
Gregor Kobel beim Empfang der Schweizer Nati in Zürich.Bild: keystone
Am Dienstagmittag wurde die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in Zürich von Hunderten Fans empfangen. Bei den Nati-Stars überwog Dankbarkeit – und immer noch eine Spur Enttäuschung.
14.07.2026, 10:0714.07.2026, 14:57
Die Fussballer der Schweizer Nationalmannschaft hatten gerade rund elf Stunden Flug hinter sich. Eine Chartermaschine der Edelweiss Air brachte sie direkt von Kansas City an den Flughafen Zürich, von dort ging es weiter in die Innenstadt für den offiziellen Empfang auf dem Turbinenplatz.
«Wir konnten während des Flugs viel nachdenken», sagte Torhüter Gregor Kobel. Besonders in Erinnerung bleiben werden ihm die Bilder der Fans und die Unterstützung von zuhause. «Es ist verrückt, dass Menschen um 3 Uhr nachts aufstehen, um unsere Spiele zu schauen», sagte der 28-Jährige. Auch Captain Granit Xhaka strich die Unterstützung aus der Schweiz hervor und bedankte sich für den Empfang: «Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Leute hier sind. Dafür möchten wir uns bedanken.»
Ein Video-Rückblick auf den Nati-Empfang:
Video: watson/emanuella kälin, elena müller, delia klo
Und Nationaltrainer Murat Yakin meinte: «Wir wären gerne noch eine Woche länger geblieben, aber es ist natürlich schön, so empfangen zu werden.»
Das Turnier sei schwierig gewesen, bilanzierte Kobel. «Wir hatten viel vor und spürten auch den Druck. Aber wie jeder Gas gegeben hat, war gross», erklärte der Nati-Goalie. Es sei noch ein wenig schwierig, zu realisieren, was diese Mannschaft erreicht habe, erklärte Xhaka. Aber er befand: «Es war ein gutes Turnier, auf das wir stolz sein können.»
Auch Yakin war stolz auf seine Spieler. Man habe gesehen, dass man im Viertelfinal grösstenteils besser gewesen sei als der amtierende Weltmeister. «Das zeigt, dass wir weiterträumen können», ist sich der Natitrainer sicher. Die nächsten Ernstkämpfe für die Nationalmannschaft stehen im März 2027 an – dann beginnt die Qualifikation für die Europameisterschaft in zwei Jahren auf den Britischen Inseln. (abu)
Der Liveticker des Nati-Empfangs zum Nachlesen:
Die Nati-Stars dürfen ihre wohlverdienten Ferien antreten.
Die Natispieler und Tariner werfen kleine Fussbälle in die Menge.

«Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Leute hier sind. Wir haben die Unterstützung gespürt und möchten uns dafür bedanken. Hoffentlich konnten wir euch glücklich machen. Die Einheit macht die Mannschaft speziell. Wir sind immer glücklich, wenn wir zusammen sein können. Wir haben keine grossen Namen, aber wir haben eine Einheit und Teamgeist. Das zeichnet die Schweiz aus. Es ist schwierig zu realisieren, was wir geschafft haben. Es war ein gutes Turnier, auf das wir stolz sein können. Es hat auch das nötige Glück gefehlt, um noch weiter zu kommen, aber das ist Teil des Spiels. Jetzt geht es in die Ferien, mal etwas abschalten.»

«Die Unterstützung aller Fans, die wir gespürt haben, bleiben in Erinnerung. Es waren unglaubliche Momente, die wir gemeinsam erleben konnten. Wir haben alle vom Halbfinal geträumt und bis zum Schluss daran geglaubt und alles gegeben. Das wäre nicht möglich gewesen ohne jeden Einzelnen. Es ist crazy, dass Menschen um 3 Uhr nachts aufstehen, um unsere Spiele zu schauen. Es war Wahnsinn. Es war kein einfaches Turnier. Wir hatten viel vor und spürten auch den Druck. Aber wie jeder Gas gegeben hat, war gross. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen, aber jetzt freue ich mich auch, meine Familie wieder zu sehen.»

«Das ist sehr schön für uns. Es war hart, dass ich nicht mehr spielen konnte, aber die Kollegen haben es trotzdem gut gemacht. Dem Knie geht es jetzt viel besser.»

Nur bei Manzambi wird noch mehr gejubelt. Embolo erhält nach seinem Platzverweis im Viertelfinal viel Unterstützung. Das geht dem Stürmer sichtlich nahe.

Es geht den Rückennummern nach. Zuerst ist Gregor Kobel an der Reihe.
«Zuerst einmal vielen herzlichen Dank. Wir wären gerne noch eine Woche länger geblieben, aber es ist natürlich schön, so empfangen zu werden. Wir haben schöne Bilder und Videos gesehen, wie in der Schweiz gefeiert wurde. Es ist bewundernswert, dass die Fans so früh aufgestanden sind, um uns zu verfolgen. Es wäre mehr drin gelegen im Viertelfinal. Wir haben gesehen, dass wir im Viertelfinal grösstenteils besser waren als der amtierende Weltmeister. Das zeigt, dass wir Spieler haben, die auf diesem Niveau bestehen können. Es zeigt, dass wir weiterträumen können.»

«Ich kann sagen ich bin mega stolz auf den Staff, auf das Trainerteam und auf die Schweizer Nati-Spieler. Wir haben alles gegeben. Und wir haben auch gespürt, dass ihr hier alles gegeben hat. Vielen Dank für alles, was in dieser Zeit in der Schweiz passiert ist. Diese Emotionen nehmen wir mit und wir versuchen, uns noch weiter zu verbessern.»

SRF-Moderatorin Anette Fetscherin begrüsst die Fans auf dem Turbinenplatz.

Statt um 12 Uhr soll es neu um 12.15 Uhr losgehen.
Der Baschi-Hit soll die Fans zum Feiern und Tanzen anregen. Bald betritt die Nati die Bühn auf dem Turbinenplatz.
Dieser Nati-Fan fuhr damit von Schwamendingen in die Innenstadt.

Um 12 Uhr soll der Empfang dann losgehen.
Der Bus wartet schon, um die Spieler aufzuladen.

Die Nati ist sicher in Zürich gelandet.

Der Edelweiss-Flieger von Kansas City überquert demnächst die Schweizer Grenze. Die Landung in Zürich wird ungefähr um 10.20 Uhr erwartet.

Der Turbinenplatz liegt in der Nähe der Hardbrücke.
Die Nationalmannschaft fliegt am Montagnachmittag ab und landet am Dienstag gegen 10.15 Uhr in Zürich. Ab 12 Uhr ist auf dem Turbinenplatz in Zürich ein Empfang mit den Schweizer Fans geplant. Wir berichten live.
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