Di Tizio-Frey schrammt an EM-Medaille vorbei: «Ich hätte es in den Beinen gehabt»
Géraldine Di Tizio-Frey blieb der Glücksmoment einer Medaille um einen Hundertstel verwehrt. Die Zugerin wurde in 11,07 Sekunden Vierte. Als Saisonschnellste mit zwei Läufen unter 11 Sekunden war sie angereist, mit einem starken Auftritt in den Halbfinals (11,02) anderthalb Stunden vor dem Showdown bestätigte sie ihren Status. Vor diesem Hintergrund war das Resultat eine Enttäuschung.
Nach einem gewohnt starken Start hielt die 29-Jährige die Konkurrentinnen nicht wie gewünscht auf Distanz. Die Britin Amy Hunt (11,00), die Polin Ewa Swoboda (11,02) und die überraschende Belgierin Delphine Nkansa (11,06) zogen noch vorbei.
Das sagt Di Tizio-Frey:
Trotz Platz 4 gilt es festzuhalten, dass Di Tizio-Frey in diesem Jahr in eine neue Dimension vorstösst. Gemessen an den Zeiten hielt sie in Birmingham dem Druck stand. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Sprinterin trat diesen Sommer fast ausschliesslich auf der nationalen Bühne an.
Die Zugerin ist bei ihrem ersten Finallauf über 100 m am Grossanlass bereits 29 Jahre alt. Einst Wasserballerin und Geräteturnerin fand sie erst mit 14 Jahren zur Leichtathletik. 2022 an den Weltmeisterschaften in Eugene war sie dann erstmals an einem Grossanlass im Freien in der Elite-Kategorie dabei. Seither nahm sie regelmässig an internationalen Meisterschaften teil, so auch 2024 an den Olympischen Spielen in Paris. Stark ist sie auch über 60 m in der Halle.
Salomé Kora, die zweite Schweizerin im Final von Birmingham, hat einen groben Stolperer am Start und landet mit 11,51 auf dem achten und letzten Platz.
Das sagt Salomé Kora:
(abu/sda)
