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Wieder bei Olympia: Zwölf Jahre nach dem Beginn ihrer Liebe feuern Roger und Mirka Federer in London Stan Wawrinka an.
Wieder bei Olympia: Zwölf Jahre nach dem Beginn ihrer Liebe feuern Roger und Mirka Federer in London Stan Wawrinka an.
Bild: KEYSTONE
Unvergessen

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

1. Oktober 2000: Mit der Schlussfeier werden die Olympischen Spiele in Sydney beendet. Die Schweiz freut sich über neun Medaillen und weiss damals noch nicht, dass sich im fernen Australien ein Tennis-Traumpaar gefunden hat.
01.10.2020, 00:0129.09.2020, 10:55

«Ich rollte mich in einer Ecke zusammen und weinte lange», erinnert sich Roger Federer in der «L'Equipe» an den verlorenen Olympia-Halbfinal 2000 gegen Tommy Haas. Der Final und eine sichere Medaille sind weg – und auch aus Bronze wird nichts. Gegen den Franzosen Arnaud de Pasquale wirft er mehrmals im Frust das Racket auf den Boden, er verliert in drei Sätzen.

Vavrinec und Federer gemeinsam auf dem Platz: Als Schweizer Doppel am Hopman Cup 2002.
Vavrinec und Federer gemeinsam auf dem Platz: Als Schweizer Doppel am Hopman Cup 2002.
Bild: EPA

Und dennoch ist der Tag der grossen Niederlage einer, den Federer für den Rest seines Lebens nie mehr vergessen und in positiver Erinnerung behalten wird. Denn noch am gleichen Abend küsst Roger Federer erstmals die Frau, die seine Gattin und Mutter von vier gemeinsamen Kindern werden wird: Miroslava «Mirka» Vavrinec.

«Gar nicht gemerkt, dass Roger ein wenig attackiert»

Der 19-jährige Baselbieter und die drei Jahre ältere Thurgauerin lernen sich im Olympischen Dorf kennen. Gemeinsam mit Emmanuelle Gagliardi teilen sie dort eine Wohnung, kommen sich näher.

«Das Märchen von Roger und Mirka», zusammengestellt von einem Fan des Tennis-Traumpaars.

Es ist Federer, der Gas gibt. «Ich habe am Anfang gar nicht gemerkt, dass er ein wenig attackiert», erzählt Vavrinec im «SonntagsBlick». «Ich fand ihn sympathisch, er war ein lustiger Kerl, überhaupt kein Langweiler. Das gefiel mir.»

Gemeinsame Partien in Australien

Fast ein Jahr lang können die beiden Verliebten ihre Beziehung geheim halten. Es ist eine Liaison zweier Dauerreisenden, schliesslich ist damals auch Vavrinec noch Tennisprofi. «Es ist nicht einfach, Gott sei Dank gibt es Telefon und SMS», sagt die Kreuzlingerin mit Wurzeln in der Slowakei, als die Beziehung öffentlich wird.

Neun Medaillen in Sydney
Obwohl Roger Federer nur der undankbare vierte Platz bleibt, werden die Sommerspiele in Australien für die Schweiz die medaillenträchtigsten seit einem halben Jahrhundert. Brigitte McMahon holt im Triathlon die einzige Goldmedaille, hinzu kommen sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Bloss an den Grand-Slams und am Turnier von Key Biscayne spielen sie jeweils am gleichen Ort – und sinnigerweise in Australien, wo ihre Beziehung den Anfang fand. Beim Hopman-Cup 2002 in Perth stehen Federer und Vavrinec als Mixed-Doppel auf dem Platz, gewinnen eine von drei Partien (gegen das argentinische Duo Paola Suarez/Mariano Zabaleta).

Das Doppel-Interview der Verliebten nach der Niederlage gegen Alicia Molik und Lleyton Hewitt. Mirka, deren Nachname den Moderator ins Stolpern bringt, findet ziemlich alles «very nice».

Zweimal Zwillinge für die Federers

Vavrinecs Karriere ist wenig später bereits zu Ende. Im Frühling 2002 muss sie wegen einer hartnäckigen Fussverletzung als erst 24-Jährige die Karriere beenden. Seither reist sie als managende Partnerin gemeinsam mit dem Tennis-Maestro um den Globus.

Bis auf Platz 76 schafft es Vavrinec in der Weltrangliste – in Roger Federers Herz gehört ihr bis heute Rang 1. Den muss sie sich freilich mit mittlerweile vier gemeinsamen Kindern teilen. Im April 2009 heiraten Federer und Vavrinec, im Juli bringt Mirka die Zwillingstöchter Myla und Charlene zur Welt und 2014 gebärt sie erneut Zwillinge, dieses Mal sind es Buben: Leo und Lenny.

Fotos ohne Ende vom Traumpaar, von einem Fan mit Bryan Adams' «Everything I Do, I Do It For You» unterlegt. Mehr Kitsch geht kaum.
Unvergessen
In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Jööööö! Federer trainiert in Wimbledon, während seine Söhne auf dem Court spielen

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Unvergessen

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

20. September 2009: Roger Federer sichert der Schweiz im Davis Cup gegen Italiens Potito Starace den Liga-Erhalt und feiert danach ausgelassen im Festzelt. Dabei tritt Erstaunliches zu Tage: Der Tennis-Maestro kann singen – und zwar ganz gut.

Das Schweizer Davis-Cup-Team trifft am Wochenende vom 18. bis 20. September in Genua auf Italien. Gegen die Südeuropäer geht es für die Schweizer im Abstiegs-Playoff mal wieder um den Verbleib in der Weltgruppe.

Die ersten beiden Einzelpartien können Stan Wawrinka und Roger Federer locker in drei Sätzen für sich entscheiden. Im Doppel vom Samstag wird das Duo Marco Chiudinelli/Wawrinka von Simone Bolelli und Potito Starace jedoch regelrecht vom Platz gefegt.

Die Entscheidung muss also am Sonntag …

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