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WM 2026: Sascha Amhof überzeugt beim SRF als Schiri-Experte

Refree Sascha Amhof during the Super League soccer match FC Lugano against FC St. Gallen, at the Cornaredo stadium in Lugano, on Wednesday, August 16, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)
Sascha Amhof war selbst viele Jahre als Schiedsrichter aktiv. Bild: TI-PRESS
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Warum Sascha Amhof die perfekte Besetzung als Schiedsrichter-Experte ist

Seit über zwei Wochen läuft die Fussball-WM in Nordamerika. Beim SRF kommt Sascha Amhof als Regel-Experte zum Einsatz – und der ehemalige Spitzenschiedsrichter überzeugt.
26.06.2026, 19:1026.06.2026, 19:10

Praktisch jeder Fussballfan kennt es: Nach einer strittigen Strafraumszene gehen die Meinungen auseinander. Jeder ist überzeugt, recht zu haben.

Zum Glück gibt es Sascha Amhof. Der ehemalige Spitzenschiedsrichter und heutige Leiter des Ressorts Schiedsrichter beim Schweizerischen Fussballverband ist zum vierten Mal an einem grossen Turnier für das SRF als Schiri-Experte dabei. An der laufenden Weltmeisterschaft kommt Amhof aber deutlich öfter zu Wort als früher.

Da ausser Sascha Ruefer noch kein weiterer SRF-Kommentator in Nordamerika ist, arbeitet der 46-Jährige in derselben Kabine wie der Reporter, der die Partie kommentiert.

Das ermöglicht schnelle Einordnungen unmittelbar nach strittigen Szenen. Innert Sekunden ordnet Amhof die Entscheidungen des Schiedsrichters ein. Auch wenn ein Kommentator sich nicht ganz sicher ist, kommt der Schiri-Experte zu Wort und begründet in wenigen und einfachen Sätzen, was gerade passiert ist.

Amhof ist die perfekte Besetzung für diesen Job, nicht nur, weil er seine Erfahrung und sein Wissen verständlich vermittelt. Statt mit Fachbegriffen um sich zu werfen, formuliert Amhof so, dass auch ein Zuschauer, der sich nicht oft mit Fussball beschäftigt, versteht, weshalb so und nicht anders entschieden wurde.

Schiedsrichter Sascha Amhof beim Fussballspiel der Super League St. Gallen gegen den FC Zuerich in St. Gallen am Sonntag, 9. August 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Im Jahr 2017 beendete Amhof seine Schiedsrichterkarriere.Bild: KEYSTONE

Der wohl grösste Pluspunkt bei Amhof ist aber, dass er auch die Leistungen und Entscheidungen der Unparteiischen auf dem Platz neutral bewertet. Anders als manche Schiri-Experten scheut sich Amhof nicht, auch Fehlentscheide klar zu benennen.

Das jüngste Beispiel ist das frühe deutsche Tor im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador. Wenige Sekunden, bevor Leroy Sané souverän verwandelt, wird ein Spieler von Ecuador vom Schuh von Alexander Pavlovic im Gesicht getroffen. «Das geht nicht, das ist ein klares Vergehen», sagt Amhof, als die Zeitlupe gezeigt wird. Seine Prognose: «Ich denke, dieses Tor wird nicht zählen.» Doch es zählt.

In der Halbzeitpause wird die Szene nochmals analysiert und Amhof kann nicht verstehen, warum der Treffer zählt. «Es war für mich ein sonnenklares Foul. Zwei Dinge sind dabei entscheidend: Die Schiedsrichterin hat eine gute Sicht auf die Szene. Sie muss das sehen und entsprechend sanktionieren. Und dann gibt es den VAR: Wo dieser war, ist mir schleierhaft», sagt der ehemalige Super-League-Schiedsrichter.

Es ist ein Paradebeispiel dafür, weshalb Sascha Amhof an dieser Weltmeisterschaft überzeugt. Er erklärt den Fall schnell, einfach und sympathisch – und die Diskussionen mit den Freunden sind vorbei. Rein theoretisch jedenfalls …

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Die beliebtesten Kommentare
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Jacob Crossfield
26.06.2026 21:00registriert Dezember 2014
Ich halte Sascha Amhof für einen echten Mehrwert. Speziell im Spiel Ecuador vs Deutschland. Er getraut sich Fehlentscheidungen zu benennen, egal ob Schiri oder VAR. Wohltuend auch dass er es einfach und verständlich formuliert. Auch seine launigen Quotes haben einen Unterhaltungswert.
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