro bezahlen. 2023 wurde ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen. Eine Frau beschuldigte ihn, dass er sie bei den NBA-Finals in Miami auf der Toilette sexuell belästigt habe.
Vor etwas mehr als einem Jahr war McGregor bei US-Präsident Donald Trump zu Gast und beschwerte sich über die irische Immigrationspolitik. 2018 verlor «The Notorious» gleich zweimal seine Nerven. Bei UFC 223 griff McGregor einen Mannschaftsbus eines anderen Teams mit einer Sackkarre an und bei UFC 229 kam es nach der Niederlage gegen Khabib Nurmagomedov zu einer Massenschlägerei.
