Die Halbzeitrede, die nichts änderte: «Nach hinten spielen nur die Feiglinge»
Kurz vor dem Wiederanpfiff stellte sich der argentinische Torhüter vor seine Mitspieler. Mit Herz sollen sie spielen, forderte Emiliano Martinez. Und mit Herz heisse: nach vorne, nicht nach hinten. Immer vorwärts. Nach hinten spiele nur, wer ein Feigling sei. Drei Pässe, und man finde Leo. Sie seien lebendiger denn je und würden gewinnen.
Direkt danach ergriff der Kapitän selbst das Wort. Messi rief seinen Mitspielern zu, sie sollten Charakter zeigen – den hätten sie immer gehabt, warum also nicht jetzt? Man solle den eigenen Fussball spielen. Schon vor dem Anpfiff hatte er versucht, die Anspannung aus der Mannschaft zu nehmen, und zur Ruhe gerufen.
🚨🇦🇷🇪🇸 | El Dibu Martínez hizo una durísima arenga a sus compañeros en el entretiempo de la final, después de que Argentina no pateara al arco durante la primera mitad.
— La Derecha Diario (@laderechadiario) July 20, 2026
“HACIA ADELANTE. PARA ATRÁS JUEGAN LOS CAGONES. VAMOS PARA ADELANTE. VAMOS A GANAR”.
“Personalidad, gente,… pic.twitter.com/p0Fe7lPpAn
Die Wirkung blieb aus. Argentinien kam in 120 Minuten auf gerade einmal zwei Abschlüsse – keiner davon landete im spanischen Tor. Martinez selbst zeigte mehrere gute Paraden, konnte den Treffer von Ferran Torres in der 106. Minute aber nicht verhindern. Statt der geforderten Vorwärtsbewegung endete der Abend mit viel Defensivarbeit, der Roten Karte für Enzo Fernandez und dem Verlust des Titels.
Für Argentinien beginnt nun eine Phase des Umbruchs – mit dem 39-jährigen Kapitän Lionel Messi, dessen sechste WM aller Voraussicht nach seine letzte war. (car)
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