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Géraldine Di Tizio-Frey verpasst an der EM in Birmingham eine Medaille

epa13160080 (L-R) Maria Isabel Perez of Spain, Geraldine Di Tizio-Frey of Switzerland and Rebekka Haase of Germany compete in a Women's 100m semi-final at the European Athletics Championships Bir ...
Nach einem überzeugenden Halbfinal kann Di Tizio-Frey nicht ganz nach Wunsch nachlegen.Bild: keystone

Di Tizio-Frey schrammt an EM-Medaille vorbei: «Ich hätte es in den Beinen gehabt»

10.08.2026, 23:1910.08.2026, 23:22

Géraldine Di Tizio-Frey blieb der Glücksmoment einer Medaille um einen Hundertstel verwehrt. Die Zugerin wurde in 11,07 Sekunden Vierte. Als Saisonschnellste mit zwei Läufen unter 11 Sekunden war sie angereist, mit einem starken Auftritt in den Halbfinals (11,02) anderthalb Stunden vor dem Showdown bestätigte sie ihren Status. Vor diesem Hintergrund war das Resultat eine Enttäuschung.

Nach einem gewohnt starken Start hielt die 29-Jährige die Konkurrentinnen nicht wie gewünscht auf Distanz. Die Britin Amy Hunt (11,00), die Polin Ewa Swoboda (11,02) und die überraschende Belgierin Delphine Nkansa (11,06) zogen noch vorbei.

Das sagt Di Tizio-Frey:

«Es tut weh. Ich habe das Gefühl, ich hätte es in den Beinen gehabt. Ich habe mich am Schluss noch etwas verkrampft. Die Zeit ist eigentlich gut. Aber nur eine Hundertstelsekunde hinter der Medaille, das tut weh. Ich wusste, dass das Feld extrem nahe beisammen ist. An einer Meisterschaft werden die Karten neu gemischt. Ich freue mich über die Finalqualifikation, aber muss das Resultat doch noch erstmals verdauen. Man weiss, dass es um mehr geht als in einem normalen Rennen, aber das muss man beiseiteschieben.»

Trotz Platz 4 gilt es festzuhalten, dass Di Tizio-Frey in diesem Jahr in eine neue Dimension vorstösst. Gemessen an den Zeiten hielt sie in Birmingham dem Druck stand. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Sprinterin trat diesen Sommer fast ausschliesslich auf der nationalen Bühne an.

Die Zugerin ist bei ihrem ersten Finallauf über 100 m am Grossanlass bereits 29 Jahre alt. Einst Wasserballerin und Geräteturnerin fand sie erst mit 14 Jahren zur Leichtathletik. 2022 an den Weltmeisterschaften in Eugene war sie dann erstmals an einem Grossanlass im Freien in der Elite-Kategorie dabei. Seither nahm sie regelmässig an internationalen Meisterschaften teil, so auch 2024 an den Olympischen Spielen in Paris. Stark ist sie auch über 60 m in der Halle.

Salomé Kora, die zweite Schweizerin im Final von Birmingham, hat einen groben Stolperer am Start und landet mit 11,51 auf dem achten und letzten Platz.

Das sagt Salomé Kora:

«Ich kam eigentlich gut aus den Startblöcken, aber danach fiel ich fast auf den Latz. Es ist so frustrierend. Ich habe mich so gut gefühlt, und dass das im EM-Final passiert, scheisst mich schon an.»

(abu/sda)

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