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Patrick Fischer vermochte viel zu wenig aus seiner Mannschaft herauszuholen.
Patrick Fischer vermochte viel zu wenig aus seiner Mannschaft herauszuholen.Bild: KEYSTONE
Ringmeister Zaugg

Zu viele nicht in Form, zu viele Irrtümer im Aufgebot – die Schweizer in der Einzelkritik

Die Einzelbeurteilung zeigt das Problem dieser gescheiterten olympischen Eishockey-Expedition. Zu viele Spieler sind nicht in Form. Und die Frage bleibt: Warum sind sie überhaupt aufgeboten worden?
20.02.2018, 21:5321.02.2018, 09:37

Die Hockeygötter waren nicht mit uns. Die meisten Spieler kommen vom SC Bern. Aber der SCB hat sich im alten Jahr einen so grossen Vorsprung erarbeitet, dass er im neuen Jahr gar nie mehr gefordert worden ist und sich meistens mit Minimalisten-Hockey begnügen konnte.

Kein Wunder, dass unter diesen Umständen die meisten in den letzten Wochen nicht mehr ihr bestes Hockey gespielt haben und nun hier mit Ausnahme von Simon Moser nicht ihr bestes Hockey spielten.

Kommt dazu, dass zwei der wichtigsten Offensivspieler (Vincent Praplan und Denis Hollenstein) für das notorische Verlierer-Team Kloten stürmen.

Kritik am Aufgebot ist nach einem Turnier billige Polemik. Und doch gilt es anzumerken, dass Patrick Fischer einige Spieler nominiert hat, deren Scheitern voraussehbar war. Zu Felicien Du Bois, Fabrice Herzog, Cody Almond, Ramon Untersander oder Grégory Hofmann hätte es ein paar Alternativen gegeben: Tanner Richard, Luca Cunti oder Joël Genazzi.

Die Torhüter

Jonas Hiller – Note 5,5

4 Spiele – 95,60 % Fangquote
Der Held des Turniers, die triumphale Rückkehr als Nummer 1. Der beste Hiller seit seiner Rückkehr in die Schweiz. Aber er hat nach der Partie gegen Deutschland den Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

Bild: KEYSTONE

Leonardo Genoni – Note 2,5

1 Spiel – 66,67 % Fangquote
Begann als Nummer 1, wurde im ersten Spiel gegen Kanada ausgewechselt und erreichte etwa 50 Prozent seines Potenzial. Aber nach dem Rücktritt von Jonas Hiller sind wir künftig auf ihn angewiesen.

Bild: KEYSTONE

Die Verteidiger

Philippe Furrer – Note 5

4 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, keine Strafe, +4, 14:55 Minuten
Nach wie vor das beste Paket aus Erfahrung, Talent, Gelassenheit und Tempofestigkeit. Unser bester Verteidiger. War beim 1:1-Ausgleich gegen Deutschland auf dem Eis.

Bild: KEYSTONE

Patrick Geering – Note 4,5

4 Spiele, 0 Tore, 2 Assists, keine Strafe, +3, 16:50 Minuten
Der Vize-Verteidigungsminister neben Philippe Furrer. Ruhig, sicher mit der Scheibe, selten überfordert. Aber keiner, der das Offensivspiel befeuern und das Powerplay orchestrieren kann.​

Bild: KEYSTONE

Romain Loeffel – Note 4,5

4 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, keine Strafe, +3, 13:29 Minuten
Bestätigte seine gute WM 2017 nicht ganz. Ein sicherer Wert mit guter Balance zwischen Offensive und Defensive. War beim 1:1-Ausgleich gegen Deutschland auf dem Eis.​

Bild: KEYSTONE

Eric Blum – Note 4

3 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, keine Strafe, -3, 19:20 Minuten
Wir haben den besten Eric Blum nie gesehen. Defensiv zu wenig verlässlich (kassierte das 1:2 gegen Deutschland). Offensiv zu wenig kreativ und mutig – keine Bereicherung des Powerplays.

Bild: SPENGLER CUP

Dominik Schlumpf – Note 4

4 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 2 Strafminuten, +2, 11:30 Minuten
Wie in der Meisterschaft beim EV Zug, wie bei der WM 2017 in Paris: ein unterschätzter, stiller und verlässlicher Defensiv-Verteidiger. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

Bild: KEYSTONE

Raphael Diaz – Note 3,5

3 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, keine Strafe, -2, 18:18 Minuten
Ein Captain ohne Fehl und Tadel – aber auch ohne Charisma und gemessen an seinem Talent mit viel zu wenig Einfluss aufs Offensivspiel. Zudem auch keiner, der das Powerplay besser machen konnte.

Bild: KEYSTONE

Felicien Du Bois – Note 3

3 Spiele, 1 Tor, 1 Assist, 4 Strafminuten, +1, 12:35 Minuten
Seine spielerische Klasse hat internationales Niveau, seine Füsse aber nicht mehr. Er war physisch überfordert. Im Spiel gegen Deutschland nicht mehr eingesetzt, sein Aufgebot war ein Irrtum.

Bild: KEYSTONE

Ramon Untersander – Note 3

4 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, keine Strafe, -1, 17:29 Minuten
Konnte die gute WM 2017 bei weitem nicht bestätigen. Zu wenig entschlossen und konsequent in der eigenen Zone, kein Einfluss im Offensivspiel.

Bild: KEYSTONE

Die Stürmer

Thomas Rüfenacht – Note 5

4 Spiele, 2 Tore, 1 Assist, 2 Strafminuten, +3, 15:52 Minuten
Kein anderer Stürmer hat sein Potenzial so gut umgesetzt. Auch international eine gute Mischung aus Biss und spielerischer Schlauheit. Aber auch ihm gelang gegen Deutschland keine tapfere offensive Tat.​

Bild: KEYSTONE

Andres Ambühl – Note 5

4 Spiele, 0 Tore, 5 Assists, 2 Strafminuten, +1, 16:03 Minuten
Auch auf diesem Niveau ein charismatischer, schlauer Energiespieler. Unser Vorkämpfer, der immer wieder vielversprechende Situationen herausholt. Schade, dass er im Abschluss nicht noch besser ist.​

Bild: KEYSTONE

Simon Moser – Note 5

4 Spiele, 2 Tore, 1 Assist, keine Strafe, -1, 17:02 Minuten
Kräftig, furchtlos, cool und technisch exzellent. Der unsanfte SCB-Riese setzte sich auch international durch. Erzielte das 1:1 gegen Deutschland.​

Bild: KEYSTONE

Pius Suter – Note 4,5

4 Spiele, 3 Tore, 2 Assists, 4 Strafminuten, +4, 15:47 Minuten
Bissig, mutig, schlau, technisch erstaunlich gut – wir haben den besten Pius Suter gesehen. Gab den Assist zum 1:1-Ausgleich gegen Deutschland. Bestätigte seine gute WM 2017.​

Bild: KEYSTONE

Tristan Scherwey – Note 4

4 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 4 Strafminuten. +/-0, 14:19 Minuten
Auf heimischen Eis geht er seinen Gegenspielern unter die Haut. Dazu war er auf diesem Niveau nicht in der Lage. Aber er war ein furchtloser Läufer und Antreiber auf den Aussenbahnen.​

Bild: AP/AP

Enzo Corvi – Note 4

4 Spiele, 1 Tor, 0 Assists, 4 Strafminuten, +1, 16:20 Minuten
Als Neuling brauchte er eine lange Anlaufzeit. Die letzte Partie gegen Deutschland war seine beste. Noch fehlt ihm der Mut, um auch auf diesem Niveau «sein» Hockey zu zelebrieren.

Bild: EPA/EPA

Denis Hollenstein – Note 3,5

4 Spiele, 1 Tor, 0 Assists, keine Strafe, -1, 15:46 Minuten
Ein fleissiger offensiver Mitläufer – so wie im Klub. Immerhin gelang ihm ein Tor. Aber von ihm wird viel mehr erwartet. Oder ist er einfach nicht mehr besser?​

Bild: AP/AP

Gaëtan Haas – Note 3,5

4 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, keine Strafe, -2, 15:54 Minuten
Gute Ansätze, aber er baute im Laufe des Turniers ab. Nicht so frisch und offensiv so unberechenbar und wirkungsvoll im Powerplay wie bei seiner guten WM 2017.

Bild: KEYSTONE

Grégory Hofmann – Note 3

2 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, keine Strafe, +1, 12:56 Minuten
Eigentlich schnell genug, aber zu wenig robust und mutig um gleich viel Wirkung zu erzielen wie in der Meisterschaft. Auch sein Aufgebot war ein Irrtum.​

Bild: SPENGLER CUP

Reto Schäppi – Note 3

4 Spiele, 1 Tore, 0 Assists, keine Strafe, +1, 12:52 Minuten
Er ist kein Scorer und hat ungefähr das gemacht, was er kann. Aber er hatte im Spiel gegen Deutschland zwei goldene Möglichkeiten, ein Olympiaheld zu werden – er verpasste beide.

Bild: KEYSTONE

Fabrice Herzog – Note 3

3 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, keine Strafe, +/-0, 08:14 Minuten
Der Held der letzten WM gegen Kanada vermochte sein Potenzial nie abzurufen. Wie meistens auch bei den ZSC Lions. Auch sein Aufgebot war ein Irrtum.

Bild: AP/AP

Simon Bodenmann – Note 2

2 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, keine Strafe, +/-0, 9:51 Minuten
Sein Aufgebot war ebenfalls ein Irrtum. Der König der heimischen Eisbahnen ist inzwischen ein internationaler Mitläufer. Aber von ihm wird mehr erwartet – er war 2013 WM-Silberheld.​

Bild: KEYSTONE

Vincent Praplan – Note 2

4 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, keine Strafe, +/-0, 13:01 Minuten
Eine offensive «Nullnummer». Ohne Mut, ohne Energie. Nur ein Mitläufer. Hat er diese Saison ganz einfach bereits zu viel gespielt: Camp in Nordamerika, Schlüsselrolle in Kloten?

Bild: AP/AP

Cody Almond – Note 1

4 Spiele, 0 Tore, 2 Assists, 25 Strafminuten, +1, 10:47 Minuten
Wie kann ein so erfahrener Spieler im alles entscheidenden Spiel gegen Deutschland gleich im ersten Einsatz ein so brutales Foul begehen? Er hat eine gewisse spielerische Klasse, aber es war grober Unfug, ihn zu nominieren und Tanner Richard zu Hause zu lassen.​

Bild: KEYSTONE

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