Déjà-vu für Green Bay und eine Horrorverletzung – das lief zum Auftakt der NFL-Saison
Packers machen dort weiter, wo sie aufgehört haben
Die Green Bay Packers starteten gleich mit dem Duell beim Divisionsrivalen Minnesota Vikings in die neue Saison. Die Cheeseheads kamen viel besser in die Partie und führten zwanzig Minuten vor dem Ende mit 22:10, doch es reichte trotzdem nicht, um sich den Sieg zu sichern.
Die Vikings spielten in der Schlussphase gross auf, erzielten noch vier Touchdowns und liessen in der Verteidigung nichts mehr zu. Am Schluss resultierte auf der Anzeigetafel ein 39:22-Sieg für Minnesota.
Für Green Bay ist dies ein bitteres Déjà-vu. Das Team von Headcoach Matt LaFleur führte in den letztjährigen Playoffs deutlich mit 21:3 gegen die Chicago Bears und ging auch damals mit einer Niederlage vom Platz.
Kyler Murray mit Horrordebüt
Wie bereits erwähnt, startete die Partie für Minnesota überhaupt nicht nach Plan. Gleich der erste Pass von Quarterback Kyler Murray, der auf diese Saison hin zu den Vikings wechselte, führte zu einer Interception und wenige Minuten später war das Spiel für den Spielmacher bereits vorbei.
Nachdem sich Murray dazu entschied, selbst mit dem Ball zu laufen, wurde der 29-Jährige gleich von zwei Packers-Verteidigern übel am Kopf getroffen und blieb zunächst regungslos liegen. Zum Glück konnte Murray danach selbst in die Garderobe laufen, kehrte wegen einer Hirnerschütterung aber nicht mehr zurück.
Scary scene as Kyler Murray takes a massive hit and stays down after the play. pic.twitter.com/sVqZ7M24e4
— NFL on CBS 🏈 (@NFLonCBS) September 13, 2026
Sein Backup Carson Wentz erledigte die Aufgabe aber souverän und warf drei Touchdowns. Zwei davon landeten bei Star-Receiver Justin Jefferson, welcher zum ersten Mal seit Dezember 2024 einen Touchdown im eigenen Stadion erzielen konnte.
Carolina und Chicago brechen Rekorde
Was für ein verrücktes Spiel in Carolina! Die Chicago Bears gewinnen gleich mit 59:37 gegen die Carolina Panthers. Bereits zur Halbzeit wurden 55 (!) Punkte erzielt und im gleichen Stil ging es auch nach der Pause weiter.
Noch nie in der NFL-Geschichte wurden in einem Auftaktspiel so viele Punkte erzielt. Der bisherige Rekord lag bei 88 Punkten, als die Tampa Bay Buccaneers mit 48:40 gegen die New Orleans Saints gewinnen konnten. Zusätzlich stellten die Bears einen Franchise-Rekord auf mit den meisten erzielten Punkten im ersten Saisonspiel.
Quarterback Caleb Williams führte seine Offense zu acht Touchdowns, warf zwei davon selbst und lief zweimal in die gegnerische Endzone. Gleich zu drei Touchdown-Runs kam Runningback D’Andre Swift.
Die gesamte NFC South verliert trotz 107 Punkten
Die vier NFC-South-Teams Carolina Panthers, New Orleans Saints, Tampa Bay Buccaneers und Atlanta Falcons erzielten zusammen 107 Punkte und trotzdem verlor das gesamte Quartett den ersten Spieltag.
Besonders bitter war die Niederlage für die Saints. Bei den Detroit Lions lag New Orleans nach zweieinhalb Vierteln mit 21:0 zurück und die Partie schien bereits entschieden. Daraufhin startete das Auswärtsteam eine Aufholjagd und eine Minute vor dem Ende konnte man das Spiel tatsächlich ausgleichen. Noch dramatischer wurde es danach in der Verlängerung. Die Lions griffen zuerst an und gingen nach einem Touchdown von Receiver Amon-Ra St. Brown in Führung.
Die Saints mussten im darauffolgenden Drive gleichziehen, um weiterhin eine Chance auf den Sieg zu haben. Sie erzielten dann auch tatsächlich den Touchdown und statt mit dem Field Goal auszugleichen, gingen sie mit einer 2-Point-Conversion das volle Risiko ein.
Die Ausgangslage war klar: Gelingt diese, siegt New Orleans, wird sie verhindert, jubeln die Lions. Saints-Head-Coach Kellen Moore wurde für seinen Mut nicht belohnt und der Pass von Tyler Shough fand keinen Abnehmer.
THE SAINTS CAN'T CONVERT THE TWO-POINT TRY AND THE LIONS WIN IT IN OVERTIME!
— FOX Sports: NFL (@NFLonFOX) September 13, 2026
WHAT A FINISH IN DETROIT! pic.twitter.com/u7OYvAgUHI
Dieser Tweet wird teuer
Auf der Social-Media-Plattform kündigte X-User «Ballin» an, dass er bei einer Niederlage der Tennessee Titans gegen die New York Jets von der Jets-Heimstätte MetLife Stadium zurück zum Titans-Stadion läuft.
Tatsächlich konnten die Jets die Partie gewinnen und die Social-Media-Abteilung reagierte gleich mit einer Wegbeschreibung für den User. Satte 1403,35 Kilometer lang wäre der Heimweg. Der Titans-Fan hat aber bereits zurückgerudert, da es keine geeignete Route geben soll. Statt zu laufen, spendet er nun für jeden erzielten Punkt der Jets 100 US-Dollar an eine lokale Wohltätigkeitsorganisation in New York oder New Jersey. Dies wird alles andere als ein günstiges Unterfangen für ihn, denn die Jets erzielten ganze 23 Punkte.
get steppin' https://t.co/ORnlz9Hf4e pic.twitter.com/7d2vWa6MUK
— New York Jets (@nyjets) September 13, 2026
Weitere Highlights
Kandidat für den schlechtesten Kick des Jahres
Beim Sieg der Jets erlebte Kicker Jason Sanders einen bitteren Moment. Sein Versuch aus 54 Yards landete mehr als deutlich neben den Pfosten.
This was the worst kick in NFL history pic.twitter.com/Ve6THTYpOA
— Pardon My Take (@PardonMyTake) September 13, 2026
Giants meet Cantina Band
Die New York Giants erinnerten im vierten Viertel gegen die Dallas Cowboys an das Meme der Cantina Band und den Spruch «Spielt denselben Song nochmal.» Viermal hintereinander versuchten die Giants denselben Spielzug und jedes Mal gelang er. Der Drive endete mit dem vorentscheidenden Touchdown von Devin Singletary.
THIS IS WILD 🤯
— bookmaker.XYZ (@bookmakerxyz) September 14, 2026
The Giants really ran the SAME PLAY 4 TIMES IN A ROW!
(a pass to the RB in the flat) and the Cowboys STILL couldn't stop it.pic.twitter.com/ihgqol3eDT
Saison für die Browns bereits gelaufen?
Die Cleveland Browns kassierten eine deutliche 10:34-Niederlage gegen die Jacksonville Jaguars und es glaubt wohl bereits niemand mehr an das Team aus dem US-Bundesstaat Ohio. Als der TV-Sender ESPN die Chancen für die Teams aus der AFC North einblendete, um die Division zu gewinnen, wurden die Browns nicht einmal angezeigt.
Browns not even being on there is fryin me 😭😭😭 pic.twitter.com/ei3Z4oH4Um
— UNO’s Burner🫡 (@JaMarrMVP_) September 13, 2026
Herbert wird im Stich gelassen
Keinen einfachen Tag erlebte Los-Angeles-Chargers-Quarterback Justin Herbert. Gegen die Arizona Cardinals wurde Herbert dreimal gesackt. Einmal wurde er dabei von seiner Verteidigung komplett hängen gelassen. Arizona konnte sich mit 26:14 durchsetzen.
Time to check in on the Chargers revamped offensive line to protect Justin Herbert this season 🔥 pic.twitter.com/ySQS2A4EI0
— NFL Memes (@NFLMemes) September 14, 2026
