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Ligue 1

Meisterrennen in den Topligen – diese Teams sind in der Poleoposition

Manchester City's Manuel Akanji, right, celebrates with his teammate Erling Haaland after he scored his side's first goalduring a Champions League round of sixteen second leg soccer match be ...
Erling Haaland und Manuel Akanji wollen mit Manchester City den Titel verteidigen.Bild: keystone

Drei Schweizer auf Meisterkurs – so spannend sind die Titelrennen in Europas Ligen

Nach der Länderspielpause geht es im Kampf um den Titel in Europas Topligen in die entscheidende Phase. Wo wird es spannend und wo ist der Titelgewinn nur noch Formsache? Ein Überblick.
29.03.2024, 17:4230.03.2024, 07:33
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Premier League​

Verbleibende Spiele: 9 bzw. 10
Punktedurchschnitt Leader: 2.28 (Arsenal, Liverpool)

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Am spannendsten präsentiert sich das Meisterrennen kurz vor Saisonende in England. In der vergangenen Saison hatte sich an der Spitze der Premier League ein Zweikampf um den Meistertitel zwischen Arsenal und Manchester City abgezeichnet. Die Nordengländer konnten den Klub aus London, der zehn Spiele vor Schluss noch einen Vorsprung von fünf Punkten aufgewiesen hatte, abfangen, und feierten den dritten Meistertitel de Suite.

Ein Dreikampf an der Spitze

In diesem Jahr haben zum selben Zeitpunkt drei Teams intakte Titelchancen. Arsenal und Liverpool befinden sich momentan mit je 64 Punkten an der Spitze, Manchester City (mit dem Schweizer Manuel Akanji) folgt mit nur einem Punkt weniger.

Das letzte Mal, dass sich gleich drei Teams bis am Schluss Hoffnungen auf den Titel machen durften, liegt bereits zehn Jahre zurück. In der Saison 2013/14 trennten das Spitzentrio nach 28 gespielten Partien nur ein einziger Punkt – und auch dieses Jahr sieht es so aus, als würde es bis zum Schluss spannend bleiben.

Alle drei Titelanwärter haben noch sechs Teams aus der oberen Tabellenhälfte im Restprogramm. Arsenal muss fünf dieser sechs Spiele auswärts bestreiten, während Man City und Liverpool vier bzw. drei Mal vor den eigenen Fans spielen dürfen. Liverpool hat indes den Vorteil, dass Arsenal und Manchester City (Ostersonntag, im watson-Liveticker) aufeinandertreffen und mindestens eines der beiden Teams Federn lassen wird.

Manchester United für einmal nicht europäisch?

Spannend ist auch das Rennen um die europäischen Plätze. Manchester United, in der Champions oder Europa League quasi Dauergast, droht die europäischen Plätze – falls wirklich alles schiefläuft – mit aktuell sechs Punkten Rückstand auf Tottenham und neun Punkten Rückstand auf das Überraschungsteam Aston Villa zu verpassen.

Partien vom Wochenende

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Bundesliga

Verbleibende Spiele: 8
Punktedurchschnitt Leader: 2,69 (Leverkusen)​

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Vor einem Jahr gelang es Bayern München, Dortmund die Meisterschale auf den letzten Metern noch zu entreissen. In diesem Jahr dürfte dasselbe Unterfangen für den Rekordmeister schwierig werden.

Bayer Leverkusen mit dem Schweizer Granit Xhaka im Mittelfeld weist inzwischen zehn Punkte Vorsprung auf die Müncher auf und ist in den 38 bisher absolvierten Pflichtspielen in dieser Saison weiterhin ungeschlagen – eine Serie, wie sie noch keinem deutschen Klub gelungen ist. Mit einem Durchschnitt von fast 2,7 Punkten pro Spiel ist Leverkusen in dieser Saison bisher das erfolgreichste Team der fünf europäischen Topligen.

Eine Saison der Extreme

In der Bundesliga ist in dieser Saison noch ein anderer Rekord gefallen: Noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Regel im Jahr 1995 war der Abstand zwischen den ersten und den letzten Teams am 27. Spieltag so gross. Dies liegt insbesondere daran, dass das Spitzentrio historisch gut ist – denn sowohl Bayern als auch Stuttgart wären mit 60, bzw. 56, Punkten im letzten Jahr Tabellenführer gewesen.

Acht Spiele vor Schluss steht das Überraschungsteam Stuttgart weiterhin auf dem dritten Platz und darf von der Champions League träumen. Dortmund mit dem Schweizer Gregor Kobel, das im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt noch von der Tabellenspitze grüsste, kämpft dieses Jahr gegen Leipzig um den letzten Champions-League-Platz.

Partien vom Wochenende

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Serie A

Verbleibende Spiele: 9
Punktedurchschnitt Leader: 2,62 (Inter Mailand)

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Neben Granit Xhaka und Manuel Akanji kann mit Yann Sommer ein weiterer Schweizer vom Titel träumen – für den Torhüter in den Diensten von Inter Mailand ist der «Scudetto» zum Greifen nah. Der Vorsprung auf den Stadtrivalen AC Milan beträgt neun Runden vor Schluss stattliche 14 Punkte.

Drei Schweizer auf Champions-League-Kurs

Die Statistik spricht für die Leistung von Yann Sommer zwischen den Pfosten. Nur 0,48 Gegentoren musste Inter Mailand in der laufenden Saison pro Spiel hinnehmen – in den fünf europäischen Topligen sucht dieser Wert seinesgleichen.

Eine weitere erfreuliche Nachricht aus Schweizer Sicht: Die drei Nationalspieler Remo Freuler, Michel Aebischer und Dan Ndoye liegen auf dem vierten Tabellenplatz und liegen somit weiter auf Champions-League-Kurs.

Partien vom Wochenende

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La Liga

Verbleibende Spiele: 9 bzw. 10
Punktedurchschnitt Leader: 2,4 (Real Madrid)

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In Spanien spricht neun Runden vor Schluss vieles dafür, dass Real Madrid den 36. Meistertitel der Vereinsgeschichte in die Hauptstadt holt.

Girona strauchelt auf den letzten Metern

Das Überraschungsteam Girona konnte in dieser Saison über weite Strecken mit dem Rekordmeister mithalten, stand zeitweise in der Tabelle ganz zuoberst. Mittlerweile wurde das Team aus dem Nordosten Spaniens aber nicht nur von Real Madrid, sondern auch vom FC Barcelona überholt. Die beiden katalanischen Teams weisen einen Rückstand von acht bzw. zehn Punkten auf den Leader auf – der Titel liegt somit in weiter Ferne.

Seit der Saison 2004/05 hiess der Meister in Spanien immer Real Madrid oder FC Barcelona – abgesehen von den zwei Saison (2013/14 und 2020/21) in denen Atletico Madrid dazwischenfunkte.

Partien vom Wochenende

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Ligue 1

Verbleibende Spiele: 8
Punktedurchschnitt Leader: 2,26 (PSG)​

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Auch in Frankreich ist es an der Spitze relativ einsam. PSG liegt acht Spiele vor Schluss 12 Zähler vor Stade Brest und darf bereits vom zehnten Titel seit 2013 träumen. Dass Stade Brest der erste Verfolger der Pariser ist, kommt relativ überraschend. Das Team aus der Bretagne stieg erst vor fünf Jahren in die höchste Liga auf und kam seither nie über den 14. Schlussrang hinaus.

Mit 2,26 Punkten pro Spiel ist PSG zwar der am wenigsten effiziente Leader der fünf Topligen, da aber auch die Konkurrenz regelmässig patzte, reicht es trotzdem für einen komfortablen Vorsprung.

Eine Ära neigt sich dem Ende zu

Mit dem Abgang von Kylian Mbappé in Richtung Real Madrid endet für die Pariser in dieser Saison eine Ära. Für den Klub aus der Hauptstadt, bei dem er seit 2017 unter Vertrag steht, schoss der Franzose bisher 297 Tore und feierte fünf Meistertitel.

Die Schweizer Nationalspieler Denis Zakaria und Breel Embolo dürfen mit ihrem Team AS Monaco weiterhin auf einen Startplatz in der Champions-League hoffen. Auch Jordan Lotomba mit Nizza und Fabian Rieder mit Stade Rennes haben noch Chancen auf einen europäischen Platz.

Partien vom Wochenende

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(kat)

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