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Roger Federer

Federer: «Es fühlt sich magisch an, hier mit dem Pokal im Arm stehen zu dürfen»

epa06091242 Roger Federer of Switzerland kisses the championship trophy following his victory over Marin Cilic of Croatia in the men's final of the Wimbledon Championships at the All England Lawn ...
Zum achten Mal der Siegerkuss: Wimbledon-Rekordsieger Federer.Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE

«Es fühlt sich magisch an, hier mit dem Pokal in der Hand stehen zu dürfen»

Roger Federer triumphiert in Wimbledon zum achten Mal! Der Maestro gewinnt den Final gegen den Kroaten Marin Cilic mit 6:3, 6:1, 6:4. Den 19. Grand-Slam-Triumph bewerkstelligt er in bloss 101 Minuten.
16.07.2017, 17:1016.07.2017, 17:44

Roger Federer gewinnt erstmals seit 2012 in Wimbledon – es ist sein insgesamt 19. Grand-Slam-Erfolg. Mit fast 36 Jahren ist er nicht nur zum ältesten Wimbledon-Sieger der Profi-Ära geworden, sondern auch zum erfolgreichsten Spieler beim renommiertesten Turnier der Welt. Mit achten Titel ist er nun der alleinige Rekordhalter bei den Männern.

«Ich kann es kaum glauben, dass ich Wimbledon gewonnen habe, ohne einen Satz abgegeben zu haben. Es fühlt sich magisch an, hier stehen zu können mit dem Pokal in der Hand», strahlte Federer im Sieger-Interview. «Ich war mir nach dem letzten Jahr nicht sicher, ob ich noch einmal hier stehen kann. Aber ich habe daran geglaubt, auch nach den harten Niederlagen 2014 und 2015 gegen Novak Djokovic.»

Federers 19 Grand-Slam-Titel

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Roger Federers Major-Titel – ALLE Grand-Slam-Titel des Schweizer Tennisstars
Wimbledon 2003: 7:6, 6:2, 7:6 gegen Mark Philippoussis.
quelle: ap / anja niedringhaus
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Cilic im Final angeschlagen

Der Schweizer bekundete in seinem 29. Major-Final nur in der Anfangsphase Mühe. Danach war der offenbar physisch angeschlagene Cilic machtlos. Der Kroate liess sich zu Beginn des zweiten Satzes pflegen, wobei nicht klar ist, was ihn behinderte.

«Ich habe mein Bestes gegeben und alles versucht», sagte Cilic niedergeschlagen, «ich spielte an diesem Turnier das beste Tennis meiner Karriere.» Im Final leistete er sich aber auf jeden Fall zu viele Fehler, um den souveränen Federer ernsthaft zu fordern. Die Partie dauerte nur 101 Minuten.

«Ein wunderbarer Moment für uns als Familie»

Speziell war der Triumph für Roger Federer, weil seine gesamte Familie – die Eltern, Gattin Mirka und alle vier Kinder – im Stadion waren. «Es ist ein wunderbarer Moment für uns als Familie», sagte Federer. «Der Centre Court von Wimbledon ist so speziell, ich hoffe, dass es nicht mein letztes Match hier war, dass ich im nächsten Jahr wieder hier sein und meinen Titel verteidigen kann.»

Switzerland's Roger Federer celebrates after defeating Croatia's Marin Cilic, left, to win the Men's Singles final match on day thirteen at the Wimbledon Tennis Championships in London  ...
Unfassbar: Federer nach seinem Triumph.Bild: Tim Ireland/AP/KEYSTONE

Die Emotionen kamen bei Federer erst auf, als er sich nach dem Handshake auf die Bank setzte. «Die Partie war schnell vorbei, ich habe gut gespielt, war immer vorne, darum kamen nicht so viele Emotionen auf wie bei einem Fünf-Sätzer», sagte Federer im SRF. «Aber als ich dann da sass und realisierte, dass ich zum achten Mal Wimbledon-Champ bin, was mir die Welt bedeutet, vor Familie und Freunden hier, war das ein unglaubliches Gefühl.»

epa06091312 Roger Federer's wife Mirka (C) and the children react after Roger Federer of Switzerland won against Marin Cilic of Croatia during the Men's final match for the Wimbledon Champio ...
Alle da: Gattin Mirka (rechts), Mutter Lynette und die vier Kinder.Bild: NIC BOTHMA/EPA/KEYSTONE

Roger Federer wird nach der Fortsetzung seiner märchenhaften Saison in der Weltrangliste auf Platz 3 vorstossen. Erstmals seit 2009 gewinnt er mindestens zwei Major-Turnier in einem Jahr, nachdem er Anfang Saison schon das Australian Open für sich entschieden hat. Wie unglaublich Federers Form seit der Pause im zweiten Halbjahr 2016 ist, beweisen die nun schon fünf Turniersiege in der laufenden Saison, aber auch die Art und Weise, wie er in Wimbledon den achten Pokal holte: Er blieb zum zweiten Mal (nach dem Australian Open 2007) bei einem Major ohne Satzverlust. (ram/sda)

Video: watson

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