Das findet Kylian Mbappé am Diktator-Meme nicht so lustig
Auf dem Feld ist Kylian Mbappé ein Leader, beim französischen Nationalteam ist er auch Captain. Es ist also klar, dass er in gewisser Hinsicht bestimmt, wo es langgeht. Manchmal übertreibt er es damit aber auch.
Zum Beispiel, wenn er sich seinem damaligen Trainer Xabi Alonso widersetzt und nach dem verlorenen Supercupfinal gegen den FC Barcelona nicht Spalier steht, sondern seine Teamkollegen auffordert, ihm in die Kabine zu folgen. Deshalb wird der Real-Madrid-Star in den sozialen Medien von einigen mit einem Diktator verglichen. Längst ist daraus ein Meme entstanden. Nun erklärte der 28-Jährige, dass dieses für ihn ein zweischneidiges Schwert ist.
Kylian Mbappé reacts to the "Dictator" memes 😭
— Ballon d'Or (@ballondor) September 11, 2026
Find everything about him: https://t.co/6vZvjTg559#ballondor #mbappe #realmadrid pic.twitter.com/ErkO2LWyC2
«Es hat eine lustige Seite, weil es für viele nur Spass ist», so Mbappé gegenüber «France Football». Gleichzeitig gebe es aber auch eine Kehrseite, weil Diktatoren in der Geschichte viel Schaden angerichtet hätten. «Mit Menschen, die andere umbringen oder Abermillionen von Menschen unglücklich gemacht haben … Ich glaube nicht, dass ich das gemacht habe», sagt der Weltmeister von 2018. Er wisse zwar, dass es nicht so ernst gemeint sei, jedoch zeige es teilweise «einen Mangel an politischem und menschlichem Bewusstsein bei den Leuten».
Einer, der Mbappé regelmässig damit aufzieht, ist Ousmane Dembélé. Der Weltfussballer von 2025 nennt seinen Landsmann manchmal gar Mobutu. Der Spitzname wurde Mbappé ebenfalls im Zuge der Memes verpasst. Dieser bezieht sich auf Mobutu Sese Seko, den Diktator der Demokratischen Republik Kongo von 1965 bis 1997, der politische Gegner unterdrückte und teilweise ermorden liess.
Dennoch kann Mbappé in diesem Fall darüber lachen. «Bei Ousmane ist es etwas anderes. Er hat es einfach aus den sozialen Medien übernommen. Für ihn ist es nur zur Belustigung!» (nih)
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